Jubiläen am laufenden Band

elbi-Homilius300

Zum 300. Geburtstag von Gottfried August Homilius

Kaum liegen die ersten Höhepunkte des Richard-Strauss-Jahres hinter uns, steht auch schon das nächste Musiker-Jubiläum bevor. Gottfried August Homilius, der am 2. Februar 1714 in Rosenthal in der Sächsischen Schweiz geborene Kirchenmusiker, würde am kommenden Sonntag 300. Geburtstag feiern. Im Gegensatz zu Strauss ist Homilius allerdings ein wahres Sachsenkind.

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Weltstadt als Reiseziel

Dresden in der National Geografic

Ja, Dresden ist die schönste Stadt auf der Welt. Das wussten die Dresdner schon lange. Nun hat die Welt aber auch noch den offiziellen Beweis dafür. Denn die Zeitschrift National Geographic hat Dresden in diesem Jahr in ihre Liste der 20 sehenswertesten Orte aufgenommen. Dresden steht dort unter dem Titel „the comeback kid“ (deutsch soviel wie: die Zurückgekehrte, Wiederauferstandene) in einer Reihe mit Reisezielen wie Sri Lanka, London, dem Oman, Nordkolumbien, Island, den Virunga Vulkanen oder Neuseeland. Und kann sich zumindest aus dieser Warte nun definitiv als „Weltstadt“ rühmen.

Dresden sei eines der Toptouristenziele in Deutschland und mit einem halben Dutzend von weltklasse Museen – darunter das einmalige Deutsche Hygienemuseum – ausgestattet, steht in dem kleinen Text, der die Stadt neben einem Bild der Frauenkirche als „Topziel“ auf der Webseite von National Geografic näher vorstellt. Auch die Geschichte Dresdens von der Pracht des Augusteischen Zeitalters bis hin zum Angriff im Februar 1945 und dem Wiederaufbau wird in den wenigen Sätzen auf Englisch erzählt. Logisch, dass der Beitrag bei Facebook schon erste Dresdner Fans gefunden hat. Der Rest der Welt kommt später.

Nicole Czerwinka

Linktipp: http://travel.nationalgeographic.com

 

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Grenzüberschreitungen

Wie ein Norweger von Dresden schwärmt

Dresden ist eine Reise wert. Diese Tatsache ist stolzen Dresdnern natürlich nicht neu. Ihr Stolz dürfte sich jedoch noch verdreifachen, wenn sie erfahren, dass ein Norweger im Reiseressort einer großen norwegischen Lokalzeitung über Dresden regelrecht ins Schwärmen gerät. So geschehen in einem Artikel der Fædrelandsvennen vom 26. Januar 2011. Dort berichtet Bjørn Brøymer von seiner Reise nach Dresden und erzählt, warum norwegische Touristen allerlei Spannendes in Dresdens Gassen erwartet. Und die Norweger kommentieren fleißig via Facebook. – Ein bisschen Lokalpatriotismus sei elbmargarita an dieser Stelle erlaubt, wenn hier eine kurze Zusammenfassung dieses norwegischen Reiseberichts auf Deutsch folgt:

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BLOGGER: Dresdner-Norwegische Freundschaft

 

Von elbmargarita bis Kristiansand (6)

Es ist soweit. Frauenkirche und Weißer Hirsch, Ahlbeck, Zinnowitz und Peenemünde – insgesamt 20 Fotos, die Kontraste im Osten Deutschlands zeigen, haben ihren Weg nach Norwegen gefunden. Alle Bilder kamen am 25. Januar 2011 im Konferenzraum des Archivs in Kristiansand an die Wand und sind dabei schon den ersten neugierigen Blicken einiger Mitarbeiter begegnet. Ein tolles Gefühl. Eine Pressmeldung zur Ausstellung ist ebenfalls getippt, erste Fragen zu den Fotografien und dem Leben in Deutschland sind beantwortet. Auch ein Buch über einen Deutschen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg im Sørland stationiert war und Norwegen lieben gelernt hat, wanderte während der Arbeit an der Ausstellung leihweise in die Hand der Fotografin.  Die Fotos werden nun vier Wochen lang im Konferenzraum des Archivs ausgestellt. Am kommenden Montag (31.1.) beginnt zudem die vom Stiftelsen Archiv und der Universität in Agder organisierte „Deutsch-Norwegische Woche“ in Kristiansand – Filmabende und reihenweise Vorträge über Deutsch-Norwegische Beziehungen inklusive.

Wen das außer dem engsten Freundeskreis der Schreiberin noch interessieren kann, fragen Sie sich?? Alle Norwegenfans, alle Dresdner mit historischen Ambitionen und vor allem all jene, die in Ostdeutschland geboren sind! Seit dem 8. Januar 2011 wird dieser internationale Erfahrungsbericht auf elbmargarita.de unter der Rubrik BLOGGER jede Woche fortgesetzt. Viel Spaß beim Lesen!

Nicole Laube

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Anna Netrebko singt in Dresden

Star-Sopranistin singt beim ZDF-Adventskonzert

Die russische Star-Sopranistin Anna Netrebko ist am 27. November in Dresden zu Gast. Sie wird ab 18 Uhr zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Leitung von Betrand de Billy und dem Tenor Vittorio Grigolo das Galakonzert in der Frauenkirche gestalten. Es singen zudem der Kammerchor der Frauenkirche unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert sowie der Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Obwohl das Konzert am 27.11. bereits ausverkauft ist, können die Dresdner am ersten Advent alle an diesem Starauftritt in der Frauenkirche teilhaben. Denn auch das ZDF ist anwesend und wird das Konzert für die Sendung »Adventliche Festmusik aus Dresden« aufzeichnen. Ausgestrahlt wird diese am 28. November um 18 Uhr). Acht Jahre nach dem ersten ZDF-Adventskonzert in Dresden, damals noch aus der Baustelle Frauenkirche, ist das Konzert aus der Frauenkirche zu einer festen Tradition im ZDF-Programm am ersten Adventssonntag geworden.

Die russische Star-Sopranistin Anna Netrebko singt noch ein zweites Mal in Dresden. Die ZDF-Kameras bleiben am 27. November gleich stehen, und um 20.30 Uhr erfolgt noch die Aufzeichnung des »Stabat mater« von Pergolesi. Das wird dann kurz vor Ostern 2011 im ZDF zu sehen sein. (NL)

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20 Jahre Neue Länder in der Frauenkirche

„Länder Forum Sachsen“ lädt zur Podiumsdiskussion

Blühende Landschaften oder graue Alltagswirklichkeit? Die Stiftung Frauenkirche und das Länder Forum Sachsen laden am kommenden Donnerstag (26. August) um 19Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „20 Jahre Neue Länder“ in die Frauenkirche Dresden ein.

Dabei diskutierten unter anderen Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Prof. Dr. Ulrich Blum, der Präsident des Institutes für Wirtschaftsforschung Halle, der Schriftsteller und Kabarettist Peter Ensikat und Dirk Birgel, der Chefredakteur der Dresdner Neuesten Nachrichten über die Entwicklung der Neuen Länder 20 Jahre nach der Wiedervereinigung.

Moderiert wird die Veranstaltung von Alexandra Gerlach, der Landeskorrespondentin Sachsen von Deutschlandradio Kultur. Die Podiumsdiskussion wird live von Deutschlandradio Kultur übertragen und von Phoenix aufgezeichnet. Der Eintritt ist frei. (NL)

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Mehr Tradition, weniger Brüche

Dresdner debattieren rege im Internet

Am 8. Juni startete die Stadt Dresden eine Internetdebatte zum Thema Neumarkt. Die Dresdner und ihre Gäste nutzten das Forum bislang sehr rege. Rund 130 Kommentare zur Gestaltung und Verbesserung des Neumarktes wurden in den ersten fünf Tagen bereits veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass in punkto Neumarkt bei den Dresdnern das romantische Konzept den größten Zuspruch findet. Soll heißen: historischer Wiederaufbau ja, Gewandhaus nein. Zudem wird der Wunsch nach mehr Grünflächen und Wasserspielen rund um die Frauenkirche deutlich. Insgesamt scheinen die meisten jedoch recht zufrieden mit dem Neumarkt zu sein.

So spiegelt sich typische Dresdner Konservativität in den Kommentaren wieder: viel Lob gibt es für die Arbeit der „Gesellschaft historischer Neumarkt Dresden“, die sich einst für den traditionellen Wiederaufbau des Platzes engagierte; Kritik dagegen an „extremen Brüchen“ und „modernen Stadtexperimenten“. Viele befürworten daher wohl auch die Entscheidung, vorerst kein Gewandhaus zu bauen. Anderen fehlt es aber noch an passenden Angeboten für die ganze Familie: „Wenn ich mit meiner Familie auf den Neumarkt gehe, würde ich gern an einer Eisdiele ein Eis kaufen und an einem schattigen Plätzchen  oder an einem Wasserspiel ausspannen“, schreibt ein Dresdner. Vor allem Bäume und Bänke werden am Platz rund um die Frauenkirche vermisst. Viele glauben zudem, dass der Neumarkt mittels günstigerer Wohnräume und Ladengeschäfte für Otto-Normal-Dresdner attraktiver und so mehr belebt werden könnte.

Die Dresdner Debatte startete am 8. Juni im Internet (elbmargarita berichtete). Sie wird durch eine Info-Box auf dem Neumarkt ergänzt, in der Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes wochentags von 14 bis 18Uhr Auskunft über die Vorhaben am Neumarkt geben und Anregungen entgegen nehmen. Unter www.dresdner-debatte.de kann sich bis zum 8. Juli jeder daran beteiligen und selbst konkrete Vorschläge zur Nutzung des Neumarktes machen. Die Ergebnisse dieses Dialogs werden ferner ausgewertet und in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt. Sie sollen laut Angaben der Stadt Dresden in die Erarbeitung von Ausschreibungen und Bebauungsplänen einfließen. (NL)

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