Im Reich der Märchen

Die Dresdner Philharmonie zeigt „Die arabische Prinzessin“ als Oper für Kinderchor

Die Kraft der Phantasie ist unerschöpflich. Sie verwandelt Mädchen in Prinzessinnen und Fischhändler in Prinzen, reiht Worte aneinander, bis zauberhafte Märchenwelten entstehen und kombiniert Töne zu stimmungsvollen Partituren. All dies zeigt sich auch in der Oper „Die arabische Prinzessin oder das geschenkte Leben“, mit der die Dresdner Philharmonie dem Philharmonischen Kinderchor zum 50. Jubiläum (Fotos: PR/Jörg Simanowski) in diesem Jahr ein ungewöhnliches Geschenk bereitet.

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Das Märchen von der Freiheit

Regisseur Keith Warner hinterfragt Busonis „Doktor Faust“ an der Semperoper neu

Die Legende vom strebenden Nimmersatt Dr. Faustus wird immer dann besonders interessant, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Dann erinnern wir uns an den Dichterfürsten Goethe und den Teufelspakt in seinem berühmten Drama, bemühen Zitate und versuchen, im vermeintlichen Unheil das Gute zu finden. Die Semperoper Dresden serviert mit Ferruccio Busonis Oper „Doktor Faust“ (Fotos: PR/Jochen Quast) in der Inszenierung von Keith Warner nun eine neuerliche Annäherung an den Stoff – und malt dabei fast märchenhaft mystische Bilder zur packenden Musik des Italieners.

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Die Faszination der unerfüllten Sehnsucht

Carlos Matos bittet mit „Tango Piazzolla“ an den Landesbühnen Sachsen zum Tanz

Argentinische Rhythmen und eine volle Tanzfläche: Nach der Uraufführung des Tanzstückes „Tango Piazzolla“ an den Landesbühnen Sachsen glühte das Tanzparkett im Glashaus förmlich zur Milonga mit dem Trio Bien Porteño aus Heidelberg. Fast so, als hätte Hauschoreograf Carlos Matos mit seinem neuem Stück tatsächlich verborgene Leidenschaften beim Publikum geweckt.

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Das unterschätzte Herzstück

Warum sich Dresden auf die Eröffnung des Kulturpalasts freut – eine Kolumne

Der Countdown läuft: Genau 40 Tage sind es noch bis zur Wiedereröffnung des Dresdner Kulturpalastes am 28. April. Wer zum ersten Mal nach Dresden kommt, wird jedoch kaum verstehen, warum gerade dieses Gebäude für uns Dresdner so besonders ist. Die Architektur ist funktional, erinnert an die Moderne der 1950er Jahre in der DDR und den sozialistischen Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Das hat rein gar nichts mit der barocken Pracht von Frauenkirche, Zwinger und Semperoper gemein, mit denen Dresden sonst so gern wirbt. Und dennoch gehört der Kulturpalast zu den heimlichen Sehnsuchtsorten dieser Stadt.

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Frühlingssehnsucht

Dresdner Stadtspaziergänge: Großer Garten

Schneesturm in New York, Frühling in Dresden? Die Krokusse im Großen Garten recken ihre Blüten zur Sonne. Still bewundert von den Spaziergängern am Sonntag. Im Wintermantel.

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Philharmonische Märchenstunde

Marita Erxleben inszeniert eine arabische Märchenoper mit der Dresdner Philharmonie

Mit Tanz hat alles angefangen. Marita Erxleben ist ausgebildete Tänzerin und Choreografin, betreibt in Potsdam ihre eigene Tanzakademie. Doch eines Tages entdeckte Tobias Wellemeyer, damals Intendant am Potsdamer Theater, noch eine andere Seite in ihr. „Theater und Regie haben mich immer schon gereizt, er hat diese Leidenschaft in mir wachgerüttelt“, erzählt sie. Das war 2009 – und seitdem hat Marita Erxleben (Foto: PR/Johanna Gerritsen) viele Stücke für Kinder- und Jugendtheater inszeniert, darunter eine Oper an der Kammerakademie Potsdam. Dort lernte sie auch Frauke Roth, die Intendantin der Dresdner Philharmonie, kennen, die sie nun für ein besonderes Projekt nach Dresden einlud.

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Frühling trifft Erfindergeist

Campusspaziergänge …

Die ersten Sonnenstrahlen des Frühjahres locken ins Freie – und bei einem Rundgang über den Campus der Dresdner TU lassen sich herrliche Kleinode der Ruhe entdecken. Mitten in den Semesterferien ist es hier so still, dass man meinen könnte, die alten Backsteingebäude lägen noch im Winterschlaf.

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Die Stacheln der Demokratie

Das freie Ensemble Bühnamit zeigt Juli Zehs „Der Kaktus“ als packendes Kammerstück

Ein kleiner, grüner Kaktus ist das Corpus Delicti, um das sich die Sondereinheit GSG 9 und drei junge Polizeibeamte in Juli Zehs satirischem Theaterstück „Der Kaktus“ wie im Wahn drehen. Der stachelige Geselle ist nämlich gar nicht so harmlos, wie es scheint, wird er doch verdächtigt, einen terroristischen Großangriff auf den Frankfurter Flughafen geplant zu haben. Doch – natürlich – der Kaktus schweigt, während sich die Welt um ihn herum in hintersinnigen Diskussionen auf Messers Schneide zwischen Recht und Macht bewegt. Die freie Theatergruppe Bühnamit hat das Stück für ihre aktuelle Produktion auserkoren und regt mit einem starken Abend zum Diskutieren und Nachdenken an.

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Lüge und Eifersucht im Traumreich des Nichts

Verdis „Otello“ als Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg an der Semperoper

Der Sturm braust gewaltig vor der Küste Zyperns. Doch „Otello“, Befehlshaber der venezianischen Kriegsflotte, ist immer Herr der Lage. Er trotzt den Naturgewalten, doch seine Eifersucht bringt den Mohren bald schon vollends aus der Fassung. Liebe, Missgunst und verletzte Eitelkeiten, begünstigt durch das Gefühl, vielleicht nie ganz dazuzugehören – all das sind Emotionen, die in Guiseppe Verdis Oper „Otello“ (Foto: PR/©Forster) die Leidenschaften zum Brodeln bringen und Otello am Ende doch auf tragische Weise in die Knie zwingen.

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Hüpfend vom Eierkuchen zur Weltrevolution

Hoppes Hoftheater zeigt „Die Känguru-Chroniken“ als Kammerstück mit Puppe

Hüpfend und Schnapspralinen futternd hat ein Känguru in Dresden Einzug gehalten. Wo es genau herkommt, das weiß man nicht so recht. Doch frech und vorlaut ist das Tier, mag Eierkuchen, am liebsten mit Hackfleisch, und bezeichnet sich als Kommunist. Die „Känguru-Chroniken“ des Berliner Autors und Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling sind längst Kult.

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