Mit Maske und Degen

„Zorro“ reitet diesen Sommer im Musical über die Felsenbühne Rathen

Tollkühn seilt sich „Zorro“ von den Sandsteinfelsen im Wehlgrund ab und verhindert in letzter Minute die Hinrichtung unschuldiger Bürgersleute. Der Held mit Mantel und Degen ist stets dann zur Stelle, wenn das Volk in Bedrängnis gerät. Er hilft den Guten und hinterlässt mit seinem „Z“ auf der Haut der Bösen bleibenden Eindruck. Dem Groschenroman des amerikanischen Autors Johnston McCulley entstiegen, wurde der Mann mit der Maske zum Mythos. Mehr als 60 „Zorro“-Bücher sind geschrieben wurden, im Kino liehen Darsteller wie Alain Delon oder Antonio Banderas dem spanischen Volkshelden ihr Gesicht. Diesen Sommer tanzt „Zorro“ nun im Musical erstmals über die Felsenbühne Rathen (Fotos: Hagen König).

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Mächtig gewaltig!

„Die Olsenbande“ zaubert beim Theatersommer dänisches Flair in die Bautzner Ortenburg

In vielen Fenstern in der Bautzner Innenstadt sieht man dieser Tage die dänische, statt der deutschen Flagge flattern. Denn zum dritten Mal in Folge kapert die „Olsenbande“ mit einem genialen Coup beim 23. Bautzner Theatersommer die Bühne im Hof der Ortenburg. Lutz Hillmanns Adaptionen aus bewährten wie beliebten Filmszenen sind am Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen seit beinahe 20 Jahren Kult. Die Erfolgsgeschichte soll bis 22. Juli mit dem Stück „Die Olsenbande hebt ab“ (Fotos: Uwe Soeder) zumindest unter freiem Himmel ihr Finale feiern – und wäre beinahe vorfristig zu Ende gegangen.

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Oper am Scheideweg

Keith Warner zeigt Verdis „La forza del destino“ als düsteres Märchen an der Semperoper

Was ist Schicksal? Ist es eine höhere Bestimmung, der wir nicht entfliehen können oder eine Mischung aus individueller Entscheidungsfreiheit und äußeren Zwängen? Giuseppe Verdis Oper „La forza del destino“ (1862) erzählt von einer Liebe, die viele Opfer fordert, von Flucht und Verfolgung. Mehrfach führt Verdi die Figuren mit seinem Librettisten Francesco Maria Piave an den Scheideweg. An der Semperoper (Fotos: Jochen Quast) zeigt Regisseur Keith Warner sie auf einer großen Kreuzung. Es herrscht düstere Stimmung, die Schatten der Nacht scheinen niemals vor der Sonne zu weichen.

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Gefühlschaos im Hollywoodhaus

Dresdner Kunststudenten zeigen Mozarts „Cosí fan tutte“ als zeitlose Opernkomödie

Liebe, Leiden, Leben – kaum eine Oper bringt die Zeitlosigkeit der Gefühle wohl besser auf den Punkt als Mozarts „Cosí fan tutte“ (Fotos: Sebastian Hoppe). Die Opernklasse der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden zeigt das Stück in der diesjährigen Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden als amüsantes Musiktheater am Kleinen Haus des Staatsschauspiels.

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Theater mit Freunden und Freude

Die Theatergruppe Bühnamit inszeniert Shakespeares „Cäsar“ – ein Interview

Die freie Theatergruppe Bühnamit sucht und findet in William Shakespeares „Cäsar“ viel Stoff, der auch aktuelle gesellschaftliche Debatten spiegelt. Das Regieteam heißt Max und Moritz – und das ist kein Witz! Max Merker und Moritz Greifzu erzählen im Interview, wie sie auf „Cäsar“ kamen und was den alten Schinken so spannend macht.

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Mozart als Feuerprobe

Annina Olivia Battaglia studiert Gesang und gibt am Sonntag ihr Debüt als Despina

Die Probe zu Mozarts „Cosí fan tutte“ im Kleinen Haus ist gerade zu Ende. Schnell schlüpft Annina Olivia Battaglia in ihre Alltagsklamotten und flitzt hinaus. Wenige Minuten später sitzt die Studentin auf der Terrasse vor dem Haus. Die langen Haare hat sie zum Pferdeschwanz gebunden, auf ihrem Gesicht strahlt ein Lächeln, das Begeisterung und Vorfreude verrät.

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Gefühlschaos in bunten Farben

Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ als rasantes Stück an den Landesbühnen

Die Liebe, immer wieder die Liebe: Hermia will Lysander heiraten, ist aber Demetrius versprochen. In den wiederum hat sich Helena verguckt, er begehrt jedoch Hermia. Theseus ist frisch mit Hippolyta verlobt, so richtig glücklich scheinen beide nicht, während Oberon und Titania im bunten Zauberwald von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ (Fotos: Hagen König) ihren erotischen Gelüsten nachgehen. Peter Kube hat den beliebten Klassiker an den Landesbühnen Sachsen speziell für junges Publikum inszeniert – und lässt den Reigen der Gefühle als derbes Durcheinander amüsant über die Bühne wirbeln.

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Kettenreaktion am Gartenzaun

Die Staatsoperette sorgt mit dem Musical „Zzaun!“ für einige Überraschungen

Eine abgebrochene Zaunslatte wird zum Stein des Anstoßes. Was in Kleingartensparten zumindest Frust gebiert, bietet normalerweise kaum Stoff für die große Showbühne. Ganz anders ist das jedoch bei „Zzaun! Das Nachbarschaftsmusical“, das an der Staatsoperette Dresden jetzt mit viermonatiger Verspätung umjubelte Uraufführung (Fotos: Stephan Floss) feierte. Das Stück aus der Feder von Tilmann von Blomberg (Buch) und Alexander Kuchinka (Liedtexte und Musik) rückt einmal die Welt der ganz normalen Menschen ins Rampenlicht.

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Gut oder schlecht? – Ist doch egal!

Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ enttäuscht am Staatsschauspiel Dresden

Regen prasselt auf die schräge Bühne im Dresdner Schauspielhaus. Vier arme Tröpfe stehen im Dunkel. Doch als die Frau im roten Kleid auftaucht, nimmt Bertolt Brechts Stück „Der gute Mensch von Sezuan“ (Fotos: Sebastian Hoppe) auf einmal Fahrt auf. Shen Te, die ehemalige Nutte, die jetzt einen Tabakladen besitzt, rettet dem Flieger Yan Sun in dieser Szene das Leben – und verliebt sich in ihn.

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Ein Fest auf dem Mond

Die Staatsoperette Dresden feiert mit „Frau Luna“ Wiedereröffnung nach der Havarie

Ein Flug zum Mond, das wäre doch was: Urlaub weit entfernt von Mutter Erde, in einer Welt, die alle irdischen Sorgen vergessen lässt. Der Komponist Paul Lincke zauberte aus diesem uralten Traum der Menschen zusammen mit dem Librettisten Heinz Bolten-Baeckers 1899 eine Operette, noch lange bevor Weltraumtourismus in realen Nachrichtenspalten ein Thema war. „Frau Luna“ hat nun die Ehre, die Bühne der Staatsoperette nach der Wasserhavarie im Oktober wiederzueröffnen und lässt den ganzen Zauber des Genres im Kraftwerk Mitte aufsteigen wie Phönix aus der Asche.

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