In eigener Sache

Vom Dresden-Blog zum Insider-Reiseführer

Fleiß wird belohnt, hat meine Oma früher immer zu mir gesagt. Und sie hat mich stets darin bestärkt, meinem Herzen zu folgen. Als ich vor zwölf Jahren den ersten Beitrag auf dieser Seite ins Netz stellte, habe ich genau das getan: Ich bin meinem Herzen gefolgt. Damals war das Ziel, ein journalistisches Magazin für Dresden zu etablieren, nachrichtlich, informativ und innovativ. Ich wollte mich ausprobieren, mir die Freiheit nehmen, Dinge zu wagen, für die in den Tageszeitungen und Magazinen, für die ich sonst schrieb, kein Platz war. Niemals hätte ich geahnt, dass sich dadurch irgendwann noch ein ganz anderer Traum erfüllt.

Die Liebe zu meiner Heimatstadt Dresden, die Leidenschaft fürs Schreiben und viel Fleißarbeit haben die Seite zwölf Jahre lang mit Leben erfüllt – auch wenn sich der anfängliche Fokus vom Nachrichtenmagazin über die Zeit immer mehr hin zum individuellen Kultur- und Ausflugsportal verschoben hat. Wenn es nun über die vergangenen Monate hinweg etwas ruhig auf elbmargarita geworden ist, liegt nicht daran, dass ich die Lust am Bloggen, am Recherchieren, am Fotografieren und am Schreiben etwa verloren hätte. Der Grund dafür ist tatsächlich, dass Kontinuität und Fleiß manchmal auf ganz zauberhafte Weise belohnt werden: Dank elbmargarita ist Mairdumont, die größte deutsche Reiseverlagsgruppe, auf mich und meine Arbeit als Autorin aufmerksam geworden und hat mich im Mai 2021 mit einem wundervollen Projekt beauftragt.

Im vergangenen Sommer habe ich den Reiseführer „Marco Polo – Dein Insidertrip für Dresden“ schreiben dürfen, eine neue Reihe, die im Zuge der Corona-Pandemie aufgelegt wurde. Urlaub vor der Haustür ist das Motto – und meine Aufgabe war es nun, Dresden von unbekannten Seiten zu zeigen, neue Perspektiven auf die altbekannten Hotspots aufzutun. Der Band erscheint am 15. Juni und vereint 78 Tipps für idyllische Wanderungen, kreative Entdeckungen, wilde Sporttouren, heiße Partys und kulinarische Erlebnisse. Nach vielen davon musste ich nicht lange suchen, andere sind mir erst nach ausgiebiger Recherche oder einfach durch Zufall über den Weg gelaufen. Während dieser intensiven, aber schönen Arbeit habe ich Dresden selbst noch einmal neu entdeckt, bin unglaublich vielen netten und kreativen Menschen begegnet, habe Türen geöffnet und neben den vielen schönen Momenten auch verrückte, wilde und einen traurigen Tag erlebt.
Der schönste Augenblick war – nach aufwändiger Vorbereitung –

ein Sonnenaufgang in der Sächsischen Schweiz, die größte Überraschung eine Rundfahrt mit dem Traktor durch Moritzburg und unglaublich fasziniert hat mich die Arbeit des kubanischen Zigarrendrehers in seiner Manufaktur. Ja, auch das gibt‘s in Dresden!

Fast 300 Arbeitsstunden, unzählige Gespräche, E-Mails und ein/zwei Zitterpartien später freue ich mich jetzt, das Endprodukt bald in den Händen zu halten und hoffe, dass meine Leser an den 78 Insidertipps genauso viel Freude haben werden wie ich. Und falls mich nochmal jemand fragt, was das Bloggen eigentlich so bringt, werde ich sagen: Eine ganze Menge, denn Fleiß wird meistens belohnt. 😉


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