Starkes Stück auf kleiner Bühne

Die tu bühne spielt „Die fetten Jahre sind vorbei“

Kleine, unscheinbare Bühnen bieten einen nährreichen Boden für jene relevanten Stoffe, die an den großen Häusern viel zu selten in den Spielplänen stehen. So ist das auch im 25. Jahre nach der Wende, also genau 25 Herbste nachdem in Berlin die Mauer fiel. Es sollte den Dresdner Intendanten allerdings schon ein bisschen zu Denken geben, dass sich an der bühne der TU Dresden derzeit gerade jene mit den Protestkulturen von damals (und auch denen von heute, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann) auseinandersetzen, die damals noch gar nicht auf der Welt waren oder erst in den Windeln strampelten.

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Der Spaß steht im Mittelpunkt

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Kaddi Cutz tritt für Dresden beim Slam 2014 an

Kaddi Cutz (Foto: PR/Tina Tschiharsch) ist die einzige Dresdner Teilnehmerin bei den diesjährigen deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Dabei war ihr Weg in die hiesige Szene nicht gerade vorhersehbar: Geboren in Hannover, wollte sie eigentlich in Osnabrück studieren, ging aber dann nach Vechta im Oldenburger Münsterland und vertiefte sich in „Soziale Arbeit“. Danach zog sie nach Hamburg, doch die Stadt konnte sie nicht lang halten; vor sieben Jahren bewarb sie sich schließlich in Dresden und arbeitete in verschiedenen Projekten der Sozialarbeit. Momentan ist sie als freie Redakteurin aktiv und jobbt nebenbei in einer Buchhandlung.

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Von Tradition bis Zukunft

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Jüdische Musik- und Theaterwoche zeigt junge Kunst

„Jüdisch. Jetzt!“, heißt das Motto der 18. Jüdischen Musik- und Theaterwoche vom 26. Oktober bis zum 8. November in Dresden. Das klingt vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse in Israel fast wie eine Kampfansage, ist aber gar nicht so gemeint. Denn nicht Politik, sondern die junge jüdische Kultur, die sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Deutschland und Europa zu formen begann, will Valentina Marcenaro, die künstlerische Leiterin des Festivals, in den Fokus rücken.

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Freitag, Sonnabend, Sonntag

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KaW ist Kultur am Wochenende – mit drei Weggehtipps

Volle Pulle Kultur in Dresden – und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir picken in unserer Rubrik „KaW“ (Kultur am Wochenende) daher ab sofort jede Woche jeweils drei einmalige Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag für Dresden in Vorschau heraus.

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Die erste Premiere im Kraftwerk

Lehramtsstudenten inszenieren Blachers „Flut“

Gut zwei Jahre werden noch ins Land gehen, bevor die Backsteinmauern des Kraftwerks Dresden-Mitte zur neuen Heimat für die Staatsoperette und das Theater der Jungen Generation werden. Die Lehramtsstudenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber haben mit ihrer Inszenierung von Boris Blachers (1903–1975) Kammeroper „Die Flut“ nun schon einmal gezeigt, wie „Musiktheater im Kraftwerk“ künftig aussehen könnte.

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Russische Seele, russische Schwere

Zarewitsch Staatsoperette Dresden

Richard Samek ist ein grüblerischer Zarewitsch.

Lehárs „Zarewitsch“ an der Staatsoperette Dresden

Er verschmäht die Frauen und zieht sich lieber in düstere Turnräume zurück, anstatt zu küssen. Franz Lehárs „Zarewitsch“ kann erst durch die junge Tänzerin Sonja wachgeküsst werden. Doch in Robert Lehmeiers Inszenierung, die am Freitag (10.10.) an der Staatsoperette Dresden Premiere feierte, ist „Zarewitsch“ Aljoscha tatsächlich eher am männlichen, denn am weiblichen Geschlecht interessiert. Sonja wird so zur engen Vertrauten, Freundin, geheimen Retterin, die ihn vor der geschwätzigen Hofgesellschaft mehr als nur einmal rettet und insgeheim ihren eigenen Traum von Liebe träumt.

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Freitag, Sonnabend, Sonntag

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KaW ist Kultur am Wochenende – mit drei Weggehtipps

Volle Pulle Kultur in Dresden – und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir picken in unserer Rubrik „KaW“ (Kultur am Wochenende) daher ab sofort jede Woche jeweils drei einmalige Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag für Dresden in Vorschau heraus.

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Fade Endzeitlethargie

Drei Schwestern Staatsschauspiel Dresden
Drei Schwestern an einem langen Tisch der Langeweile …

Tschechows „Drei Schwestern“ am Schauspielhaus

„In Moskau blüht Anfang Mai alles.“ – In Moskau, da ist sowieso alles besser als in der russischen Provinz. Das ist auch der Grund, warum es Anton Tschechows „Drei Schwestern“ (1901) nach Moskau drängt. Doch Olga, Mascha und Irina kommen dennoch nie dort an. Hausregisseur Tilmann Köhler inszeniert diesen Klassiker, der 1901 – vier Jahre vor der Russischen Revolution – seine Uraufführung feierte, nun für das Staatsschauspiel in Dresden. Es ist ein zeitloses Stück, das von der Lethargie des unmittelbar bevorstehenden Untergangs erzählt – widergespielt in den Charakteren der Figuren, die wiederum nur von sich selbst reden, anstatt mit anderen in Dialog zu treten.

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Genie im Schatten von Wagner und Co.

Semperoper ehrt den Dresdner Peter Ronnefeld

Peter Ronnefeld (1935 bis 1965) ist ein Dresdner Musiker und Komponist mit Schattendasein. Kaum jemand kennt seinen Namen. Seine Opern werden selbst in seiner Heimatstadt Dresden heute kaum gespielt. Die Semperoper Dresden wird den Dirigenten und Komponisten zur ersten Premiere der Saison mit seiner Oper „Nachtausgabe“ am kommenden Sonnabend (4.10.) ins Rampenlicht rücken. Doch wer war dieser Ronnefeld eigentlich?

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Rock’n’Roll ohne Love und Peace …

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Herbstauslese: „Damals im Roten Kakadu“

Herbstzeit ist auch Lesezeit. Unter dem Motto „Herbstauslese“ gibt es auf elbmargarita.de eine Serie, in der wir ausgewählte Romane und Erzählungen rezensieren, die in Dresden spielen. Heute: Rolf Bergmann: „Damals im Roten Kakadu“

Dresden, 1961: Hans, der sich Johnny nennt, ist passionierter Schachspieler und Ted Herold-Fan und will am liebsten Journalistik studieren. Ihn interessiert alles, von Sport bis Sonnenfinsternis, aber mit dem Studium ist das nicht so einfach: An der Uni Leipzig will man ihn nicht haben, weil er für den Beruf nicht genug politische Gesinnung beweist, und da ihm seine gebliebte Bruni ohnehin die kalte Schulter zeigt, überlegt er, mit Achim nach Brasilien auszuwandern

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