Adieu Tristesse!

Die Jahres- und die Diplomausstellung an der HfBK zeugen von einem starken Jahrgang

Die große, hölzerne Flügeltür zur Kunstakademie auf der Brühlschen Terrasse steht wieder offen. Am Ende des Studienjahrs an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) dürfen die Besucher neugierige Blicke in die Ateliers werfen. Vergangene Woche zeigte hier und in der Pfotenhauer Straße bereits die Jahresausstellung einen Querschnitt der aktuellen Semesterarbeiten. Als Höhe- und Endpunkt des Semesters lockt nun die Diplomausstellung auf die Brühlsche Terrasse.

Jahresausstellung an der Brühlschen Terrasse

Diese bezaubert mit einer lockeren Atmosphäre, wie man sie an etablierten Ausstellungsorten in der Stadt nirgends findet. Hier gibt es keine Kunst hinter Glas, sondern junge Arbeiten in authentischer Umgebung, in der das tägliche Studienleben mit fertigen Werken zu einer Einheit verschmilzt. So jung und unverfälscht kann man Kunst nur selten erleben.

Eröffnung der Jahresausstellung auf der Pfotenhauer Straße

Ein bisschen Studentenstimmung gehört freilich auch dazu: Zur Eröffnung der Jahresausstellung auf der Pfotenhauer Straße herrscht am 6. Juli ebenso legere Partyatmosphäre wie eine Woche darauf am ersten Abend der Diplomausstellung im Oktogon oder beim Sommerfest mit Kostümschau in der Außenstelle Güntzstraße.

Jahresausstellung auf der Güntzstraße

Die Studenten servieren im Garten Selbstgekochtes oder auch Gebranntes, DJs legen Musik auf und vor den einzelnen Exponaten kann man mit den Künstlern unkompliziert ins Gespräch kommen.

Jahresausstellung auf der Pfotenhauer Straße

Schon die Jahresausstellung zeigte, dass an der HfBK derzeit ein guter Jahrgang reift. Die aktuelle Diplomausstellung bestätigt diesen Eindruck. Kräftige, expressive Farben finden sich hier auffallend oft auf großflächigen Leinwänden. Die Skulpturen und Installationen sind raumgreifend, oft geheimnisvoll.

Diplomausstellung auf der Brühlschen Terrasse

Nachhaltigkeit, Naturschutz und der Mensch als Individuum in einer sich ständig verändernden Welt sind vorherrschende Themen der Künstler in diesem Jahr. Ideenreich und ausdrucksstark präsentieren sich die Studenten wie Absolventen. Kaum ein Werk, an dem man nur vorbeigeht, ohne ein paar Minuten innegehalten und nachgedacht zu haben.

Jahresausstellung auf der Pfotenhauer Straße

Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Manchmal verlor sich die Phantasie in allzu düsterer Tristesse. Dieses Jahr jedoch macht der Rundgang durch die Ateliers durchweg Freude.

Jahresausstellung auf der Brühlschen Terrasse

Auch wenn die Jahres- mit der Eröffnung der Diplomausstellung (fast) schon passé ist, es lohnt sich, durch die große, hölzerne Flügeltür einzutreten. In den Ateliers der Kunstakademie gibt es noch bis 9. September viel zu entdecken.

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