Ein Hoch auf das Leben!

“Pippin“ bringt Broadwayflair an die Staatsoperette

Was für ein Glamour! Mitreißende Ballette, schmissige Musik, ein Bühnenbild, das zum Träumen verführt. Die Neuproduktion von Stephen Schwartz‘ Musical “Pippin – die Kunst des Lebens“ (Foto: Pawel Sosnowski) an der Staatsoperette Dresden wartet mit allem auf, was ein waschechtes Broadwaymusical zum Erlebnis macht.

Weiterlesen

Moderne Märchenträume

Rodgers & Hammersteins CINDERELLA an der Staatsoperette

Wenn Kürbisse sich in Kutschen, Mäuse in weiße Pferde und Lumpen in Ballkleider verwandeln, ist wieder Aschenbrödel-Zeit. An der Staatsoperette Dresden tanzt „Cinderella“ (Fotos: Pawel Sosnowski) vor Weihnachten in einer modernen Fassung des Musicals von Richard Rogers und Oscar Hammerstein über die Bühne. Die Inszenierung von Geertje Boeden entführt nicht nur das junge Publikum ins Märchenreich der Phantasie.

Weiterlesen

Innerlichkeit in pastellenen Tönen

Die Landesbühnen Sachsen zeigen Massenets Oper „Werther“ als feinsinniges Liebesdrama

Zwei Seelenverwandte und eine Liebe, die im Selbstmord gipfelt – Goethes berühmter Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ gehört zu den unangefochtenen Klassikern der Weltliteratur. Die Landesbühnen Sachsen bringen den Stoff in Form von Jules Massenets Oper „Werther“ (Foto: Carsten Beier) auf die moderne Musiktheaterbühne und locken damit zur Premiere auch viel junges Publikum in den Saal.

Weiterlesen

Triumph der Frauen

„Die lustigen Weiber von Windsor“ an der Staatsoperette

Turbulent geht`s zu im rosaroten Kosmetiksalon. Ein und derselbe Liebesbrief an zwei benachbarte Empfängerinnen. Schon nehmen die Verwicklungen um „Die lustigen Weiber von Windsor“ an der Staatsoperette Dresden (Fotos: Pawel Sosnowski) ihren Lauf. Regisseurin Noa Naamat bringt die Oper von Otto Nicolai nach dem Libretto von Salomon Hermann Ritter von Mosenthal (nach William Shakespeare) mit Ironie und viel Sinn fürs Komische auf die Bühne. Im Zentrum stehen zwei selbstbewusste Frauen, die nicht nur ihren Verehrer, den Briefadressaten Falstaff, sondern auch ihre Ehemänner bald dumm aus der Wäsche gucken lassen.

Weiterlesen

Vom bitteren Ende eines schönen Traums

Verdis „La Traviata“ verführt das Publikum an der Semperoper

Das Glück ist vergänglich wie eine schöne Opernaufführung, die uns traumähnlich gefangen nimmt und mit erfüllten Herzen auf schattige, regennasse Straßen entlässt. Vielleicht wollte Giuseppe Verdi mit seiner „La Traviata“ (Fotos: Semperoper Dresden/Ludwig Olah) ja wirklich nicht viel mehr sagen als das: Genieße das Leben in vollen Zügen, bevor es zu Ende ist. Regisseurin Barbora Horáková Joly jedenfalls macht die Vergänglichkeit zum Thema ihrer Neuinszenierung an der Dresdner Semperoper.

Weiterlesen

Parabel auf unsere Zeit

Mit „chasing waterfalls“ bringt die Semperoper die erste mit Künstlicher Intelligenz geschaffene Oper auf die Bühne

Das hat es so noch nie gegeben: Mensch und Maschine schreiben, inszenieren und spielen gemeinsam eine Oper. Mit der Uraufführung von „chasing waterfalls“ – was so viel bedeutet wie „Unfassbares fassen wollen“ – ist der Semperoper zum Spielzeitauftakt ein spektakulärer Coup gelungen. Das unter Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz entstandene Stück (Fotos: Daniel Koch) ist bereits Stadtgespräch, noch bevor der erste Vorhang sich hebt – und zwar nicht unbedingt bei jenen, die schon sehnsuchtsvoll nach der „Traviata“-Premiere am 2. Oktober schielen, sondern bei einem Publikum, das bislang eher selten in die heiligen Hallen am Theaterplatz strömt.

Weiterlesen

Amerikanischer Traum im Wehlgrund

Manuel Schöbel inszeniert eine bezaubernd schöne „West Side Story“ in Rathen

There’s a place for us, Somewhere a place for us. Peace and quiet and open air – Wait for us – Somewhere“ – Die zeitlos tragische Zeile aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ könnte durchaus einen Ort wie das beschauliche Rathen meinen. Ganz so weit her ist es mit dem Frieden auf der frisch sanierten Felsenbühne allerdings nicht. Denn mit der „West Side Story“ (Fotos: Martin Förster) erwacht zum Auftakt der noch jungen Spielzeit dort das Musical aller Musicals zum Leben – und packt die Zuschauer mit schnoddriger Großstadtatmosphäre im Battle zweier Jugendbanden.

Weiterlesen

Rasant durch die Ikea-Tristesse

Die Opernklasse der Musikhochschule zeigt Kurt Weills „Street Scene“ am Kleinen Haus

Sie gehen ein, sie gehen aus. Und zwischen den Etagen eines schäbigen Mietshauses irgendwo in einer schäbigen Großstadt tanzen die Sehnsüchte und Ressentiments im Takt der Welt. Mit Kurt Weills „Street Scene“ (Fotos: Klaus Gigga) hat die Opernklasse der Musikhochschule Carl Maria von Weber Dresden (HfM) für ihre aktuelle Kooperationsarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden ein rasantes Stück über das Leben der normalen Leute auserkoren. Wobei die Bezeichnung Oper nicht ganz trifft, schwingt bei den verführerischen Melodien, in die Weill allerhand jazzigen Esprit hineinkomponierte, doch immer auch etwas Broadway-Glanz mit.

Weiterlesen

Die sechs Wahrheiten über Gundermann und die Lausitz

Rückschau auf die Revue “Gundermann: alle oder keiner” am Staatsschauspiel Dresden

“Von jedem Tag will ich was haben, das ich nicht vergesse”, sang Gerhard Gundermann Anfang der 1990er Jahre. Doch wer war der Liedermacher aus der Lausitz, der tags im Braunkohlerevier arbeitete und nachts mit der Gitarre auf der Bühne stand? Regisseur Tom Kühnel geht dem Menschen Gundermann in seiner “Revue über Helden, Gras und Kohle” (Fotos: Sebastian Hoppe) am Staatsschauspiel Dresden auf die Spur. 

Weiterlesen

Glitzernde Klischees vom Kreuzfahrtdampfer

Die Staatsoperette tritt mit „Blondinen bevorzugt“ in große Fußstapfen

Dieser Titel verpflichtet: Mit „Blondinen bevorzugt“ (Foto: Pawel Sosnowksi) bringt die Staatsoperette Dresden einmal mehr Broadway-Glamour ins Kraftwerk Mitte. Wobei das mit dem Broadway eben so eine Sache ist. Denn weit berühmter als das Musical ist der gleichnamige Hollywoodstreifen aus dem Jahr 1953, dessen Kernbotschaft mit Marilyn Monroes lasziv unbeschwertem „Diamonds are a girls best friend“ vielfach gecovert bis heute im Ohr blieb.

Weiterlesen
1 2 3 21