Mächtig gewaltig!

„Die Olsenbande“ zaubert beim Theatersommer dänisches Flair in die Bautzner Ortenburg

In vielen Fenstern in der Bautzner Innenstadt sieht man dieser Tage die dänische, statt der deutschen Flagge flattern. Denn zum dritten Mal in Folge kapert die „Olsenbande“ mit einem genialen Coup beim 23. Bautzner Theatersommer die Bühne im Hof der Ortenburg. Lutz Hillmanns Adaptionen aus bewährten wie beliebten Filmszenen sind am Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen seit beinahe 20 Jahren Kult. Die Erfolgsgeschichte soll bis 22. Juli mit dem Stück „Die Olsenbande hebt ab“ (Fotos: Uwe Soeder) zumindest unter freiem Himmel ihr Finale feiern – und wäre beinahe vorfristig zu Ende gegangen.

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Zwei Seiten einer Medaille

Ein Essay über die ewige Rivalität der Städte Dresden und Leipzig

Dresden oder Leipzig? Wer ist besser? Die beiden Städte verbindet eine Jahrhunderte lange Rivalität. Das ist fast wie mit dem Karneval in Köln und Düsseldorf – nur, dass Fasching in Sachsen das ganze Jahr über ist. Auf der einen Seite die gestrige Residenz an der Elbe: Dresden, die Schöne mit den Schätzen, den Kunstsammlungen, der Musik, den barocken Fassaden. Im Kontrast dazu Leipzig: Die Stadt an der Pleiße, moderne Messestadt mit süßen Gässchen im Zentrum, dafür ohne Umland, mit tollen Kneipen, einer regen Bloggerszene, der Nikolaikirche und dem Gewandhaus.

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Die Rebellin vom Dresdner Hof

Eine Ausstellung in Pillnitz widmet sich 70 Jahre nach ihrem Tod der Luise von Toscana

Der Luisenhof auf dem Weißen Hirsch oder das Café Toscana erinnern noch immer an sie – und doch scheint Luise von Toscana (1870 –1947) sonst kaum mehr präsent in Dresden. Viele Bücher sind über die einstige Kronprinzessin von Sachsen geschrieben worden. Unzählige Zeitungsartikel füllten die Blätter in ganz Europa mit dem Skandal, den sie im Jahr 1902 verzapfte, als sie mit ihrem Liebhaber André Giron kurzerhand in die Schweiz floh, auf gesellschaftliches Ansehen pfiff – und ihren Ehemann, den Thronfolger Prinz Friedrich August von Sachsen mit fünf Kindern sitzen ließ. Die Sonderausstellung „Skandal bei Hofe“ auf Schloss Pillnitz zeigt noch bis 5. November das Leben einer faszinierenden Frau, deren Freigeist wohl zu modern für die Dresdner Verhältnisse war.

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Hochwasser auch in Dresden

Filmnächte am Elbufer ohne Leinwand

Die Hochwasserkatastrophe in Sachsen verschont auch die Landeshauptstadt nicht. Am Sonntag (8.8.) wurde für den Elbpegel in Dresden die Alarmstufe 2 (von 4) ausgerufen. Um 13Uhr erreichte der Wasserstand eine Höhe von 5,35 Metern. Das Terrassenufer ist gesperrt. Die Veranstalter der Filmnächte am Elbufer (Foto: NL) haben ihre Anlagen am Königsufer aufgrund des Hochwassers am Sonntag abgebaut. Bis auf weiteres werden die geplanten Partys und Filme ausfallen. Voraussichtlich werden sie im September aber nachgeholt. (NL)