Impressionen von einem Spaziergang am Elbufer Zschieren
Wie frisch gespült wirkt die Stadt nach dem Regen in der Nacht. Wolken ziehen in dicken Banden übers Ufer und den Fluss. Es sind Septemberwolken.
Dresdens Onlinemagazin für Kultur
Wie frisch gespült wirkt die Stadt nach dem Regen in der Nacht. Wolken ziehen in dicken Banden übers Ufer und den Fluss. Es sind Septemberwolken.
Das hat es so noch nie gegeben: Mensch und Maschine schreiben, inszenieren und spielen gemeinsam eine Oper. Mit der Uraufführung von „chasing waterfalls“ – was so viel bedeutet wie „Unfassbares fassen wollen“ – ist der Semperoper zum Spielzeitauftakt ein spektakulärer Coup gelungen. Das unter Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz entstandene Stück (Fotos: Daniel Koch) ist bereits Stadtgespräch, noch bevor der erste Vorhang sich hebt – und zwar nicht unbedingt bei jenen, die schon sehnsuchtsvoll nach der „Traviata“-Premiere am 2. Oktober schielen, sondern bei einem Publikum, das bislang eher selten in die heiligen Hallen am Theaterplatz strömt.
Die Zeit der grauen Dämmerstimmung ist vorbei. Dominierten vor wenigen Jahren in der Diplomausstellung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) noch schwermütig dreinblickende schwarz-weiß Schattierungen, so können die Besucher dieses Mal in warmen, bunten Farben baden. Fast scheint es so, als wolle die Kunst in Zeiten von Klimakrise, Krieg und Corona die helle Seite des Lebens wieder sichtbar machen. Doch der Schein trügt.
Neubauten, Altbauten, abgebrochene Mauern, schäbige Brandwände. In der Dresdner Friedrichstadt war das einmal. Denn der einst graue Stadtteil zwischen Altstadtgürtel, Pieschen und Löbtau hat sich längst zum heimlichen Szene-Viertel gemausert. Mit dem Kraftwerk Mitte ist in der unmittelbaren Nachbarschaft der Musikhochschule nicht nur ein neues Kulturzentrum entstanden, in dem seit 2016 Theater, Musik und Film zu Hause sind. Die Friedrichstadt beherbergt zudem die größte Streetart-Galerie Europas.
Die Sonne strahlt, als gäbe es kein Morgen. Der blaue Himmel ist von weißen Wolkenfeldern zart gestreift. Ein warmer Wind weht hoch über den Wäldern, weit führt der Blick ins Land hinein, vorbei an grünen Zweigen, und die Gedanken schweifen ab in ferne Zeiten.
Die Blicke gehen nach oben. Quallen, Geister, Fische wehen zwischen den Bäumen auf der Hauptstraße eifrig flatternd im Sommerwind. Der Schaubudensommer öffnet seine Tore in den nächsten drei Tagen weit – und lädt zu einem Bummel durch die fantastische Welt der Schausteller und Gaukler ein.
Klassisches Album oder moderne Playlist? Das ist hier die Frage! Jan Voglers neue CD „Popsongs“ entzieht sich gekonnt allen Schubladen und lässt Genregrenzen dahinschmelzen. Fakt ist eines: So hat man die Stücke – oder sollte ich lieber schreiben Songs? – von Purcell über Rossini, bis zu Bizet und den Beatles noch nicht gehört.
Schwuppdiwupp, da ist die große Leinwand am Elbufer schon wieder aufgebaut. Bereits am Donnerstag (23.6.) werden hier die ersten Filme durch die Nacht flimmern. Doch das ist längst nicht alles, was Dresdens Sommerkultur-Saison dieses Jahr zu bieten hat. Wir haben die Höhepunkte unter freiem Himmel für euch zusammengestellt.
Diese Nacht bricht alle Rekorde. Fünfeinhalb Stunden Cello satt servierten die Dresdner Musikfestspiele am Himmelfahrtstag (26.5.) im Kulturpalast. Mit insgesamt 17 Weltklassecellisten, die sich solo und in wechselnden Kammermusikformationen präsentierten, geriet die „Lange Nacht des Cellos“ (Fotos: Oliver Killig) dennoch zu einem kurzweiligen Konzertvergnügen im Maxiformat.
Fleiß wird belohnt, hat meine Oma früher immer zu mir gesagt. Und sie hat mich stets darin bestärkt, meinem Herzen zu folgen. Als ich vor zwölf Jahren den ersten Beitrag auf dieser Seite ins Netz stellte, habe ich genau das getan: Ich bin meinem Herzen gefolgt. Damals war das Ziel, ein journalistisches Magazin für Dresden zu etablieren, nachrichtlich, informativ und innovativ. Ich wollte mich ausprobieren, mir die Freiheit nehmen, Dinge zu wagen, für die in den Tageszeitungen und Magazinen, für die ich sonst schrieb, kein Platz war. Niemals hätte ich geahnt, dass sich dadurch irgendwann noch ein ganz anderer Traum erfüllt.