Impressionen von einem Spaziergang auf dem Gohrisch
Über Stock und Steine wandern. Die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Den Frühling willkommen heißen. Für ein paar glückliche Minuten den Krieg vergessen – und das, was war. Ganz langsam geht es hinauf. Je schwerer der Atem wird, desto leichter fliegen die Gedanken.
Impressionen vom Abendspaziergang durch die Innenstadt
Die Sonne strahlt auf die Stadt, als wollte sie den Winter für alle Zeiten aus den Gassen treiben. Die Menschen verbannen die Einsamkeit und mit dem ersten Glockenton schlägt Dornröschen die Augen auf.
Mit einem Adventskalender möchte elbmargarita.de ihren Lesern die schönste Zeit im Jahr versüßen und der Dresdner Kultur im Lockdown einmal mehr die virtuelle Bühne öffnen. Hier geht’s zu Türchen Nr. 1.
Mir ist, als wäre der letzte Sommertag nur einen Herzschlag weit entfernt. Ich schließe die Augen und sehe deinen Blick. Heiß wie ein Sonnenstrahl zur Mittagszeit. Ich denke zurück und höre des Meeres wildes Rauschen.
Impressionen vom Sonnenaufgang auf dem Pfaffenstein
Der Morgen naht. Ein neuer Tag beginnt das Dunkel zu verdrängen. Wie neu geboren erwacht die Welt. Den Aufstieg hinter dir, schaust du nach vorn. Dem roten Schimmer am Horizont entgegen – und du vergisst, was war.
Impressionen von einem Spaziergang am Blauen Wunder
Mittwochabend im September. Ein Spaziergang an der Elbe. Das warme Herbstlicht fällt sanft auf die Hügel. Der Fluss glitzert wie Samt. Er ist ein Zauberer, der die Magie der Landschaft sacht heraufbeschwört.
Elbufer Blasewitz
Noch sind die Wiesen grün, die Bäume tragen Blätter. Die Sonne wärmt ein wenig und küsst die ersten kühlen Herbstmomente fort. Fast sorglos scheint die Welt an diesem Ort.
Elbschlösser Dresden
Ein leises Atemholen. Bis zum kalten Winter ist es noch weit. Der Sonnenuntergang scheint fast unendlich heute. Getragen vom Schatten des Sommers, der uns aus der Ferne mit sanfter Kraft den Rücken wärmt.
Blaues Wunder
Goldgelbes Licht scheint auf die Stadt, hüllt Türme und Wiesen in einen sanften Schimmer. Der Fluss fließt sachte, einem Gemälde gleich. Für einen kurzen Augenblick sieht es aus wie ein Bild von Caspar David Friedrich.
Elblandschaft vom Blauen Wunder
Was hat sich verändert in all der Zeit? Wo ist die Erinnerungen geblieben? Spiegelt sie vielleicht die Zukunft nur? Leis‘ raunt die untergehende Sonne uns ein Gedicht ins Ohr.
Sonnenuntergang über Blasewitz
Und weiter geht’s. Immer dem Strome nach. Wir lassen uns treiben im Fluss der Zeit, sind ein Blatt im Winde nur – und halten den Moment ganz fest, als könnt’s der letzte sein, der Sonne uns beschert.
Moritzburg Festival fesselt mit Spielfreude und Entdeckungen
Überraschungen und energievolle Interpretationen in nahezu familiärer Atmosphäre weiß das Publikum beim Moritzburg Festival schon immer zu schätzen. Das Konzert am Mittwoch (18.8.) wurde zu einem besonderen Glücksfall, begann es doch bereits mit einem Höhepunkt und endete mit einem expressiven Feuersturm.
Schubert trotzt dem Regenguss beim Moritzburg Festival
Der Sommerabend (10.8.) schien perfekt. Ein laues Lüftchen über der Schlossterrasse, während die Sonne sich golden hinter den Teichen niedersenkte. Wie gemacht für ein Open-Air-Konzert beim Moritzburg Festival. Zum Auftakt des Abends verführte Sergej Prokofjews Ouvertüre über Hebräische Themen op. 34 mit fast exotisch anmutendem Klezzmer-Charme. Mira Wang, Kevin Zhu (Violine), Karoline Errera (Viola), Bruno Philippe (Violoncello), Pablo Barragán (Klarinette) und Wu Qian (Klavier) ließen das in der Kammermusikfassung sonst selten gespielte Werk mit leidenschaftlichem Esprit brodeln, leichtfüßig und doch kontrastreich.
Es regt sich Leben in Dresdens Theatern und Konzerthäusern – wo es wann losgeht!
So viel Freude hat das Pfingstfest selten bereitet: Dresden erwacht dieser Tage aus dem Lockdown-Schlaf – und mit ihm die Kultur. Nach Monaten des gefühlten Stillstands und der Einsamkeit ist das der lang ersehnte Aufbruch in mehr Normalität. Wenn auch in kleinen Schritten.