Tamino als Glücksbringer

Zauberflöte_HagenKönig

Manuel Günther singt als Gasttenor in Mozarts „Zauberflöte“ an der Felsenbühne Rathen

Es gibt Musikwerke, die begleiten einen ein Leben lang, so als wären sie vertraute Freunde, die man immer wieder neu kennenlernt. Mozarts „Zauberflöte“ gehört in unserem Kulturkreis zweifelsohne für viele Menschen zu diesen Werken – und hat auch dem Tenor Manuel Günther immer wieder Glück gebracht. Derzeit singt der 30-Jährige in Jan Michael Horstmanns Neuinszenierung der Oper für die Felsenbühne Rathen (Foto: PR/Hagen König) die Partie des Tamino. Wie oft er den empfindsamen Prinzen schon darstellen durfte, kann er selbst kaum sagen: „Fünf- oder sechsmal auf jeden Fall“, schätzt der Sänger.

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Medien und Gesellschaft als Fehlersystem

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Oft tot geglaubt, doch immer besser: die OSTRALE feiert ihre 10. Ausgabe

Sie ist aus dem Kulturkalender der Stadt Dresden nicht mehr wegzudenken: Die OSTRALE bringt seit zehn Jahren moderne Kunst mit internationalem Anspruch nach Dresden. Immer im Sommer verwandelt sie die charmante Industriebautenatmosphäre der alten Erlwein-Futterställe im Ostragehege in eine bunte Ausstellungslandschaft, verleiht dem schäbigen Charme dieser Räume kreatives Leben und tritt so auch mutig in die riesigen Fußstapfen renommierter Vorbilder in aller Welt.

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Computerwelt trifft auf reale Form

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Künstlerin Ella Goerner malt digitale Bilder und betrachtet unsere Wahrnehmung von Natürlichkeit

Große Blumen, Mineralien, abstrakte Farbschnörkel in einem Raum, in Ella Goerners Bildern dreht die Phantasie auf farbigen Schienen Loopings. Die digitalen Malereien der 27-jährigen Künstlerin ziehen mit ihrer hellen, positiven Grundstimmung sofort die Blicke der Betrachter auf sich und lassen in ihrer collagenhaften Gegenständlichkeit die Gedanken kreisen. Read more

Der einsame Schnösel aus der Stadt

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Tschaikowskis „Eugen Onegin“ beschließt die Saison an der Semperoper Dresden

Er ist der Macho, der Unnahbare, der sich allen gesellschaftlichen Regeln widersetzt. Ein Mann, der sich in Rebellion flüchtet, unfähig, etwas anderes als sich selbst zu sehen. Am Ende jedoch wird „Eugen Onegin“ (1878) in Piotr Iljitsch Tschaikowskis Lyrischen Szenen nach einem Roman von Alexander Puschkin dann doch noch ganz weich – und kämpft. Er kämpft um Tatjana, eine Frau, die ebenso wie er am Rande einer Gesellschaft steht, in der Gewohnheit als Ersatz für Glück gilt – und er verliert. Was für ein Stoff und was für Musik, die Tschaikowski geschrieben hat, um Angst, Liebe, Sehnsucht und Hass vor der Folie einer öden Epoche ohne Heroen in poetische Klänge zu gießen. Kein Wunder, dass dieses eigentlich unspektakuläre und doch so berührende Werk zu den Schlagern der Operngeschichte zählt. Die Semperoper Dresden (Fotos: PR/Jochen Quast) hätte jedenfalls kein besseres finden können, um die diesjährige Saison zu beschließen.

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Schwere Zeiten – für Bürger und Kabarettisten

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ManFred Breschke und Philipp Schaller im flotten Schlagabtausch

Die Zeiten sind schwierig geworden. Das englische Volk wählt Europa ab, das Deutsche wählt die AfD – und das auch noch in zweistelligen Prozentziffern. Das stellt selbst gestandene Kabarettisten wie Manfred Breschke vor hehre Herausforderungen. „Sollen wir nach einem Wahlergebnis wie dem der AfD etwa auch so weiter machen wie bisher?“, fragt er in seinem neuen Programm „Wir werden’s euch besorgen“ zusammen mit Philipp Schaller.

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Kino unterm Sternenzelt

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Unsere Sommerkino-Tipps für Dresden

An Sommerkinos wird die Kunst- und Kulturstadt Dresden von Jahr zu Jahr etwas ärmer. Klar, diese Woche eröffnen wieder die Filmnächte am Elbufer mit ihrer Rekordleinwand vor der schönsten Kulisse Deutschlands. Doch die kleinen, feinen Angebote in lauschigen Hinterhöfen muss man mittlerweile schon mit der Lupe suchen. So ist nach 21 Jahren Schluss mit dem Cinema Paradiso in der Zschoner Mühle, weil es die Filme inzwischen nur noch in Digitaltechnik gibt. Wir haben dennoch fleißig recherchiert und hier unsere diesjährigen Tipps für Sommerkino in Dresden zusammengestellt.

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Englischer Spuk trotz Brexit

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Schüler zeigen Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“ als humorvolle Adaption iM Schlosspark AltroSsthal

Es ist schon eine schöne Tradition geworden: Am Wochenende vor den großen Ferien ist Theaterzeit im Schlosspark Altroßthal. Dieses Mal lässt Regisseur Toni Burghard Friedrich hier mit der Theater AG des Beruflichen Schulzentrums für Agrarwirtschaft und Ernährung Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“ in der Dämmerung spuken – und haucht der gruseligen Geschichte des Iren eine gehörige Portion Humor ein.

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Schauriger Spuk im Schlosspark

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Die Schüler des BSZ Agrarwirtschaft und Ernährung laden zum Sommertheater ein

Sägen und Hammerschläge tönen dumpf durch den Schlosspark in Altroßthal. In diesem idyllischen Grün, das kaum ein Dresdner wirklich kennt, entsteht gerade ein schauriges Bühnenbild. Der legendäre Blutfleck ist zwar noch nicht zu sehen, doch ab Donnerstag (23.6.) wird hier vier Abende lang das „Gespenst von Canterville“ nach Oscar Wilde über die Bühne spuken.

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Verträumte Virtuosität unter freiem Himmel

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„Klassik picknickt“ mit der Staatskapelle vor Der Gläsernen Manufaktur

Die Wettergötter scheinen große Musikfreunde zu sein. Denn pünktlich zum Start des diesjährigen „Klassik picknickt“, der Sächsischen Staatskapelle Dresden vor der Gläsernen Manufaktur von VW am Sonnabend (18.6.) hatten sich die dicken Wolken verzogen. Die Sonne schien freundlich auf das Areal, hatte Wiesen und Jacken getrocknet – und so konnten die rund 3500 Picknickgäste getrost ihre Körbe auspacken und genießen.

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Frauenheld im Fegefeuer

Don Giovanni. Autor / Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart. Musikal. Ltg.: Omer Meir Wellber. Insz.: Andreas Kriegenburg. Buehne: Harald Thor. Kostueme: Tanja Hofmann. Chor: Joern Hinnerk Andresen. Ort: Semperoper Dresden. Premiere: 12. Juni 2016. Copyright: david baltzer / bildbuehne.de. SaengerInnen: Lucas Meachem / Don Giovanni, Aga Mikolaj / Donna Elvira und Guido Loconsolo / Leporello u.a..

Andreas Kriegenburg inszeniert Mozarts „Don Giovanni“ an der Semperoper Dresden

Ein Penthouse in New York, halbnackte Frauen liegen überall im Wohnzimmer, in ihrer Mitte: der Verführer und Lebemann Don Giovanni. Er wechselt die Liebhaberinnen öfter als die Unterhosen, kennt keine Skrupel, stellt die Beziehungen der anderen auf unerbittliche Proben – und keine Dame ist vor ihm sicher. „Don Giovanni“ (Fotos: PR/David Baltzer) ist ohne Zweifel die radikalste, auch brutalste Figur, die Mozart in den drei gemeinsamen Opern mit seinem Librettisten Lorenzo da Ponte auf die Bühne brachte. Nach „Cosi fan tutte“ und „Le nozze di Figaro“ beschließt das Stück aus dem Jahr 1787 nun in einer stimmigen Inszenierung von Andreas Kriegenburg den neuen Da-Ponte-Zyklus an der Semperoper Dresden.

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