Paganini in Dresden

Florian Mayer lässt den „Teufelsgeiger“ bei einer Matinee im Albertinum aufleben

Die Besucher des Albertinums staunten am Sonntag-Vormittag nicht schlecht. Schließlich passiert es nicht alle Tage, dass ein Gemälde aus der Sammlung musikalisch zum Leben erwacht. In diesem Fall war es das Portrait von Niccolò Paganini des Dresdner Malers Georg Friedrich Kersting, vor dem der Geiger Florian Mayer im Rahmen einer Matinee ein lebendiges Musikerlebnis in den heiligen Hallen bescherte.

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„Die Zukunft ist farbenprächtig!“

Interview mit dem Dresdner Künstler Benjamin Hummitzsch

Seine Bilder zeigen oft menschliche Körper in bunten Farben und Schattierungen. Blutgefäße, Zellen und Nervenbahnen vereinen sich in seiner Malerei zu phantasievollen Mustern. Der Künstler Benjamin Hummitzsch ist 1986 in Berlin-Pankow geboren und hat gerade sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste abgeschlossen. Im elbmargarita-Interview erzählt er, was ihn derzeit umtreibt.

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Blick nach Innen für den Blick nach Außen

Schimmel Projects ist ein Schaufenster für junge, experimentelle Kunst aus ganz Europa

Auf den ersten Blick wirken die Schaufenster in der Großenhainer Straße 61 bis 63 unscheinbar. Wer im Vorbeigehen etwas länger hineinschaut, dem offenbart sich dahinter jedoch ein Raum, der die Kunststadt Dresden seit einem Jahr um eine neue Facette bereichert. Schimmel Projects – Art Centre nennt sich das Projekt, mit dem drei Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in dem kleinen OFF-Space monatlich einem jungen Künstler aus Europa die Möglichkeit für eine Ausstellung bieten.

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Plauens neues Kunstkleinod

Die alte Bienertmühle wird mit Theater, Musik und Kunst seit August zur Kulturkulisse

Fernab der großen kulturellen Ballungszentren in Dresdens Alt- und Neustadt hat sich die Bienertmühle im Stadtteil Plauen seit August zu einem Kleinod der Kleinkunst gemausert. Das lauschige Antiquariatsgeschäft mit dem hübschen Namen Blickzurück wird hier mit Vorträgen, Konzerten, Theaterabenden und Vernissagen seither zur vielseitig bespielten „Kulturkulisse“. Dass es sich dabei um mehr als nur ein cleveres Marketingkonzept von Restaurator und Ladenchef Steve Schneider, sondern um gute, liebevoll inszenierte Kunst mit großem Potenzial handelt, zeigt schon die Premiere, die hier zur herbstlichen Spielzeiteröffnung auf dem Programm steht.

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Adieu Tristesse!

Die Jahres- und die Diplomausstellung an der HfBK zeugen von einem starken Jahrgang

Die große, hölzerne Flügeltür zur Kunstakademie auf der Brühlschen Terrasse steht wieder offen. Am Ende des Studienjahrs an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) dürfen die Besucher neugierige Blicke in die Ateliers werfen. Vergangene Woche zeigte hier und in der Pfotenhauer Straße bereits die Jahresausstellung einen Querschnitt der aktuellen Semesterarbeiten. Als Höhe- und Endpunkt des Semesters lockt nun die Diplomausstellung auf die Brühlsche Terrasse.

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Charakterstudien im wilden Farbrausch

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen dem Maler Carl Lohse eine Ausstellung

Es ist ein expressiver Farbrausch, den Carl Lohse (1895–1965) in seinen Bildern heraufbeschwört. Kraftvoll und doch verletzlich blicken dem Betrachter seine Portraits entgegen. Auch Stadtansichten von Hamburg oder „Die kleine Stadt“ Bischofswerda, in der er ab 1919 einen wahren Schaffensrausch erlebte, malte Lohse in kräftigen Farbtönen mit dynamischem Pinselstrich. In einer Sonderausstellung im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden kann man den lange unterschätzen Expressionisten bis zum 15. April 2018 näher kennenlernen.

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Sachsens schönstes Kunstversteck

Eine Ausstellung auf Schloss Weesenstein widmet sich seiner Zeit als Kunstdepot im Zweiten Weltkrieg

Raffaels „Sixtinische Madonna“ gilt als das berühmteste Exponat der Dresdner Gemäldegalerie. Doch würde die Madonna heute nicht da hängen, hätte man sie und Millionen andere Kunstschätze im Zweiten Weltkrieg nicht rechtzeitig ausgelagert. Eine Ausstellung auf Schloss Weesenstein zeigt noch bis zum 7. Oktober, wie die Dresdner Kulturgüter vor dem Angriff am 13. Februar 1945 gerettet wurden.

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Lasst uns Kulturjäger sein, mit offenen Augen!

Ein essayistischer Beitrag zur Blogparade „Mein Kulturblick“ // #KultBlick

Ein Hamburger Museum ruft zur Blogparade zum Thema Kulturblick auf – das ist ja nun etwas, das zu elbmargarita passt. Dabei braucht man Kultur in Dresden gar nicht entdecken. Sie ist einfach da. Sie umgibt uns überall. Das ist keine Lobhudelei auf die liebste Heimatstadt, sondern in Dresden tatsächlich Realität. Egal, ob ich über den Neumarkt schlendere oder den Blick am Elbufer entlang schweifen lasse, an allen Ecken in Dresden stolpert man über Kultur.

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Schau hin!

Ein Rundgang über die OSTRALE-Biennale 2017 macht Lust auf Entdeckungen

Je schwieriger die Weltlage, desto besser die Kunst. Was dieser Spruch vielleicht ein wenig platt umschreibt, wird auf der OSTRALE in Dresden deutlich sichtbar. Die 11. Ausstellung für zeitgenösse Kunst steht unter dem Motto „re-form“ und ist eine der stärksten der vergangenen Jahre. Wer noch nicht da war, sollte sich die Ostrale also bis 1. Oktober unbedingt ansehen – und das nicht nur weil sie ab sofort als „OSTRALE-Biennale“ nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird.

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Von der Verschwendung der Körper …

Ein Rundgang durch die Diplomausstellung der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Hell glänzt die Zitronenpresse auf dem Dach der Hochschule für Bildende Künste in der Sonne. Der Engel auf der Spitze reckt keck seine Flügel gen Himmel. Er zieht die Blicke der Vorübergehenden auf sich – und lädt von Oben dazu ein, das Gebäude unter der markanten Kuppel zu betreten: Denn im Oktogon der Kunstakademie kann man bis zum 3. September in der diesjährigen Diplomausstellung einen Blick auf die Kunst von morgen erhaschen.

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