Januargedanken

Was ist, was kommt, was war? Unser Start ins Jahr 2023

Prosit Neujahr, zunächst! Oder darf man das am 8. Januar überhaupt noch sagen? Ja, man darf. Das ist schließlich der erste Beitrag auf dieser Seite für 2023. Ein Jahr, das sich von seinen drei Vorgängern unterscheiden soll. Kein Virusalarm, keine Lockdowns mehr. Dafür endlich wieder Kultur satt, wenn auch nicht in hoch geheizten Sälen.

Aber lassen wir das. Es soll ein Ausblick werden, keine Rückschau. Das neue Jahr ist noch jung und voller Hoffnung. Wobei wir ausdrücklich unserer Hoffnung auf Frieden Ausdruck verleihen wollen. Wer die Dresdner Frauenkirche noch als Ruine sah, wird vermutlich wissen, was ich meine. Ein trauriger grauer Stumpf in einem Trümmermehr. Der Anblick hat mir als Kind höchste Ehrfurcht und Respekt eingehaucht. Respekt vor dem, was geschehen ist, Respekt auch vor dem Frieden. Nur Frieden und Versöhnung haben es möglich gemacht, dass genau dieser Platz heute wieder zu einem der schönsten in Dresden zählt. Ein Ort, an dem wir gern zusammenkommen, essen, schlendern, Feste feiern – und Kultur genießen.

Zurück also zur Kultur. Die hat ja so einiges zu bieten in den kommenden zwölf Monaten. Wagner-Fans schielen mit hohen Erwartungen auf die Wiederaufnahme von „Der Ring des Nibelungen“ mit Christian Thielemann an der Semperoper Dresden. Kammermusikfreunde werden sich darüber freuen, dass die Reihe der Meisterkonzerte auf Schloss Albrechtsberg nach zwei Jahren wieder zurück ist. Wer großes Sinfonisches und Gastspiele aus aller Welt liebt, wird den Dresdner Musikfestspielen entgegenfiebern. Die Dresdner Philharmonie lässt den Kulturpalast mit einem bunten Strauß an Entdecker-Formaten zum Ort der Begegnung werden und die Staatsoperette bringt mit Late-Nights, Premieren und Disco Broadway-Feeling in die Stadt.

Die Staatlichen Kunstsammlungen feiern die Rückkehr unserer Diamanten und neben der Ewigkeit der Alten Meister eine Tschechische Saison in Dresden. Und die großen Theater? Nun ja. Richtig überzeugend sind die leider schon lange nicht mehr, aber wir sollten ihnen doch noch eine Chance geben. Ausführlicher Bericht folgt, das ist versprochen! Zuvor wollen wir aber die Aufmerksamkeit auf die hiesigen Kunsthochschulen lenken. An der Hochschule für Bildende Künste und der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber lockt ein lebendiges Kulturprogramm, das die Zukünftigen der schönen Künste in den Fokus rückt. Und was es da nicht alles zu entdecken gibt, zum Beispiel beim 12. Ensemblewettbewerb an der Musikhochschule vom 19. bis 22. Januar.

Und da wären wir denn auch bei den guten Vorsätzen für 2023. Wie, dafür ist es schon zu spät? Nicht doch! Raus aus der Pandemie-Lethargie und rein ins Vergnügen! Wir wollen wieder mehr Kultur genießen, mehr entdecken, Ausflüge planen, Texte schreiben, CDs hören, Bücher lesen, Interviews veröffentlichen. Elbmargarita soll wieder ein Ort des Austauschs werden, den man aufsucht, um sich Dresden aus neuen Perspektiven zu erlesen. Mit Tipps von über dem Tellerrand und persönlicher Note. Gibt es Wünsche? Dann einfach her damit! Wir freuen uns auf 2023!

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