Herbstspuren

Ein poetischer Spaziergang durch Dresden

Der Wind weht kühl. Er hat die Blätter an den Bäumen schon gelb angemalt, lässt sie, eines nach dem anderen, sanft zu Boden tanzen. So viel Farbe in Dresden, ein wehmütiges Leuchten. Der Sommer hat Abschied genommen, vorbei die Tage im heißen Sonnenschein, vorbei die schönen Stunden im kühlen Gras an der Elbe.

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Von Bloggern und Autoren

elbmargarita-Monatsrückblick im September

Mit dem September begann der Herbst in Dresden. Schlagartig: Nebel, Regen, Kälte. Doch für Kulturmenschen ist das alles halb so schlimm. Im Herbst startet endlich die Saison in Dresdens Theater- und Konzertsälen und bei Schmuddelwetter lässt es sich besonders gemütlich in Büchern schmökern. Hier ist unser Rückblick auf September:

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Glückskonsum mit Nebenwirkungen

Leonard Bernsteins „Trouble in Tahiti“ bringt das Amerika der 50er Jahre auf Semper2

Das Leben könnte so schön sein wie in der Reklame, wenn es die Realität nicht gäbe. Dass die oft schonungslos mit der bunten Welt aus Liebesfilmchen und Werbefernsehen aufräumt, zeigt Leonard Bernsteins Kammeroper „Trouble in Tahiti“ (1952), die in der Regie von Manfred Weiß am Samstag (30.9.) Premiere auf Semper2 feierte.

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Mit dem Fahrrad um die Welt

Eine Sonderausstellung im Verkehrsmuseum widmet sich Dresdner Fahrradgeschichten

Das speziell gefertigte Trekking-Fahrrad ließ er sich in der Dresdner Neustadt bauen. Dann ging es los: Stefan Utke fuhr in zwei Jahren 13.500 Kilometer mit dem Fahrrad um die Welt. Ein Jahr lang hat der 30-Jährige dieses Abenteuer vorbereitet, das ihn per Drahtesel durch 15 Länder auf drei Kontinenten führte. Geschichten wie diese erzählt die Sonderausstellung „Ich.Fahr.Rad. Fahrradgeschichte(n)“, die vom 30. September bis 18. März im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen ist.

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Inspiriert von der Elbe

Silvana Mehnert singt bei der A-cappella-Band „medlz“ – und legt als „Miss Rockester“ jetzt ihr zweites Soloalbum vor

Mit der Dresdner A-cappella-Band „medlz“ steht Silvana Mehnert auf der Bühne, seit sie denken kann. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe, die sich 1999 aus dem Philharmonischen Kinderchor Dresden formierte. Parallel dazu hat die 37-Jährige jedoch schon immer gern an eigenen Songs geschrieben, wandelte in verschiedenen Projekten ab und zu auf Solopfaden. Unter dem Namen „Miss Rockester“ (Foto: Robert Jentzsch) hat sie sich vor etwa fünf Jahren dann einen lang gehegten Traum erfüllt und 2014 die erste Solo-CD veröffentlicht.

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Die Lawine des Shitstorms

Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ macht Lust auf die Saison am Staatsschauspiel

Das ist schon mal ein gelungener Einstand: Der neue Intendant des Dresdner Staatsschauspiels, Joachim Klement, überzeugt mit seiner Stückauswahl für den Spielzeitauftakt am Großen Haus. Zwar ist Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ nicht gerade ein Stück, das man auf Anhieb in Dresden verorten würde, doch hält es uns allen bitter ironisch den Spiegel vor. Denn Schnitzlers Text aus dem Jahr 1912 ist ein schonungsloses Plädoyer für differenzierte Betrachtung der Dinge und trifft in Dresden gerade zwei Tage vor der Bundestagswahl mitten ins Herz.

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Odyssee durchs Treppenhaus

Das Kinderstück „Laura war hier“ zeigt am tjg, was Familien mit Pizza gemein haben

Laura ist sauer: Ihre Mutter hat keine Pizza im Einkaufsbeutel und vor dem grantigen Hausmeister Wesekus hat sie ihre Tochter auch nicht beschützt. „Warum habe ich keinen Vater?“, fragt die Sechsjährige aufgebracht. Kein Vater, kein Hund, kein Bruder, nicht mal ein Onkel kann die Zweisamkeit mit ihrer Mutter stören. Sieht so eine richtige Familie aus? Autorin Milena Baisch schickt die Protagonistin aus ihrem Stück „Laura war hier“ (ab 6 Jahre) am Theater Junge Generation auf die Suche nach dem Ideal einer glücklichen Familie wie im Werbefernsehen.

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Rohe Diamanten

Die 5. Dresdner Meisterkurse Musik klingen mit zwei spannungsvollen Konzerten aus

Das neue Semester an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber beginnt erst in einer Woche – und doch sind die Räume am Wettiner Platz bereits mit Musik erfüllt. Sechs Tage lang trafen bei den 5. Dresdner Meisterkursen Musik (DMM) vom 11. bis 16. September Studenten und Dozenten aus der ganzen Welt zusammen, um unter dem Motto „Schau-Spiel-Kunst“ an Interpretationen (Foto: PR/Ronny Waleska) zu feilen und musikalische Diskurse anzustoßen.

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Schau hin!

Ein Rundgang über die OSTRALE-Biennale 2017 macht Lust auf Entdeckungen

Je schwieriger die Weltlage, desto besser die Kunst. Was dieser Spruch vielleicht ein wenig platt umschreibt, wird auf der OSTRALE in Dresden deutlich sichtbar. Die 11. Ausstellung für zeitgenösse Kunst steht unter dem Motto „re-form“ und ist eine der stärksten der vergangenen Jahre. Wer noch nicht da war, sollte sich die Ostrale also bis 1. Oktober unbedingt ansehen – und das nicht nur weil sie ab sofort als „OSTRALE-Biennale“ nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird.

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Musik begreifen lernen

ein inspirierender Tag bei den Meisterkursen Musik an der Musikhochschule Dresden

Und dann sitzt man plötzlich mittendrin, in einem der Dresdner Meisterkurse Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Als Laie unter Musikern, denn die Kurse kann man auch als Zuschauer besuchen – und das ist äußerst empfehlenswert. Tatsächlich gibt es in den Stunden, die junge Musiker hier bei renommierten Interpreten (Foto: Ronny Waleska) absolvieren, viel zu lernen, mehr als jedes Konzert oder die Theorie in Büchern über Musik vermitteln könnten.

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