Ungeschliffene Diamanten tanzen in der Manufaktur

Fahrzeugturm VW Judith Michael

Die Künstlerin Judith Michael verwandelt den Fahrzeugturm der Gläsernen VW-Manufaktur derzeit in einen bunten Diamanten.

 

Projekt „Bohème 2020“ nimmt Gestalt an

Auf der Orangerie der Gläsernen Manufaktur in Dresden stehen acht junge Leute beflissen flüsternd im Kreis, bevor sie im sachten Gleichschritt über das helle Parkett tanzen. Hier wird ein künstlerischer Freiraum mit jugendlicher Kreativität gefüllt. Geschaffen hat ihn Musikfestspielintendant Jan Vogler, der im Rahmen der diesjährigen Festspiele auch das Projekt „Bohème 2020“ ins Leben rief. Acht Nachwuchskünstler aus sieben Ländern sollen bei diesem genreübergreifenden Projekt nun zeigen, wie die „Goldenen Zwanziger“ des 21. Jahrhunderts vielleicht schillern könnten.

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Musik, weil sie Freude macht

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The Philharmonics begeisterten in der Semperoper.

 

The Philharmonics & Hampson grooven die Semperoper

Das war ein Spaß! Während sich draußen unter grauem Himmelfahrtshimmel Herbststimmung breit machte, heizten The Philharmonics (Foto: PR/ Claudie Prieler) bei ihrem Matineekonzert in der Semperoper Dresden am Vormittag (29.5.) richtig ein. Als Gast hatte das aus Wiener und Berliner Philharmonikern zusammengewürfelte Spitzenensemble sich für die Dresdner Musikfestspiele den renommierten Sänger Thomas Hampson dazugeholt.

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Experimente mit Kunst und Wissenschaft

Musikalische Hochspannung TU Dresden

Boheme-Künstler sorgen für musikalische Hochspannung an der TU Dresden.

 

 

Musikfestspiele in der Hochspannungshalle der TU

Die Chemie hat sofort gestimmt, sagt Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden (TUD). Ihm und Jan Vogler, dem Intendanten der Dresdner Musikfestspiele, sei schon nach dem zweiten Glas Wein klar gewesen, dass sie etwas zusammen machen wollen. Das erste Ergebnis dieser neuen Kooperation, die in Dresden nun exzellente Wissenschaft mit hochwertigen Konzerten verbinden soll, war gestern (26.5.) unter dem Titel „Musikalische Hochspannung“ auf dem Campus zu erleben – und ebenso experimentell wie faszinierend anzuhören und -schauen.

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Fulminanter Start mit Wagner und Strauss

Musikfestspiel-Auftakt mit der Staatskapelle Berlin

Die Dresdner Musikfestspiele 2014 sind eröffnet. Zum Auftakt gab die Staatskapelle Berlin (Foto: PR/Holger Kettner) am Freitagabend (23.5.) ein furioses Konzert in Semperoper. Auf dem Programm zum Start für den 37. Festspieljahrgang standen, noch fern vom diesjährigen Motto „Goldene Zwanziger“, zunächst drei wegweisende Werke der beiden just jubilierenden Stadtkinder, Richard Wagner (1813-1883) und Richard Strauss (1864-1949).

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Wie die Faust aufs Auge …

Ich armer Tor, Staatsschauspiel Dresden
Männer in der Midlifecrisis oder arme Toren an der Bürgerbühne in Dresden …

Eindrücke Bürgerbühnenfestival vom 18. Mai

Wenn ich mich umsehe, dann ist der kleine Zuschauerraum prall gefüllt. Ein ganz unterschiedliches, aus allen Generationen und jeder Herkunft stammendes Publikum richtet immer gespannter seinen Blick auf die Bühne (Bernhard Siegl). Auch ich schaue sie mir neugierig an. Wüsste ich es nicht besser, würde ich glauben, ich stehe im Kaufhaus vor den Umkleidekabinen. Sieben an der Zahl, auf einem kleinen Podest aufgestellt, über ihnen schmale Täfelchen. Und das soll etwas mit Goethes Allzeitmeisterwerk „Faust“ zu tun haben?

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Wie manche sich aufführen

Bürgerbühne veranstaltet deutsch-europäisches Theatertreffen

Dass die Sachsen ein schlaues Völkchen sind, ist wohl schon hinlänglich bekannt. Hier wurde Porzellan, das Odol-Mundwasser, die erste Spiegelreflexkamera und natürlich auch die Filterkaffeetüte erfunden. Mit 9,8 Patentanmeldungen je 100.000 Dresdner belegt die Stadt den ersten Rang in der Patentdichte der zehn deutschen Metropolengegenden. Kein Wunder also, dass auch im Bereich der Künstler und Kreativlinge die Dresdner mal wieder die Nase vorn hatten. Denn als erstes Theater in Deutschland überhaupt gründete das Staatsschauspiel Dresden in der Spielzeit 2009/2010 eine sogenannte Bürgerbühne, auf welcher sich Laien unter professioneller Anleitung auf den Brettern, die die Welt bedeuten ausprobieren können.

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Farbenfrohes Opernkunstwerk

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Studenten singen Händels „Xerxes“ am Kleinen Haus

Georg Friedrich Händels „Xerxes“ (1738) ist ein alter Schinken der Operngeschichte. Das Stück kann keinem Genre eindeutig zugeordnet werden, schwebt irgendwo zwischen Barock und Rokoko. Die Oper handelt von dem persischen König Xerxes, der sich – so überliefert es schon Herodot – einst in die Geliebte seines Bruders verliebte. Doch bei Händel geht es weniger um den historischen Helden als vielmehr um einen König, der seinen Machtanspruch auch unabdingbar auf die Frau seines Begehrens anwenden will.

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Frischer Wind für Hochschuloper

Jasmin Solfaghari, Opernregisseurin

Jasmin Solfaghari, Opernregisseurin

Jasmin Solfaghari inszeniert „Xerxes“ am Kleinen Haus

Als sie zum ersten Mal in Dresden gearbeitet hat, wehten in der Stadt noch rote Fahnen. „Das war im Oktober 1989 und ich habe für die Fidelio-Inszenierung an der Semperoper damals die Regieassistenz gemacht“, erinnert sich Jasmin Solfaghari (Foto: PR/Cathleen Herwarth). Inzwischen arbeitet die 50-Jährige als freie Regisseurin in ganz Deutschland, hat an der Staatsoperette Dresden „Hänsel und Gretel“ (2005), „Pariser Leben“ (2012) und „Eine Nacht in Venedig“ (2013) inszeniert.

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Zerlegen und Zusammenfügen als Kunstprinzip

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„Dresdner Anatomie“-Splitter II.

Still schlendern die Besucher durch die Ausstellung „geradezu momentan“ im Oktogon am Georg-Treu-Platz. Sie zeigt Exponate aus 250 Jahren Dresdner Kunstakademie. Dann tönt eine Trompete behutsam durch das alte Gemäuer. Eine Sängerin wälzt sich verzweifelt suchend in einem Türrahmen. Sie skaliert zischende englische Vokale, bevor ein zarter, hoher Gesang erschallt.

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Zeit und Raum auf dem Seziertisch der Kunst

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„Dresdner Anatomie“-Splitter I.

Eine Flasche voll Zeit in einem Raum voller Geschichte – und voller Geschichten, die er erzählen könnte, würde ihm nur jemand zuhören. Doch der L-förmige Flur der Hochschule für Bildende Künste in der Güntzstraße 34, den Susanne Hardt, Katharina Kreßler und Lukas Pohlmann in ihrer Raummodulation +/- 107 in den Fokus rücken, ist heute nicht mehr als ein Durchgang.

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