„Die Zukunft ist farbenprächtig!“

Interview mit dem Dresdner Künstler Benjamin Hummitzsch

Seine Bilder zeigen oft menschliche Körper in bunten Farben und Schattierungen. Blutgefäße, Zellen und Nervenbahnen vereinen sich in seiner Malerei zu phantasievollen Mustern. Der Künstler Benjamin Hummitzsch ist 1986 in Berlin-Pankow geboren und hat gerade sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste abgeschlossen. Im elbmargarita-Interview erzählt er, was ihn derzeit umtreibt.

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Bach als Sieger ohne Duell

Herbstauslese: Ralf Günthers neue Novelle „Als Bach nach Dresden kam“

Zugegeben: Der Name Johann Sebastian Bachs ist eher mit Leipzig, denn mit Dresden verbunden. Dass er dennoch auch das Dresdner Musikleben prägte, steht außer Frage. Der Autor Ralf Günther erinnert mit seinem neuen Buch „Als Bach nach Dresden kam“ nun an ein Gastspiel des großen Komponisten in der Residenzstadt, das beinahe vergessen schien.

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Die Faszination eines Lebensgefühls

„Babylon Berlin“ verfolgt uns bis nach Dresden

Bei Tageslicht ist es bloß ein Sexshop an der Ecke Robert-Blum-/Antonstraße in Dresden. Doch in der Dunkelheit eines frühen Herbstabends spiegeln die beleuchteten, halbrunden Fenster des alten Gebäudes mit einem Mal die schwungvolle Zeit der 1920er Jahre wider. Bislang war mir die faszinierende Architektur, die hier unter hohen Neubauten wie geduckt verborgen liegt, nie aufgefallen. Ein Sexshop halt. Doch in dieser Nacht erinnern die Lichter dahinter tatsächlich verblüffend an das verheißungsvolle Vergnügen in der Serie „Babylon Berlin“ und die fiktive Serienwelt scheint in der Dresdner Realität angekommen.

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Blick nach Innen für den Blick nach Außen

Schimmel Projects ist ein Schaufenster für junge, experimentelle Kunst aus ganz Europa

Auf den ersten Blick wirken die Schaufenster in der Großenhainer Straße 61 bis 63 unscheinbar. Wer im Vorbeigehen etwas länger hineinschaut, dem offenbart sich dahinter jedoch ein Raum, der die Kunststadt Dresden seit einem Jahr um eine neue Facette bereichert. Schimmel Projects – Art Centre nennt sich das Projekt, mit dem drei Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in dem kleinen OFF-Space monatlich einem jungen Künstler aus Europa die Möglichkeit für eine Ausstellung bieten.

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Premiere im Doppelpack

Die Staatsoperette Dresden startet mit zwei humorvollen Einaktern in die neue Saison

Kurze, amüsante Formate sind nicht bloß im TV ein beliebtes Genre. Die Staatsoperette Dresden zeigt Franz von Suppés Operette „Die schöne Galathée“ und Giacomo Puccinis bitter ironischen Opernspaß „Gianni Schicchi“ in einem unterhaltsamen Doppelabend. Das scheint gewagt. Ist doch das einzige, was diese beiden Einakter auf den ersten Blick gemeinsam haben, ein guter Plan des Protagonisten, der am Ende außer Kontrolle gerät. In der Regie von Axel Köhler und mit den Bühnenbildern von Arne Walther fügt sich dies jedoch zum runden Musiktheatererlebnis (Fotos: Kai-Uwe Schulte-Bunert).

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Kammermusik-Auftakt im Kronensaal

Danae Dörken und Benjamin Beilman eröffnen die Saison der Meisterkonzerte auf Schloss Albrechtsberg

Die junge Pianistin Danae Dörken (Foto: Martin Teschner) kennt Dresden gut. Zweimal war sie Teil der „Bohème 2020“ bei den Dresdner Musikfestspielen und hat seit ihrem ersten Gastspiel in der Künstlergruppe im Jahr 2016 eine beachtliche Karriere hingelegt. Längst gastiert die 27-jährige deutsch-griechische Künstlerin auf den großen Bühnen der Welt, gab in der vergangenen Saison ihr Debüt in der Tonhalle Zürich, im Palais des Beaux-Arts Brüssel Bozar, beim Festival Piano aux Jacobins in Toulouse und dem PianoEspoo Festival in Finnland.

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Sehnsucht nach Afrika

Helga Werner erzählt mit „Die letzte Safari“ in der Kulturkulisse aus dem Leben von Karen Blixen

Wer den Film „Jenseits von Afrika“ kennt, dem wird der Name der dänischen Autorin Karen Blixen oder zumindest ihr Pseudonym Tania Blixen ein Begriff sein. Die Literatin ist auch die Hauptfigur in Katrin Ammons Theatermonolog „Die letzte Safari“, der jüngst in der Kulturkulisse in Dresden-Plauen seine Uraufführung feierte.

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Sven Helbig elektrisiert im Kleinen Haus

Der Dresdner Komponist gibt ein Heimspiel mit seinem Forrklang Quartett

Egal ob New York oder Eisenhüttenstadt – der Dresdner Komponist Sven Helbig (Foto: PR/Claudia Weingart) versteht es, Stimmungen und Charaktere in Klang zu verwandeln. Bei seinem Konzert am Dienstag (16.10.) im Kleinen Haus entführte Helbig mit seinem Forrklang Quartett in eine faszinierende Welt aus elektronischen Sounds und klassischer Musik. Was hier zunächst mit einem elektronischen Paukenschlag beginnt, mündet wenig später in eine verträumte Klaviermelodie, deren Akkorde Helbig an Computer, Keyboard und Schlagzeug wiederum stilsicher auffängt und weiterentwickelt.

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Herbstfarben

Ein Spaziergang durch Moritzburg

Hand in Hand gingen sie den staubigen Weg hinter zum Fasanenschlösschen. Von den Ästen der Bäume plumpsten reife Eicheln in den Sand und der Herbstwind fuhr ihnen mit seltsamer Milde durch die Haare. Sie sprachen kein Wort. Atmeten tief ein und aus und genossen die Ruhe der Natur.

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Oper als Kür

Lehramtsstudenten der Musikhochschule zeigen Kurt Schwaens Oper „Leonce und Lena“

Werke des Komponisten Kurt Schwaen (1909–2007) sind äußerst selten auf den Programmzetteln in Dresden zu finden. Mit Schwaens Kammeroper „Leonce und Lena“ nach dem Lustspiel von Georg Büchner bringen die Lehramtsstudenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) daher diesmal eine kleine Rarität auf die Bühne (Fotos: Katharina Quandt) des Labortheaters.

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