Köstliche Erinnerung

Eine Dresden-Geschichte zum Weihnachtstag

An den Ständen auf dem Striezelmarkt herrschte noch geschäftiges Treiben. In wenigen Stunden würden die Glocken der Kreuzkirche zur Christmesse läuten. Doch noch war die Saison der rot kandierten Zuckeräpfel und gebrannten Mandeln nicht vorbei. Die Menschen hasteten übers Altstadtpflaster, um Geschenke zu besorgen und auch ich huschte schnell durch die schmalen Gassen zwischen den Buden am Altmarkt, während das Karussell unermüdlich im Takt der Weihnachtslieder kreiste. Am Rondell in der Mitte bleib ich stehen, um ein letztes Weihnachtsgeschenk zu kaufen.

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Dresden-Skizze frei nach Carus

Herbstauslese: Uwe Tellkamp und seine Erzählung „Die Carus-Sachen“

Wie war das noch auf dem „Turm“, wo im Fenster von Haus Wolfsstein die Geschichtenlampe brannte? Erinnern wir uns an die verschlungenen literarischen Wege, die Uwe Tellkamp in seinem Roman märchenhaft auf dem Weißen Hirsch beschritt. Lang schon ist eine Fortsetzung der Geschichte des Dresdner Bürgertums versprochen, das der Autor in seinem preisgekrönten Werk durch die letzten sieben Jahre der DDR führte und mit der Friedlichen Revolution von 1989 aus aller Vergangenheitsseligkeit befreite.

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Der Striezelmarkt und die Liebe

Eine Dresden-Geschichte zum 3. Advent

Große weiße Flocken rieselten auf die Erde nieder und überzogen die Buden auf dem Dresdner Striezelmarkt mit einer weißen Schneeschicht, die wie Puderzucker aussah. Ich hatte mir gerade einen rot kandierten Apfel gekauft und blieb nun vor dem großen Karussell stehen, auf dem die Kinder lachend im Kreis fuhren. Wie lange war es her, dass ich selbst einmal so unbeschwert und voller Freude den Ritt auf einem der blanken Karussell-Pferde genossen hatte?

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