Oper als Kür

Lehramtsstudenten der Musikhochschule zeigen Kurt Schwaens Oper „Leonce und Lena“

Werke des Komponisten Kurt Schwaen (1909–2007) sind äußerst selten auf den Programmzetteln in Dresden zu finden. Mit Schwaens Kammeroper „Leonce und Lena“ nach dem Lustspiel von Georg Büchner bringen die Lehramtsstudenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) daher diesmal eine kleine Rarität auf die Bühne (Fotos: Katharina Quandt) des Labortheaters.

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Mit der Rennpappe gen Süden

„Go Trabi Go“ weckt in der Theaterfassung an der Comödie Dresden gute Nachwende-Erinnerungen

Familie Struutz ist wieder auf Reisen. Mit dem himmelblauen Trabant „Schorsch“ geht es bei „Go Trabi Go“ (Fotos: Robert Jentzsch) an der Comödie Dresden rund. Von Bitterfeld bis nach Neapel wollen Papa Udo, Mama Rita und die freche Jaqueline mit der Rennpappe düsen, um die neu gewonnene Freiheit nach der Wende zu genießen. Der gleichnamige Film von Peter Timm und Reinhard Klooss aus dem Jahr 1991 ist lange schon Kult, nun erobert die Story in der Fassung von Christian Kühn als rasante Roadkomöde auch die Theaterbühne.

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Wo Worte fehlen …

Schönbergs „Moses und Aron“ ist ein starker Auftakt für die Saison an der Semperoper

Schon allein die Stückauswahl ist ein Ereignis: Intendant Peter Theiler bringt zu Beginn seiner ersten Spielzeit an der Semperoper Arnold Schönbergs (1874–1951) „Moses und Aron“ zurück nach Dresden. Jenes Stück, dem Harry Kupfer vor 43 Jahren die DDR-Erstaufführung in Dresden sicherte – und das mit 39 Aufführungen (geplant waren nur sechs) damals zum Überraschungserfolg wurde.

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Plauens neues Kunstkleinod

Die alte Bienertmühle wird mit Theater, Musik und Kunst seit August zur Kulturkulisse

Fernab der großen kulturellen Ballungszentren in Dresdens Alt- und Neustadt hat sich die Bienertmühle im Stadtteil Plauen seit August zu einem Kleinod der Kleinkunst gemausert. Das lauschige Antiquariatsgeschäft mit dem hübschen Namen Blickzurück wird hier mit Vorträgen, Konzerten, Theaterabenden und Vernissagen seither zur vielseitig bespielten „Kulturkulisse“. Dass es sich dabei um mehr als nur ein cleveres Marketingkonzept von Restaurator und Ladenchef Steve Schneider, sondern um gute, liebevoll inszenierte Kunst mit großem Potenzial handelt, zeigt schon die Premiere, die hier zur herbstlichen Spielzeiteröffnung auf dem Programm steht.

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Ein Hauch von „La La Land“

Sebastian Ritschel holt mit „Das Licht auf der Piazza“ eine Musical-Entdeckung nach Radebeul

Es ist ein Stoff wie aus dem Märchenbuch: Clara fährt mit ihrer Mutter in die Toskana und sofort verliebt sich der junge Florentiner Fabrizio in das blonde Mädchen. Was er nicht ahnt: Die Schöne ist nach einem Unfall in der Kindheit geistig ein wenig zurückgeblieben, weshalb ihre Mutter Margaret sie vor der Liebe zu Fabrizio unbedingt beschützen möchte. Nun wäre „Das Licht auf der Piazza“ (Fotos: Pawel Sosnowski) sicher kein erfolgreiches Broadway-Musical geworden, gäbe es für die beiden Liebenden nicht doch einen Lichtblick unter der Sonne des Südens. Regisseur Sebastian Ritschel hat das Potenzial dieses Stückes, vor allem der Musik von Adam Guettel, erkannt und die Deutsche Erstaufführung des Werkes an die Landesbühnen Sachsen geholt.

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Der doppelte Diederich

Jan-Christoph Gockel inszeniert Heinrich Manns „Der Untertan“ am Staatsschauspiel

Bierkrüge knallen auf den Tisch, bis einer anfängt zu skandieren: „Die-der-ich – Häss-ling – Häss-ling – Die-der-rich – Häss-ling …“, und so fort. Ein Chor aus grölenden Kehlen, die Farben des Kaiserreiches auf der stolz geschwellten Brust. Heinrich Manns „Untertan“ Diederich Hässling war „ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt“, lernte im Wilhelminischen Kaiserreich aber schnell, wie man nach oben kratzt und nach unten tritt. Regisseur Jan-Christoph Gockel lässt diesen Untertanengeist, ein Psychogramm des Deutschen wie Kurt Tucholsky sagte, in seiner Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden (Fotos: Sebastian Hoppe) lebendig werden – und zeichnet dabei nicht nur ein satirisches Bild des Kaiserreichs.

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Opernfest mit Verführer

Die OFF-Operngruppe szene12 verleiht Mozarts „Don Giovanni“ neuen Schwung

Wer die Produktionen der OFF-Operngruppe szene12 um Regisseur Toni Burghard Friedrich kennt, der weiß: Den Besucher erwartet etwas Außergewöhnliches. Das neueste szene12-Werk stellt gar sämtliche Konventionen der Gattung auf den Kopf und verwandelt das Zentralwerk in Pieschen in eine riesige Partylocation. Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ wird hier tatsächlich zum Fest.

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Eine schrecklich nette Opernfamilie

Die OFF-Operngruppe szene12 feiert mit Mozarts „Don Giovanni“ ihre fünfte Produktion

Der Verein szene12 um Regisseur Toni Burghard Friedrich ist seit 2012 Dresdens Experimentierlabor für junge Opernfans. Die Inszenierungen der OFF-Gruppe stechen mit ungewöhnlichen Lesarten und einer humorvollen, leicht verständlichen Erzählweise heraus. Das fünfte Projekt setzt da mit Mozarts „Don Giovanni“ wohl sogar noch eines drauf. Premiere ist am 22. August im Zentralwerk in Pieschen. Die Proben hier fühlen sich fast an, wie ein Familientreffen – und dennoch bleibt bei szene12 Raum für Überraschungen.

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Bergbauer sucht Frau

Die Comödie Dresden entführt mit ihrem Sommertheater in alpine Schlager-Welten

Wenn Charlotte und Poldi zum Alpenglühn ins Sommertheater der Comödie Dresden einladen, geht es zünftig zu im Innenhof des Hotels Elbflorenz. Hier entführt Regisseur Nik Breidenbach in bayrische Gefilde: Die Schlagersängerin Charlotte (Fotos: Robert Jentzsch) will in der Alpenidylle mit Bergsee und Bretterzaun vor der Holzhütte eigentlich nur ein paar Tage Wellnessurlaub machen.

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Mit Maske und Degen

„Zorro“ reitet diesen Sommer im Musical über die Felsenbühne Rathen

Tollkühn seilt sich „Zorro“ von den Sandsteinfelsen im Wehlgrund ab und verhindert in letzter Minute die Hinrichtung unschuldiger Bürgersleute. Der Held mit Mantel und Degen ist stets dann zur Stelle, wenn das Volk in Bedrängnis gerät. Er hilft den Guten und hinterlässt mit seinem „Z“ auf der Haut der Bösen bleibenden Eindruck. Dem Groschenroman des amerikanischen Autors Johnston McCulley entstiegen, wurde der Mann mit der Maske zum Mythos. Mehr als 60 „Zorro“-Bücher sind geschrieben wurden, im Kino liehen Darsteller wie Alain Delon oder Antonio Banderas dem spanischen Volkshelden ihr Gesicht. Diesen Sommer tanzt „Zorro“ nun im Musical erstmals über die Felsenbühne Rathen (Fotos: Hagen König).

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