Jahrmarkt der Sinne im Märchenland

Die 9. Dresdner Schlössernacht entführt ins Reich der Phantasie, auch bei Regen …

Feuerfarben strahlt das Kostüm des schönen Stelzenvogels. Den langjährigen Besuchern der Dresdner Schlössernacht wohl bekannt, grüßt er die Ankömmlinge mit wehenden Schwingen am Tor zum Schloss Albrechtsberg. Willkommen in der Märchenwelt, die Mirco Meinel und sein „First Class Concept“ bereits zum 9. Mal am Elbhang heraufbeschwören.

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Zurück nach Dresden!

Warum Dresdner gern in die Ferne schweifen, aber selten für immer wegbleiben – ein Essay

Ein Dresdner will zurück nach Dresden. Ich musste schmunzeln, als ich diesen Satz neulich aus dem Mund einer Kölnerin hörte, die ihrem Mann (Dresdner) zuliebe hierher zog. Es ist die reine Wahrheit. Ich bin auch Dresdnerin – und lebte über vier Jahre in Fernbeziehung. Mein Mann war damals in Norwegen. Er war glücklich dort. Doch ich konnte mich nicht entschließen, zu ihm zu ziehen. Auswandern, das kam für mich gar nicht infrage.

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Dialoge zwischen Herz und Verstand

Hörtipp des Monats: Mirjana Rajić – Beethoven, Liszt, Prokofjew

Das ist Klaviermusik zum Träumen: Die Pianistin Mirjana Rajić setzt Werke von Beethoven, Liszt und Prokofjew auf ihrer CD in einen spannungsvollen Dialog. Entstanden ist die Aufnahme zum Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, wo die serbische Pianistin heute als Lehrkraft arbeitet. Das Programm ihrer Einspielung ist so ungewöhnlich wie persönlich, emotional und kontrastreich, hat sie es doch nicht zuletzt ihren Lehrern gewidmet und drei Kompositionen ausgewählt, mit denen sie ihren künstlerischen Werdegang auch individuell nachzeichnet.

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Im Viertel der Dichter und Denker

Dresdner Stadtspaziergänge: Loschwitz

Loschwitz, das idyllische Viertel im Dresdner Osten, kann viele Geschichten erzählen. Hier lebte einst Friedrich Schiller, lange bevor Uwe Tellkamp in seinen Roman „Der Turm“ dem Stadtteil märchenhafte Mythen auf den Leib schrieb. Das ist kein Wunder: Denn ein Spaziergang durch Loschwitz kann der Phantasie Flügel verleihen.

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Von Hochkultur bis Sommerschnulze …

Unser Monatsrückblick auf Juni 2017:

Er ist auf vielen Blogs schon Standard und soll auch hier bald dazugehören: Der ganz persönliche Monatsrückblick. Wir fangen in der Mitte des Jahres 2017 an – und natürlich dreht sich die Rückschau in allererster Linie um die Kultur in Dresden (und anderswo).

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Poesie zwischen Klassik und Weltmusik

Der Bassist Michael Burkhardt spielt seit zehn Jahren bei der Band CAMiNHO – diesmal auf der Schlössernacht

Der große Kontrabass von Michael Burkhardt scheint auf der sonnenbeschienenen Dachterrasse des Lingnerschlosses fast ein bisschen zu schwitzen. Zum Glück kann er ihn zur 9. Dresdner Schlössernacht am 15. Juli mit der Band CAMiNHO auf der schattigen Nordseite von Schloss Albrechtsberg zum Klingen bringen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Dresdner Band um den Sänger Alejandro León Pellegrin bei dem märchenhaften Spektakel auf den drei Elbschlössern (Foto: Kathlen Jentsch) zu hören ist.

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Auf geht’s ins Sommerkino!

Drei Tipps für lauschige Kinoabende unter freiem Himmel in Dresden

Die Sommerferien haben in Sachsen begonnen. Die Zeit ist reif laue Sommerkinoabende unterm Sternenzelt. So richtig viel Auswahl für Open-Air-Kino gibt es in Dresden zwar nicht mehr, wir haben uns dennoch – wie jedes Jahr – auf die Suche begeben und einen Überblick erstellt:

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Stille Oase mitten in der Innenstadt

Lieblingsorte in Dresden: Der Brühlsche Garten

Dresden ist eine lebenswerte Stadt zum Wohlfühlen, in der man manchmal nur die richtigen Orte fernab des Touristentrubels entdecken muss. In unserer Serie „Lieblingsorte“ stellen wir in loser Folge solche Plätze vor. Heute erkunden wir den Brühlschen Garten:

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Tanz zwischen Verführung und Verhängnis

Die Staatsoperette zeigt Piazzollas „María de Buenos Aires“ als sinnliche Tangorevue

Wer die Bühne im Kraftwerk Mitte erfolgreich bespielen will, braucht vor allem gute Ideen. Dass es der Staatsoperette daran nicht mangelt, zeigt deren neueste Produktion, Astor Piazzollas Tango-Operita „María de Buenos Aires“: Die Zuschauer dürfen hier direkt auf der Bühne (Fotos: PR/Kai-Uwe Schulte Bunert) Platz nehmen. Rings um die Drehkonstruktion sind kleine Tische, Stuhlreihen, das Orchester und sogar eine Bar angeordnet wie in einem argentinischen Tango-Club im Herzen von Buenos Aires.

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„Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind …“

Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“ an der Semperoper Dresden

Erinnerungen können teuflisch sein. Mieczysław Weinberg (1919–1996) zeigt das in seiner Oper „Die Passagierin“ (1968) vielleicht so eindrücklich wie vor ihm niemand auf der Opernbühne. Es geht um den Holocaust. Und auch wenn wir vielleicht glauben möchten, dass das Thema längst aufgearbeitet ist, führt uns das Stück (Fotos: PR/Jochen Quast) nur umso packender vor Augen, dass es gar keine andere Chance gibt, mit diesem Schrecken fertig zu werden, als sich immer wieder daran zu erinnern.

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