Musik-Freundschaften zwischen Asien und Europa

Shen Hou aus China und schreibt Musik für Dresden

Shen Hou plaudert gern und eloquent über seine Heimat. Der Musikstudent ist 1990 in China geboren, er wohnt erst seit Oktober 2014 in Dresden. Vor dem großen Portal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden (HfM) erzählt er in sehr gutem Deutsch, warum es ihn hierher verschlagen hat: „Deutschland ist eine Quelle zeitgenössischer Musik für mich. Die Ausbildung an den Hochschulen hier ist besser als in China, denn die musikalische Tradition ist viel größer als in meiner Heimat“, sagt er.

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Freitag, Sonnabend, Sonntag

KaW ist Kultur am Wochenende – mit drei Weggehtipps

Volle Pulle Kultur in Dresden – und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir picken in unserer Rubrik „KaW“ (Kultur am Wochenende) daher ab sofort jede Woche jeweils drei einmalige Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag für Dresden in Vorschau heraus.

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Universen aus Ölfarbe

Marie Athenstaedt zieht es zum Zeichnen in die Welt

Ihre Bilder zeigen Weltraumnebel in kraftvollen Farben, klares Ozeanblau gemischt mit sattem Gelb oder ganz in leuchtendem Rot gehalten. Sie sind geheimnisvoll, wirken irgendwie packend auf den Betrachter. Die Malerin Marie Athenstaedt möchte genau diese Ergriffenheit mit ihren Ölgemälden erzeugen. Die Kraft der Natur, die Weite des Himmels, die Unendlichkeit von Landschaften habe sie als Kind schon fasziniert, sagt sie.

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Zwischen Gegenwart und Zukunft

Dresdner Musikfestspiele 2015 – ein Rückblick

Der Schlagzeuger Martin Grubinger trommelte am Sonntagvormittag zusammen mit den Bamberger Symphonikern in der Semperoper das Ende der Dresdner Musikfestspiele 2015 (Foto: PR/Oliver Killig) ein. Und die waren noch erfolgreicher als im vergangenen Jahr: 35.000 Besucher bei 48 Konzerten an 23 Spielstätten in 26 Tagen, das ergibt unterm Strich einen Besucherzuwachs von elf und eine Auslastung von 93 Prozent.

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Die Sache mit der Kreativität …

„Sound & Science“ liefert musikalische Denkanstöße

Unter dem Motto „Sound & Science“ kooperieren die Dresdner Musikfestspiele seit 2014 in einem noch recht jungen Projekt mit der TU Dresden. Die Idee dazu sei Musikfestspielintendant Jan Vogler und TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen bei einem Glas Wein gekommen, erzählen die beiden immer wieder gern. „Wir wollen damit Türen aufstoßen, für beide Seiten – die Musikfestspiele und die Universität“, erklärt Jan Vogler das Anliegen. Es sei keine Forschungsarbeit, sondern eher ein Experiment, vielmehr ein Angebot, ergänzt Hans Müller-Steinhagen.

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Bier und Pub-Stimmung im Barock-Palais

Barokksolistene ernten Beifallsstürme

Musik aus Tavernen und Pubs in England und Skandinavien verortet man auf den ersten Blick sicher nicht im Programm der Dresdner Musikfestspiele. Was hierzulande auch kaum einer weiß: Im späten 17. Jahrhundert, als die Theater in England aus religiösen Gründen geschlossen waren, wandelten sich viele Pubs, auch „alehouses“ genannt, in Music-Houses, in denen Musiker intime Konzerte vor bierdurstigem Publikum spielten. Die Barokksolistene um den begnadeten Geiger Bjarte Eike (Foto: PR/Eivind Kasin) haben genau diese Musik aus der Mottenkiste befreit

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Die Kunst am Rande

Campusspaziergänge …

… Natur und Kunst am Rande der Wissenschaft. Die Universität ist menschenleer, fest in der Hand des Frühlings. Ein Rabe kräht lautstark hinter dem Hörsaalzentrum und im hellen Licht der Nachmittagssonne erblickt das Auge Skulpturen und wissenschaftliche Modelle, die im Trubel des Unialltags oft unerkannt vorbeiziehen.

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Konzert für Ohr und Auge

Pekka Kuusisto Projekt fasziniert im Kleinen Haus

Es gibt Abende, für die liebt man die Dresdner Musikfestspiele einfach, weil sie ganz besondere Konzerterlebnisse schenken, nach denen man in Dresden sonst wohl vergeblich suchen würde. Das Pekka Kuustisto Projekt am Sonntag (24.5.) im Kleinen Haus war genau so ein Abend. Eine Mischung aus Lichtperformance, Ballett und musikalischer Virtuosität, die ihresgleichen sucht, so innovativ, dass sie in ihrer Faszination schwer zu beschreiben ist, doch ein Abend, der sicher noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird.

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Moderne trifft Mittelalter

Trio Mediæval und Arve Henriksen im Schlosshof

Musik war nicht zu allen Zeiten für den Konzertsaal gemacht. In Skandinavien etwa erfüllten Volksgesänge einst wichtige Funktionen im täglichen Leben. Sie dienten der Kommunikation über weite Distanzen in wilder Landschaft oder dem Lockruf für entferntes Vieh. Das norwegische Trio Mediæval (Foto: PR/Oddleiv Apneseth) ließ solche Klänge bei den Dresdner Musikfestspielen am Sonnabend (23.5.) durch den Kleinen Schlosshof hallen und erweckte alte Musik mit Jazz- und Gesangsimprovisationen dabei zu neuem Leben.

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Temperamentvoll loderndes Eis

Danish String Quartet gießt nordische Landschaft in Klang

Nein, als Geheimtipp kann man das Danish String Quartet (Foto: PR/Caroline Bittencourt) wahrlich nicht mehr bezeichnen. Das junge Ensemble aus drei Dänen und einem norwegischen Cellisten musiziert seit 2002 zusammen, gewann zahlreiche Preise und tourt in der aktuellen Saison durch Israel, Südamerika und ganz Europa. Mit einem Repertoire, das klassische Werke von Morzart und Beethoven bis hin zu dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865–1931) sowie dänische Volksmusik einschließt, haben die vier Blondschöpfe ihre eigene Nische gefunden.

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