Lebendige Tiefe

Herbstmusik (2): Clemens Poetzsch spielt Sven Helbig „Redux“

Ein einsames Klavier, ein geheimnisvolles Knistern, sanfte Melancholie. Der Dresdner Pianist Clemens Christian Poetzsch hat sich auf seinem Album „Redux“ mit seinem langjährigen Kollegen Sven Helbig wiedervereint. Die erste Begegnung der beiden in Dresden liegt schon einige Jahre zurück, manche werden sie von gemeinsamen Sessions im Bluenote sicher noch kennen. Nun hat Clemens Christian Poetzsch erstmals Klavierkompositionen von Sven Helbig eingespielt und eine Liveaufnahme dieser Stücke veröffentlicht, die bei einem Konzert mit Sven Helbig entstand.

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November in Pillnitz

Ein Herbstspaziergang durch den Schlosspark

Nein, sie sind noch nicht gefallen, die bunten Blätter. Nicht alle. In Pillnitz malen sie den Schlosspark bunt, während die Sonne keck durch die ersten kahlen Baumwipfel hindurchblinzelt.

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Premierenfieber ohne Liveorchester

Peter Kube inszeniert Cole Porters „Kiss Me Kate“ an den Landesbühnen Sachsen

Kurz bevor sich der Vorhang für mindestens weitere vier Wochen schließt, geben die Landesbühnen Sachsen mit der Premiere von Cole Porters Musicalschlager „Kiss me Kate“ (Foto: Sylvio Dittrich) noch einmal richtig Gas. Freilich sind unter Einhaltung aller gebotenen Hygieneregeln weder leidenschaftliche Bühnenküsse noch Umarmungen erlaubt. Dafür hat sich Regisseur Peter Kube jedoch allerhand raffinierte Kniffe einfallen lassen, um das turbulente Stück nach dem Buch von Samuel und Bella Spewack dennoch auf die Bühne zu bringen. Seine Inszenierung setzt vor allem auf Humor – lachen ist bekanntlich gesund. Und so bezieht Kube jene Herausforderungen, die Corona für den Theaterbetrieb nun eben mit sich bringt, nahezu schonungslos ins Spiel im Spiel mit ein.

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Im Bann der Alten Meister

Ein (persönlicher) Rundgang durch die neue Gemäldegalerie

Was gibt es Schöneres, als an einem kühlen Herbstnachmittag durch die Dresdner Gemäldegalerie zu wandeln? Im Februar 2020 nach siebenjähriger Teilschließung festlich wiedereröffnet, mussten die Gemälde und Skulpturen dank Corona lange auf unseren Besuch warten. Umso inspirierender wirkt nun der Rundgang durch die wohl bekannten Säle, der Blick auf Lieblingswerke und das Entdecken neuer Details.

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Gänsehautmomente mit Orchester

Herbstmusik (1): Miss Rockester „Dieser Moment“

Ja, es gibt diese Momente im Leben, die man am liebsten festhalten und für immer bewahren möchte. Manche davon landen in Fotoalben und Tagebüchern, andere werden zu Liedern – oder gar zu ganzen Songalben wie bei Miss Rockester (Foto: Robert Jentzsch). Die Dresdner Singer-/Songwriterin Silvana Mehnert hat auf ihrer dritten Solo-CD „Dieser Moment“ eine ganze Reihe besonderer Augenblicke zu Klang werden lassen und sich einen lang gehegten Kindheitstraum erfüllt. Erstmals erklingen ihre Songs nicht nur begleitet von der Miss Rockester Band aus Thomas Hübel (Gitarre), Benni Cellini (Cello), Stephan Salewski (Percussion) und Adrian Kehlbacher (Bass), sondern im satten Orchestersound der Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Tobias Engeli.

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Shakespeare, wo bist du?

„Searching for Macbeth“ am Staatsschauspiel Dresden – eine Sonntagskritik aus dem zweiten Rang

Was für ein Jahr! Haben wir im Januar noch sorglos über manche Inszenierung am Staatsschauspiel hingewettert, dürstet es einen nun nach jedem Theatervorhang, der sich tapfer auch vor weniger als einem halbvollen Saal hebt. War „Abgesagt!“ das Schlagwort im März, lernt das sonst rege Dresdner Kulturleben seit dem Spätsommer allmählich wieder laufen. Von der Absagewelle erfasst wurde auch die Premiere der schon als neues „Kultstück“ gehandelten „Macbeth“-Inszenierung von Christian Friedel, der hier nicht nur als Regisseur, sondern auch in der Hauptrolle und als Frontmann seiner Band „Woods of Birnam“ (Foto: Sebastian Hoppe) das Zepter führen sollte.

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Dresden 30 Jahre nach der Wiedervereinigung

Stumme Zeitzeugen: Stadtimpressionen von 1999 bis heute

Die Erinnerung ist ein Zauberkünstler. Ruinen malt sie als bunte Schlösser, verdorrtes Gras gedeiht in der Rückschau allzu schnell zu den dieser Tage viel zitierten „blühenden Landschaften“. Während die Bundesregierung 30 Jahre Wiedervereinigung feiert und sich zahlreiche TV-Dokumentationen an der wahren Einheit der Deutschen abarbeiten, haben wir alte Fotoalben gewälzt, in denen sich seit 1999 ein paar interessante Stadtansichten von Dresden gesammelt haben. Schaut selbst!

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Happy End in Hollywood

Die Staatsoperette zeigt mit Paul Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“ ein humorvolles Spiel mit dem Spiel am Rande der Zeiten

Maskenball im Foyer, auf der Bühne das „Märchen im Grand-Hotel“: An der Staatsoperette Dresden geht es schwungvoll in die neue Saison. Als Auftaktpremiere steht mit der Lustspieloperette von Paul Abrahams (Foto: Pawel Sosnowski) nach dem Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda ein Stück auf dem Programm, das den Sound Berlins der späten 1920er Jahre mit Hollywoodsehnsucht verbindet.

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Zwischen den Zeilen …

Herbstauslese Spezial: Die elbmargarita-Lesetipps für den Herbst 2020

Das erste verregnete Wochenende hat Dresden erreicht. Hinter den Fenstern gehen die Lichter an, drinnen zieht die Gemütlichkeit ein. Herbstzeit ist auch Lesezeit, die beste Gelegenheit, sich auf die Couch zu kuscheln und bei einer Tasse Tee und Kerzenschein in fremde Welten abzutauchen. Es muss nicht immer ein moderner Bestseller sein! Ich habe für euch meine ganz persönlichen Lesetipps aus dem heimischen Bücherregal herausgesucht:

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