Opernhäppchen in der Abendsonne

Die Staatskapelle verführte beim „Klassik Picknickt“ mit einem romantischen Programm

Prall gefüllte Picknickkörbe, sachte klingende Sektgläser und ein blauer Himmel wie gemalt: Wenn die Sächsische Staatskapelle Dresden auf dem Gelände der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen zum „Klassik Picknickt“ einlädt, sind selbst die Wettergötter gut gelaunt. Seit elf Jahren bietet das beliebte Klassik-Open-Air in Dresden musikalischen Hochgenuss in lauschiger Sommeratmosphäre. Das diesjährige Motto „Romantik“ war hier eigentlich von Anfang an Programm, und breitete mit Opernhäppchen von Wagner, Verdi, Puccini, Bizet und Massenet nun musikalisch seine Flügel aus. Weiterlesen

Ein Liebesbrief zieht Kreise …

Wie drei Blogger mit ihren Briefen an Dresden drei Perspektiven auf die Stadt eröffnen

Vor einigen Wochen verfasste ich auf elbmargarita einen Liebesbrief. Einige ganz persönliche Zeilen, die ich an meine Heimatstadt Dresden richtete und nach wie vor so unterschreiben würde. Inspiriert wurde ich von einem Video der Dresden Marketing GmbH, in dem fünf Dresdner ihre eigenen Briefe an die Stadt vortragen.

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Ein großer Abend

Radu Lupu lässt Schubert im Kulturpalast lebendig werden

Es war der Zauber eines Abends, wie ihn Konzerte nur ganz selten entfalten: Scheinbar ungerührt, fast stoisch sitzt Radu Lupu (Foto: Oliver Killig) am Flügel, lässt Schuberts „Moments musicaux“ zum Auftakt Note für Note in den Saal tropfen. Tatsächlich scheint die Zeit für einige Momente stillzustehen, wenn er spielt. Der 1945 in Rumänien geborene Pianist ist weltweit so etwas wie eine Legende seines Fachs. Seine Interpretationen sind stille Offenbarungen, von einer tiefen Spiritualität getragen, ohne transzendent oder flüchtig zu sein.

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Sänger unter Hochspannung

Die Dresdner Musikfestspiele verbinden Wissen mit Musik auf dem TU Campus

Am Rande klassischer Konzertsäle erkunden die Dresdner Musikfestspiele seit 2014 mit „Sound & Science“ auf dem Campus der TU Dresden Verbindungen zwischen Musik und Wissenschaft. Exkurse in die innerste Struktur von Musik zählen ebenso zum Spektrum dieser Reihe wie Fachdiskussionen, die stets von musikalischen Praxisbeispielen gespickt sind. Ein solcher Abend war gestern (5.6.) auch in der Hochspannungshalle im Binderbau (Fotos: Oliver Killig) zu erleben, einem Spielort, der wohl sprichwörtlich zu den spannungsvollsten des Dresdner Klassikfestivals zählt. Weiterlesen

Bach im Spiegel

Martin Stadtfeld mit einem auserlesenen Programm bei den Dresdner Musikfestspielen

Im ersten Drittel der Dresdner Musikfestspiele stand noch alles ganz im Zeichen der „Cellomania“. Zum Ende hin gibt es einen kleinen Klavierschwerpunkt im Programm. Den Auftakt gestaltete am Donnerstag (31.5.) Martin Stadtfeld mit einem Rezital im Palais im Großen Garten. Weiterlesen

Offenheit als Leitprinzip

Hörtipp im Mai: „Der Fremde und der Alte“

„Die machen, was sie wollen“, so der Kommentar einer Siebenjährigen zu der Aufführung von „Der Fremde und der Alte“, einer musikalischen Performance in der Dresdner Musikhochschule. Und genau diese Einschätzung ist Programm. Die Aufnahme von Thomas Zoller, Ludger Rémy, Halym Kim und Steffen Roth – alle samt Absolventen oder Professoren des Bereichs „Jazz, Rock, Pop“ an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden – mixt zeitgenössische Kompositionen mit Sounddesign und gesprochenen (koreanischen) Texten. Weiterlesen

Alles Cello – was auch sonst?

Die „Cellomania“ der Musikfestspiele huldigt dem Instrument und setzt ungeahnte Energien frei

Minutenlanger Beifallssturm und stehende Ovationen, das hat man nach einem klassischen Konzert selten so erlebt. Zumindest nicht nach fast fünf Stunden reinem Kammermusikprogramm, bei dem neben dem Steinwayflügel ein einziges Instrument im Rampenlicht stand: das Violoncello. Mit einer furiosen „Langen Nacht des Cellos“ hat die „Cellomania“ (Fotos: Oliver Killig) bei den Dresdner Musikfestspielen gestern ihren umjubelten Ausklang gefunden.

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Singen für die europäische Idee

Schüler des Gymnasiums Bühlau gestalten eine trinationale Uraufführung in Frankreich

Für 18 junge Sänger am Gymnasium Bühlau geht heute (18. Mai) im französischen Souvigny ein musikalisches Großprojekt ins Finale. Zusammen mit dem Dresdner Klavierpädagogen Dirk Ebersbach arbeiten die Schüler seit Dezember an einer trinationalen Weltpremiere: Mit Schülern aus Frankreich und Italien bringen sie Jean Luc Perouts „Le cantate de la paix“ (Kantate für den Frieden) zur Uraufführung.
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China liegt nur eine Elbgondelfahrt entfernt

Ein Spaziergang durch den Schlosspark Pillnitz verbindet Welten und Stile

Bei einem Spaziergang im Schlosspark Pillnitz wird man leicht zum Wanderer zwischen den Welten. Malerisch an der Elbe gelegen, war Pillnitz nicht nur Ort üppiger Feste und höfischer Spiele, sondern über Generationen beliebter Sommersitz der Sächsischen Kurfürsten. Zu entdecken gibt es heute hier mehr als höfischen Prunk: Das Schlossensemble aus Wasser-, Berg- und Neuem Palais verbindet barocken Stil mit asiatischer Exotik. Der Park ist als Sammelstätte für Pflanzen aus aller Welt gleichsam ein botanisches Museum auf 28 Hektar. Weiterlesen