Shakespeare, wo bist du?

„Searching for Macbeth“ am Staatsschauspiel Dresden – eine Sonntagskritik aus dem zweiten Rang

Was für ein Jahr! Haben wir im Januar noch sorglos über manche Inszenierung am Staatsschauspiel hingewettert, dürstet es einen nun nach jedem Theatervorhang, der sich tapfer auch vor weniger als einem halbvollen Saal hebt. War „Abgesagt!“ das Schlagwort im März, lernt das sonst rege Dresdner Kulturleben seit dem Spätsommer allmählich wieder laufen. Von der Absagewelle erfasst wurde auch die Premiere der schon als neues „Kultstück“ gehandelten „Macbeth“-Inszenierung von Christian Friedel, der hier nicht nur als Regisseur, sondern auch in der Hauptrolle und als Frontmann seiner Band „Woods of Birnam“ (Foto: Sebastian Hoppe) das Zepter führen sollte.

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Happy End in Hollywood

Die Staatsoperette zeigt mit Paul Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“ ein humorvolles Spiel mit dem Spiel am Rande der Zeiten

Maskenball im Foyer, auf der Bühne das „Märchen im Grand-Hotel“: An der Staatsoperette Dresden geht es schwungvoll in die neue Saison. Als Auftaktpremiere steht mit der Lustspieloperette von Paul Abrahams (Foto: Pawel Sosnowski) nach dem Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda ein Stück auf dem Programm, das den Sound Berlins der späten 1920er Jahre mit Hollywoodsehnsucht verbindet.

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Operette im Zeichen der Powerfrauen

Die Staatsoperette Dresden startet voller Optimismus in eine spannende Spielzeit

Fast scheint die Unbeschwertheit jener Tage, in denen sich an der Staatsoperette Dresden erstmals unter der Intendanz von Kathrin Kondaurow der Vorhang hob aus heutiger Sicht Lichtjahre entfernt. Es sei ein erfolgreicher Spielzeitauftakt mit 81 prozentiger Auslastung gewesen, sagt die Intendantin rückblickend. Ja, es hätte eine erfolgreiche erste Spielzeit für sie werden können, hätte nicht ein Virus die Welt im März jäh zum Stillstand gebracht.

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Komplexe Welt auf bunter Bühne

Die Serkowitzer Volksoper serviert mit „Diener dreier Herren“ einen derben Mix der Zeiten und Vorlagen

Mit wenig viel erreichen, das war und ist schon immer eine Tugend der Kunst. Und die gedeiht bekanntlich ganz besonders unter widrigen Bedingungen. Die Serkowitzer Volksoper (Foto: Robert Jentzsch) kann als eines der wenigen Dresdner Open-Air-Gastspiele davon anno 2020 ein Liedchen singen. Corona sei Dank mussten die Plätze minimiert – und auf Einnahmen verzichtet werden. Gespielt wird dennoch – und auch den Charme hat das von Wolf-Dieter Gööck geschriebene und inszenierte diesjährige Stück „Diener dreier Herren“ dadurch nicht verloren.

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Es lebe die Verrücktheit!

„The Addams Family“ rockt als gruselige Sommer-Comödie Schloss Übigau

Schloss Übigau hat neue Bewohner. Das alte Gemäuer an der Elbe wird seit Freitag (10.7.) von der „Addams Family“ (Foto: Robert Jentzsch) bevölkert, die im aktuellen Sommertheaterstück der Comödie Dresden morbides Flair verströmt. Natürlich sind nicht alle mit dem neuen Domizil zufrieden. „Ich will wieder nach New York“, brummt Onkel Fester (Matthias Manz) gleich zu Beginn. Doch da ist schon alles zu spät. Denn wie der Zufall so will, hat sich die Addams Tochter Wednesday längst in den Nachbarssohn Lucas Beineke verliebt und möchte ihren Eltern nun bei einem gemeinsamen Dinner die „Normalos“ von nebenan vorstellen.

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„Ich hab‘ noch einen Koffer in …“

Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York ermöglicht Musiktheater trotz Corona

Die Aufregung ist nicht nur beim Ensemble der Staatsoperette Dresden, sondern auch beim Publikum spürbar. Nach drei Monaten Spielpause geht es mit dem Programm „Ich hab‘ noch einen Koffer in … Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York“ (Foto: Stephan Floß) wieder los. An fünf Stationen auf dem Kraftwerksgelände präsentiert das Theater den derzeitigen Beschränkungen entsprechend ein sommerlich leichtes Operettenvergnügen, das – als humorvolle Reise inszeniert – das Publikum zum Spaziergang quer durch die Welt des Genres einlädt.

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Operetten-Reise um die Welt

Die Staatsoperette lädt zum musikalischen Spaziergang durchs Kraftwerk ein

Nix mit Sommerpause dieses Jahr: Dresdens Theater unternehmen nach dem Corona-Stillstand erste vorsichtige Schritte in Richtung Normalität. Mit einem „Operettenspaziergang von Wien bis New York“ hat die Staatsoperette Dresden ein virenschutztaugliches Format entworfen, das dem Publikum bei aller Vorsicht gehörig Freude machen wird. Nicht nur, weil nach fast dreimonatiger Kulturpause jetzt alle hungrig auf Livetheater sind, sondern auch weil sie das Kraftwerksgelände dabei ab dem 20. Juni von ganz neuen Seiten kennenlernen dürfen.

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Drei Diener und neue Herausforderungen

Die Serkowitzer Volksoper plant und probt trotz Corona – und hofft auf finanzielle Unterstützung

„Ja, wir wollen spielen!“, ist die entschiedene Ansage der Serkowitzer Volksoper um Regisseur Wolf-Dieter Gööck. Trotz oder wegen Corona hält die freie Theatergruppe an ihrer Sommerproduktion, der nunmehr zehnten, in der Saloppe Dresden fest. Lachen kann schließlich nur gesund sein. Erst recht, wenn das Stück „Diener dreier Herren – eine unkorrekte Schaubudenoper“ heißt und erneut den Menschen in seiner ganzen historischen Unvollkommenheit aufs Korn nimmt. „Bezüge zur Gegenwart sind kein Zufall, das Publikum soll auch die heutige Gesellschaft in unseren Stücken gespiegelt sehen“, sagt Milko Kersten, der als musikalischer Leiter seit Jahren dem Minimalorchester „Musi nad Labem“ vorsteht.

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Klappe die Erste für Gloria

Toni Burghard Friedrich inszeniert an der Staatsoperette die erste Dresdner Operetten-Sitcom für YouTube

Es wimmelt hinter den Kulissen der Staatsoperette Dresden – zumindest soweit, wie „Gewimmel“ unter den derzeitigen Bedingungen überhaupt möglich ist. Abstand ist auch hier das oberste Gebot, Requisiten werden regelmäßig desinfiziert, Umarmungen und Theaterküsse sind absolut tabu. Doch all das hindert das Ensemble der Staatsoperette nicht, sich kurz vor der Sommerpause noch einmal mit voller Energie in die Arbeit zu stürzen.

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„Fast 50 Jahre Exil in Sachsen …“

10 Jahre – 5 Fragen: Dieter Beckert im Jubiläumsinterview (28)

Das Onlinemagazin elbmargarita.de feiert Zehnjähriges – und schenkt sich selbst zum Jubiläum eine kleine Fragerunde. Die Künstler der Stadt gratulieren per Antwort. Heute mit dem Brachialromantiker Dieter Beckert, bekannt vom Duo Sonnenschirm, den Elbhangzombies und der Kommune Woodstock.

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