Kriminalistische Hetzjagd ums Gewölbe

Herbstauslese: „Der Dieb von Dresden“

Herbstzeit ist auch Lesezeit. Unter dem Motto „Herbstauslese“ startet auf elbmargarita.de eine neue Serie, in der wir ausgewählte Romane und Erzählungen rezensieren, die in Dresden spielen. Heute: Ralf Günther. „Der Dieb von Dresden“

Ein unerhörter Mord erschüttert die Dresdner Innenstadt. Maximilian Lenzen, der Stellevertreter des Direktors der Kunstsammlung im Grünen Gewölbe (Hofrat von Block) wird mit einer heißen Schokolade vergiftet. Schnell gerät von Block, der sich zur Auffrischung seiner privaten Edelstein- und Kuriositäten-Sammlung heimlich auch aus den Schätzen des Hofes bediente, unter Verdacht. Die Figur des von Block und seiner kuriosen Sammelleidenschaft ist ebenso historisch verbürgt, wie die des Musikers und Schriftstellers E.T.A. Hoffmann, der Blocks Tochter Ariane im Roman nicht nur Klavierunterricht gibt, sondern auch bei der Aufklärung des Verbrechens behilflich ist.

Der gebürtige Kölner Ralf Günther hat mit „Der Dieb von Dresden“ 2009 erstmals seine Wahlheimat Dresden in den Mittelpunkt einer historischen Romanhandlung gestellt. Schon ein Jahr später folgte mit „Der Leibarzt“ (2010) das zweite, und 2013 mit „Die Türkische Mätresse“ sein drittes Werk mit Dresden-Bezug. Die Figur des Hofrats von Block, dem „Dieb von Dresden“, geht auf den Baron Peter Ludwig von Block, den ersten Inspektor des Grünen Gewölbes zurück. Dieser ließ tatsächlich einst große Edelsteine aus Juwelen-Garnituren der Schatzkammer gegen kleine Steine austauschen und versetzte die anderen im Pfandhaus. 1816 wurde sein Vergehen entdeckt.

Den historischen Hintergrund der Romanhandlung zeichnen jene Tage im Jahr 1813, in denen Napoleon geschlagen aus Russland zurückkehrt, um in der Dresdner Gegend seine letzten Gefechte auszutragen. Es ist eine Zeit, in der die Neuverteilung der Macht bereits wie ein Damoklesschwert über dem Land schwebt und geheimdiplomatische Ränkespiele auch über das gesellschaftliche Hofparkett in der sächsischen Residenz ziehen.

Sorgsam recherchiert und verständlich aufgearbeitet, verwebt Ralf Günther historische Fakten mit seiner kriminalistisch angehauchten Romanhandlung um den diebischen Hofrat von Block. Das Gesamtkonzept des Romans ist klug konstruiert, ihm fehlt es allerdings über weite Strecken am roten Faden und damit auch an Spannung. Die Figuren von Block, Hoffmann und Ariane erscheinen als gleichberechtigte Hauptfiguren, was teilweise verwirrt und den Lesefluss etwas lähmt.

Trotz der gelungenen Atmosphäre, die Günther in seinen Stadtbeschreibungen immer wieder schafft, wirken einige Faktoren dabei ein wenig aufgesetzt. Die Figur E.T.A. Hoffmans etwa scheint eher ein Alibi für den prominent besuchten Dresdner Hof der Zeit zu sein. Die wahre Biografie des hier einerseits als labilen Trinker, andererseits als hilfreichen Klavierlehrer dargestellten Schriftstellers ist dabei für die Handlung des Romans – anders als bei von Block – jedoch kaum von Belang.

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Dresdner Theatersaison eröffnet

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Zwischen Bühnentechnik und Premieren

Erst die Party, dann die Premieren. Das Dresdner Staatsschauspiel stimmt am kommenden Sonnabend (7.9.) mit einem großen Theaterfest auf die neue Saison ein. Das Programm für die kleinen Besucher startet um 15 Uhr vor dem Schauspielhaus, bevor es mit der Bühnentechnikshow im Theater um 16 Uhr dann auch für die Großen interessant wird.

In den Foyers enthüllen die Abteilungen des Hauses den Nachmittag über Geheimnisse aus ihren Werkstätten (Foto: PR/Daniel Koch), während zum 100. Geburtstag des Hauses Zeitzeugen aus vergangenen Tagen im Roten Salon zu Wort kommen. Höhepunkt wird am Abend der große Spielzeitausblick (20 Uhr im Hauptsaal) mit Szenen und Musik aus den ersten Premieren der Dresdner Staatstheatersaison sein. (NC)

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Musik wie Zuckerwatte

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„Pantoum“ bringen ihr erstes Album heraus

Es ist gepresst. Die Dresdner Band Pantoum (Foto: PR/René Limbecker) hat über ein Jahr lang fleißig komponiert, gespielt, gebastelt, gemixt und hält nun ihr erstes gemeinsames Album in den Händen. Es heißt „Puzzle“ und vereint Songs voller Sehnsucht, die phantasievoll aus Jazz- und Popelementen zu einer Musik voller leichter Schwere komponiert sind. „Musik wie Zuckerwatte“, so beschrieben die vier Musikstudenten Inez Schaefer, Christoph Hutter, Katharina Lattke und Marius Moritz ihren Stil aus weiblicher Stimme und klangvollen Jazzexperimenten einmal in einem Interview.

Und wer sie bereits bei einem ihrer Konzerte erleben durfte, der weiß auch, was damit gemeint ist. Auf „Puzzle“ haben die vier nun insgesamt zehn Songs aus den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem Ganzen geformt. Die Scheibe ist ganz in Eigenregie entstanden, ohne eigenes Label und via Startnextaccount finanziert. Die träumerischen Songs stammen überwiegend aus der Feder von Schlagzeugerin Katharina Lattke und Sängerin Inez Schaefer. In den teils experimentellen Arrangements dient schon mal eine Wasserschale als Schlaginstrument, während Schaefers Stimme durch die verschiedensten Songlandschaften führt.

Kein Wunder, dass die vier ihr Publikum faszinieren. Derzeit spielen sie im Schnitt etwa drei Konzerte pro Monat. Darüber hinaus führten sie ihre Konzertreisen bereits bis nach Tschechien, Frankreich und Norwegen. Besonders stolz sind Pantoum auf die Auftritte beim Døla Jazzfestival in Lillehammer sowie beim Bohemia Jazz Fest in Prag im vergangenen Jahr. Das Record Release Konzert fürs erste eigene Album wird allerdings am 10. Oktober im Jazzclub Tonne, also in der Bandheimat, stattfinden.

Nicole Czerwinka

Linktipp: www.pantoum-music.com

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Die Kunst, aus Krempel Kunst zu machen

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Jane Pabst bloggt nachhaltig über upcycling

Alte Gegenstände haben es Jane Pabst (Foto: privat) angetan. Schon als Kind stöberte die 31-jährige Journalistin gern auf dem Dachboden ihrer Großeltern nach Schätzen aus der Vergangenheit. „Mich fasziniert es, den Duft dieser alten Sachen einzuatmen, die Seele zu spüren, die diesen Gegenständen innewohnt“, sagt sie. Solche Fundstücke einfach wegzuwerfen, das kommt für Jane Pabst nicht infrage. Ihr macht es viel mehr Spaß, Gebrauchtes einem neuen Zweck zuzuführen. So hat sie etwa einer Hutschachtel ihrer Großmutter drei Holzfüße verpasst und daraus ein originelles Behältnis für ihre Bastelsachen gezaubert.

Was die Großenhainerin schon seit Kindertagen praktiziert, ist heute unter dem Namen „upcycling“ bekannt und international geradezu ein Trend geworden. „Es geht dabei ja auch um Umweltschutz, ich werfe Dinge eben nicht einfach weg, sondern mache etwas Neues draus“, erklärt Jane Pabst. Und weil dieses Thema sie nicht mehr loslässt, hat sie im Juni dieses Jahres ihren eigenen Upcycling-Blog gegründet. Mit journalistischem Handwerkszeug und großem Herz für die Nachhaltigkeit stellt sie auf www.zweitleben.de jede Woche mindestens zwei Upcycling-Themen vor. Von Menschen, die in ihrer Freizeit selbst upcyclen, über Künstler, die aus Alt Neu machen, bis hin zu Tests und Tipps für alle, die es selbst einmal mit einfachen Sachen ausprobieren wollen, reicht das Spektrum.

„Ich will mit dem Blog breitenwirksam auf das Thema aufmerksam machen und meinen kleinen Beitrag dafür leisten, das Bewusstsein der Menschen für den Umweltschutz zu schärfen“, meint sie. Die bunte Mischung aus Portraits, Tests und Bastelanleitungen auf ihrem Blog möchte Jane Pabst daher künftig mit Aktionen für die Umwelt ergänzen. „Ich könnte mir vorstellen, den Blog auch als Versteigerungsportal weiterzuentwickeln, bei dem man upcycling-Produkte versteigert und den Erlös einem Umweltprojekt zugute kommen lässt“, sagt sie. Ideen gibt es genug, ebenso wie passende Themen für den Blog, für den die Journalistin zunächst die sächsische Upcycling-Landschaft abgrast, aber auch schon Geschichten aus der Schweiz und Frankreich gesammelt hat.

„Das Thema erscheint mir gerade unerschöpflich, immer wieder tun sich neue Dinge auf, die ich auf zweitleben.de vorstellen könnte“, sagt sie. Vor allem die Dresdner Neustadt sei voller upcycling-Ideen, während der Trend europaweit betrachtet vor allem in London sehr verbreitet sei. „Dort gibt es sogar eine Messe. Da hinzufahren, wäre ein Traum!“, findet Jane Pabst und wenn sie von den verschiedenen Projekten erzählt, die sie bereits recherchiert hat, leuchten ihre Augen vor Begeisterung. „Ich sehe auf jeden Fall meine Berufung darin, das Blogprojekt weiter auszubauen“, sagt sie. Über die einzelnen Initiativen, Menschen und Ideen zu berichten, sei nur der erste Schritt.

So wird ihr Onlinemagazin ab Oktober auch auf Englisch erscheinen, damit es international gelesen werden kann. Außerdem habe sie schon einen Projekttag in einer Kindertagesstätte ins Auge gefasst, um auch die Kinder für Nachhaltigkeit zu begeistern. „Alte Dinge sind nicht nutzlos, das muss man erkennen und das will ich zeigen“, sagt sie. Nicht selten passiere es, dass aus vermeintlichem Müll noch wahre Kunstwerke entstehen. Bei Jane Pabsts Visitenkarten ist es allerdings genau umgekehrt. Sie sind aus alten Tusche-Skizzen der Radebeuler Künstlerin Doro Kuhbandner geschnitten, die Kontaktdaten wurden einfach auf die Rückseite gestempelt. Nix für den Müll also, sondern echt upcycling!

Nicole Czerwinka

Linktipp: www.zweitleben.de

Bei Facebook: www.facebook.com/Zweitleben.de

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Opern-Sitcom unter der Hibiskusblüte

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Szene12 führt Mozarts „Così fan tutte“ auf

Der Dresdner Verein szene12 ist ein schönes Beispiel dafür, wie junge kreative Kunst in der Stadt wachsen kann. Im vergangenen Jahr lockte der Verein mit seiner unkonventionellen Interpretation von Mozarts erster, heute kaum noch gespielter, Oper „Apollo und Hyazinthus“ (1764) in drei Aufführungen rund 300 Besucher ins Labortheater der Dresdner Hochschule für Bildende Künste.

In diesem Jahr führen die jungen Sänger – das gesamte Team besteht aus Musik-, Kunst- und Regiestudenten aus Dresden und anderen Städten – zusammen mit Regisseur Toni Burghard Friedrich und dem musikalischen Leiter Michael Blessing nun an selber Stelle Mozarts bekannte Verwechslungsoper „Così fan tutte“ (1790) auf. Was bleibt, ist der harte Kern des Vereins szene12, der mittlerweile aus etwa zehn aktiven Mitgliedern besteht, sowie die Absicht, einmal im Jahr eine junge Oper für Dresden auf die Bühne zu bringen, die sich von den üblichen Repertoireproduktionen großer Theater, aber auch der alljährlichen Inszenierung der hiesigen Musikhochschule (HfM) am Kleinen Haus deutlich unterscheidet.

„Così ist uns deswegen ins Auge gefallen, weil sich die Partitur für eine studentische Produktion gut eignet und weil es viele Kammerversionen dieser Oper gibt“, sagt Toni Burghard Friedrich, einer der Gründungsväter von szene12, der selbst Regie für Theater und Oper in Wien studiert. Anders als bei „Apollo und Hyazinthus“ im vergangenen Jahr, gibt es bei der diesjährigen Produktion jedoch ein richtiges Orchester, das aus sieben Studenten der HfM zusammengesetzt ist. War die erste Produktion des Vereins mit 500 Euro Startkapital noch ein typisches Low-Budget-Projekt, so haben die Studenten in diesem Jahr erstmals Sponsoren und private Spender gefunden, um ihr Projekt auf noch professionellere Beine stellen zu können.

Neben der Webseite kursieren derzeit altrosa Werbepostkarten zum Stück (Foto: PR) in der Stadt, auch wird es dieses Mal fünf statt nur drei Vorstellungen sowie ein deutlich dickeres Programmheft mit wissenschaftlichen Gastbeiträgen geben. Karten für die Oper sind erstmals an nahezu allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Inszenierung selbst sei eine „Hinterfragung der Kunst von Oper und Film“, erzählt Toni Burghard Friedrich. Die vom szene12-Team gewählte Kammerversion der Oper sei von Richard Strauß beeinflusst und wirke insgesamt sehr leicht und frei. In ihrer Interpretation treffe amerikanische Sitcom auf europäische Oper, sie präsentiere damit eine Sichtweise auf die Oper, „die es ganz sicher nicht gab“, so Friedrich.

Für die Inszenierung der szene12-Arbeiten nimmt er die Stücke komplett auseinander, tauscht hier und da Arien, fügt mitunter Fremdes ein, bis daraus ein ungewöhnliches Opernerlebnis entsteht. „Wir wollen ja gerade diese Herangehensweise, die bekannte Repertoirestücke neu hinterfragt“, erklärt der junge Regisseur die Absicht des Vereins. Bei der Produktion im vergangenen Jahr sei das sehr gut bei einem unerwartet breit gestreuten Publikum angekommen. „Da waren sogar Leute dabei, die seit über 40 Jahren nicht mehr in der Oper waren und es toll fanden, auch Familien“, so Friedrich. Er hat keine Angst, dass das Publikum seine Mozart-Inszenierung, die mehr eine Show als eine Oper sei, verreißt. „Die Oper ist in Dresden lange schon nicht mehr aufgeführt worden, und wenn jemand kommt und sagt: ‚So geht das nicht!‘, fände ich das auch ganz reizvoll“, sagt er.

Nicole Czerwinka

Linktipp: www.szene12.de

Szene12 im Labortheater: Mozarts „Cosi fan tutte“, am 26., 28., 30.9. sowie am 2.10., je 20.15 Uhr und am 3.10. um 16 Uhr, Karten gibt es zu 15 (ermäßigt 8 Euro) an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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Neue Bigband-Bande für Dresden

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Wie Musikstudenten eine Schülerband gründen

Philipp Schoof und Matthias Koschnitzke (Foto: privat) sind Jazzmusiker aus Leidenschaft. Anders ließe sich das aktuelle Projekt der beiden Musikstudenten aus Dresden gar nicht erklären. Zusammen wollen die zwei bis Anfang September eine neue Schülerbigband in der Stadt gründen. Das Besondere daran: Die Bigband ist – anders als sonst üblich – an keine Institution oder Bildungseinrichtung gebunden, jeder zwischen zwölf und 18 Jahren kann also mitmachen.

„Die Idee für dieses Projekt spukt mir schon seit gut einem Jahr im Kopf herum, mit Matthias habe ich dann einen geeigneten Partner für die Bandgründung gefunden“, sagt Philipp Schoof. Als offiziellen Träger des künftigen Klangkörpers konnten die Studenten nach langer Suche und dank glücklich geknüpftem Kontaktnetzwerk den Dresdner Johannstadthalle e.V. gewinnen – einen Verein, der sofort restlos von dem Projekt überzeugt war, ohne gleich Fragen nach dessen Finanzierung zu stellen, und mit der Johannstadthalle auf der Holbeinstraße zudem gleich einen geeigneten Proben- und Auftrittsraum mitlieferte.

Fehlen also nur noch die Musiker. Mindestens 17 junge Leute sollten es sein. „Besser wären 25, dann könnten die Instrumentengruppen doppelt besetzt werden“, meinen die jungen Bigband-Gründer. Ein Infoabend lockte Anfang Juli bereits etwa 20 interessierte Schüler in die Johannstadthalle. „Wir suchen Leute, die bereits ein Instrument spielen und Lust haben, diese Kenntnisse in einer Bigband zu erweitern“, sagt Philipp Schoof. Instrumentenunterricht sei nicht das Ziel dieses Bandprojektes, vielmehr gehe es darum, mit anderen zusammenzutreffen und Musikstücke nicht nur fürs stille Kämmerlein einzustudieren.

Die erste Probe steht am 13. September schon dick im Kalender der Johannstadthalle und der beiden künstlerischen Bandleiter notiert. Von da an wird die neue Band einmal pro Woche jeweils 90 Minuten proben, bevor sie nach etwa einem Jahr ihr Debütkonzert in der Stadt geben soll. „Wir haben schon viele weitere Ideen für Konzerte und Workshops“, so Schoof. Doch erst einmal muss die Band sich formieren. Dass sich genügend Interessenten für alle Instrumentengruppen – auch für Trompeten und Posaunen – finden werden, davon ist der Student überzeugt. „Ich bin optimistisch, schließlich haben wir in der Stadt und unter den Kommilitonen reichlich Flyer verteilt“, sagt er.

Dank dem Johannstadthalle e.V. als klar definiertem Träger ist inzwischen auch die Suche nach geeigneten Sponsoren für die Dresdner Schülerbigband geglückt. Die künftigen Mitglieder können sich demnächst also ganz unbeschwert der Musik widmen. Was dann noch fehlt, ist lediglich ein Name für die neue Bigband. Doch der wird sich beim gemeinsamen Proben, Einstudieren und Musizieren bis zum ersten großen Auftritt in einem Jahr sicher auch noch finden.

Nicole Czerwinka

Linktipp: www.johannstadthalle.de/projekte/aktuell

Interessenten können sich telefonisch unter 0351/4469568 melden

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Was ist da auf der Elbe los?

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7000 gelbe Enten paddeln um die Wette

Wenn die Dampfer für eine halbe Stunde ruhen und die Motorboote zwischen Carola- und Augustusbrücke schweigen, dann sind in Dresden ganz sicher die gelben Quietscheenten am Start. Zum sechsten Mal paddelten beim Dresdner Entencup an diesem Sonntag (18.8.) genau 7000 dieser lustigen Tierchen über die Elbe – und das nicht nur zum Spaß von Tausenden Zuschauern, sondern auch für einen guten Zweck.

Veranstalter des bunten Spektakels ist seit 2008 das Lionsclub Hilfswerk. Die Dresdner und zahlreiche Unternehmen aus der Region helfen seither alljährlich, das Rennen am Laufen zu halten, indem sie Preise spenden oder aber zuvor eine Ente im Wert von fünf Euro adoptieren. Die schnellsten Enten gewinnen und ihre Adoptiveltern können sich anschließend über einen Gewinn freuen, während die Spenden jedes Jahr einem anderen wohltätigen Projekt in der Stadt zu Gute kommen.

Dieses Mal wurde der Scheck in Höhe von 31.031 Euro an den Verein Malwina e.V. überreicht, der von dem Geld den großen Garten des Kinder- und Jugendhauses in der Louisenstraße umgestalten wird.

Fotos & Text: Nicole Czerwinka

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Bunt wie ein Werbefilmchen

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Impressionen vom Dresdner Stadtfest

Knapp vorm Ferienende trubelt das Dresdner Stadtfest an diesem Wochenende über die Straßen und Plätze der Innenstadt. Das Großereignis in Elbflorenz startet zum Wagner-Geburtstag anno 2013 unter dem Motto „Canaletto trifft Wagner“, erfreut seine Besucher aber dennoch mit den üblichen Programmpunkten.

Ob mittelalterliche Ritterkämpfe, Minirummel mit Riesenrad, Livemusik auf diversen Showbühnen oder Bowle in allen Farben – überall gibt es etwas anderes zu sehen, für treue Stadtfestbesucher findet sich darunter allerdings nicht sehr viel Neues. Enttäuschend ist dieses Mal vor allem das Festgelände rund um die Frauenkirche, wo mehr Messeatmosphäre denn uriges Festspektakel regiert.

Dafür beschert das Abendprogramm auf den Bühnen (zum Beispiel mit Stilbruch am Sa, um 22 Uhr am Schlossplatz) und beim Höhenfeuerwerk am Sonntag (22 Uhr) ein paar kleine Sternstunden.

Fotos & Text: Nicole Czerwinka

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Neil Young singt bei den Filmnächten

NEIL YOUNG

Achtung! Konzerttipp DD

+++ Neil Youg musste seine gesamte Europatournee wegen eines Unfalls einer seiner Musiker absagen. Auch das Dresden-Konzert fällt aus. Es gibt noch keinen Ausweichtermin, die Karten behalten aber bis auf Weiteres ihre Gültigkeit. +++

Bereits seit 40 Jahren nennt der Canadier Neil Young (Foto: PR/MAWI Concert) die großen Bühnen der Welt seine Heimat. Wie kein Zweiter hat er die Country- und Folkmusik mit seinen Hits „Harvest Moon“ oder „Heart of Gold“ beeinflusst. Er gilt als „Godfather of the Grundge“ und hat sich mit seiner Band Crazy Horse genreübergreifend auch als feste Rockmusikergröße etabliert.

Nun kommt Neil Young gemeinsam mit Crazy Horse nach Dresden und spielt am 14. August bei den Filmnächten am Elbufer. Wer Young kennt, weiß, dass er über die Jahre nichts an seiner Einzigartigkeit eingebüßt hat. Konsequent bleibt er sich und seiner Musik treu. Und so erwartet die Zuschauer ein Konzerterlebnis mit einem Mann, der buchstäblich in seiner Musik versinkt und das Publikum mit einzigartigem Gitarrensound, Mundharmonika und Akkustikgitarre in seinen Bann zieht.

Für das Konzert sind noch Karten verfügbar.

Janine Kallenbach

 

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Kammermusik gegen die Sommerflaute

Moritzburg Festival wird 20 Jahre alt

Mitten im August spielt das Moritzburg Festival seit 20 Jahren in idyllischer Teichlandschaft gegen die kulturelle Sommerflaute an. Von Jan Vogler, Kai Vogler und Peter Bruns 1993 nach mehreren Aufenthalten beim Marlboro-Festival (USA) ins Leben gerufen, ist das Kammermusikfestival rund um Augusts Jagdschloss (Foto: PR/Rene Gaens) seither längst zu einer Institution in Dresden und Umgebung geworden.

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