Wilde Esel und blumige Landmädchen

Lortzings „Der Wildschütz“ an der Semperoper

Der Auftakt ist gespielt. Mit der Premiere von Albert Lortzings „Der Wildschütz“ ist die Semperoper in die neue Saison gestartet. Ein komisches Stück aus der Zeit der Spätromantik, nicht unbedingt typisch für den Dresdner Spielplan – und doch, man kann das mal machen. In Zeiten, in denen die Welt gerade aus den Fugen zu geraten scheint, in denen immer montags vor der Oper Demonstranten spazieren gehen und im Foyer heiße Diskussionen zur allgemeinen Gesellschaftslage angezettelt werden, da passt dieser „Wildschütz“ vielleicht sogar viel besser, als man auf Anhieb meint. Weiterlesen

Das schöne Spiel um Liebe und Macht

„Le nozze die Figaro“ an der Semperoper Dresden

Ein Graf, der die Finger nicht von seinen Bediensteten lassen kann, das Recht der ersten Nacht, und das Aufbegehren des Personals gehen die gräfliche Herrschaft – auf den ersten Blick bietet Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ (1786) nicht viel, was sich fürs Publikum heute noch nachvollziehbar inszenieren ließe. Dabei ist die Oper (Fotos: PR/Matthias Creutziger) so zeitlos wie kaum eine zweite, erzählt sie doch vom Spiel mit der Macht Weiterlesen

Wie kommt der Elefant in die Oper?

Was ein Kinderführer über die Semperoper verrät

Warum hängen in der Semperoper keine Elefanten von der Decke? Weil sie nicht so schön leuchten wie der Kronleuchter im Zuschauersaal, der allerdings mit seinen fünf Metern Höhe, 4,20 Metern Breite und den 1,9 Tonnen Gewicht genauso viel wiegt, wie ein Elefant. Woher wir das wissen? Ganz einfach: Aus einem Buch, das die Dresdner Oper so anschaulich und witzig beschreibt wie keines zuvor – und das sich vor allem an die Kleinen und Kleinsten im Publikum richtet. Weiterlesen

Sinnliche Sehnsucht nach dem Leben

Das schlaue Füchslein an der Semperoper
Vanessa Goikoetxea und Sergej Leiferkus als Füchsin und Förster

Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ an der Semperoper

Der alte Förster steht im Wald. Schnaufend schaut er um sich, die Blätter fallen. Es ist Herbst, in der Natur und in seinem Leben. Da sieht er ein kleines, rotes Füchslein. Agil springt es durch den Wald, schnuppert an Wurzeln und Farnen, huscht durchs Dickicht – und der Förster bekommt Sehnsucht nach der Unbefangenheit der Jugend, die pure Lebendigkeit verheißt. Der Komponist Leoš Janáček (1854–1928) war selbst schon ein alter Mann, als er seine Oper „Das schlaue Füchslein“ nach der Erzählung „Liška Bystrouška“ von Rudolf Těsnohlídik schrieb. Eine Oper, die in vielerlei Hinsicht mit den Konventionen der Gattung bricht – oder zumindest gewaltig mit ihnen spielt. Frank Hilbrich hat das poetische Stück nun an der Semperoper in Dresden neu inszeniert. Weiterlesen

Genie im Schatten von Wagner und Co.

Semperoper ehrt den Dresdner Peter Ronnefeld

Peter Ronnefeld (1935 bis 1965) ist ein Dresdner Musiker und Komponist mit Schattendasein. Kaum jemand kennt seinen Namen. Seine Opern werden selbst in seiner Heimatstadt Dresden heute kaum gespielt. Die Semperoper Dresden wird den Dirigenten und Komponisten zur ersten Premiere der Saison mit seiner Oper „Nachtausgabe“ am kommenden Sonnabend (4.10.) ins Rampenlicht rücken. Doch wer war dieser Ronnefeld eigentlich? Weiterlesen

Musik, weil sie Freude macht

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The Philharmonics begeisterten in der Semperoper.

 

The Philharmonics & Hampson grooven die Semperoper

Das war ein Spaß! Während sich draußen unter grauem Himmelfahrtshimmel Herbststimmung breit machte, heizten The Philharmonics (Foto: PR/ Claudie Prieler) bei ihrem Matineekonzert in der Semperoper Dresden am Vormittag (29.5.) richtig ein. Als Gast hatte das aus Wiener und Berliner Philharmonikern zusammengewürfelte Spitzenensemble sich für die Dresdner Musikfestspiele den renommierten Sänger Thomas Hampson dazugeholt. Weiterlesen

Fulminanter Start mit Wagner und Strauss

Musikfestspiel-Auftakt mit der Staatskapelle Berlin

Die Dresdner Musikfestspiele 2014 sind eröffnet. Zum Auftakt gab die Staatskapelle Berlin (Foto: PR/Holger Kettner) am Freitagabend (23.5.) ein furioses Konzert in Semperoper. Auf dem Programm zum Start für den 37. Festspieljahrgang standen, noch fern vom diesjährigen Motto „Goldene Zwanziger“, zunächst drei wegweisende Werke der beiden just jubilierenden Stadtkinder, Richard Wagner (1813-1883) und Richard Strauss (1864-1949). Weiterlesen

(Un-)Treueprobe mit Happy-End

Mozarts „Così fan tutte“ an der Semperoper

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Così fan tutte“ (1790) ist tausendfach gespielt – und noch immer aktuell. Regisseur Andreas Kriegenburg lässt das beliebte Repertoirestück in seiner Inszenierung an der Semperoper Dresden nun als sinnlichen Maskenball der Gefühle (Foto: PR/Matthias Creutziger) abermals wiederauferstehen. Weiterlesen

Elektrisierende „Elektra“

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Furiose Eröffnung des Strauss-Jahres an der Semperoper

Das Strauss-Jahr ist eröffnet! Mit einer Premiere, die dresdnerischer kaum sein könnte. Einer selten umjubelten Premiere. Richard Strauss’ Oper „Elektra“ auf das Libretto von Hugo von Hofmannsthal feierte anno 1909 in der Semperoper umstrittene Uraufführung und ward nun in der Regie von Barbara Frey an gleicher Stelle zu neuem Leben erweckt. Weiterlesen