Erfindungen, die die Welt nicht braucht?

Waschmaschine der Zukunft kommt aus Dresden

Dresden wird seit jeher als Stadt der Erfindungen gehandelt: Ob BH, Kaffeefilter, Spiegelreflexkamera oder Mundwasser – die Elbluft scheint Inspirationen zu wecken. Der Ruf der Stadt als Tummelplatz für Tüftler wird durch ein studentisches Projekt an der TU Dresden nun von neuem genährt. Vom intelligenten Schuh bis hin zum Cocktailautomaten reicht dabei der Erfindungsreichtum der Forscher von morgen.

Der Hintergrund: Im Rahmen verschiedener  praxisorientierter Workshops an der TU Dresden entwickelten 270 Studenten der Fächer Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen insgesamt 120 innovative Produktideen. Eine Auswahl von etwa 40 Erfindungen setzten die Nachwuchsforscher anschliessend in Modelle um. Fünf davon sollen der Dresdner Öffentlichkeit am 28. Juli 2010, um 18 Uhr, im Hülsse-Bau, Hörsaal S 386, präsentiert werden. – Ob sinnvoll oder nicht, interessant wird das ganz sicher:

(1) Zu sehen ist dort beispielsweise das Modell der „Flip Heels“, einem Schuh, der durch eine neuartige Technologie von einem Flip Flop in einen High Heel verwandelt und damit sowohl am Strand als auch im Nachtclub getragen werden kann.

(2) Der „Stadion-Assistent“ scheint kurz nach der WM dagegen zwar etwas spät dran, ist aber nicht minder praktisch. Das Display soll dem Stadionbesucher nicht nur verschiedenste Informationen (etwa Spielstatistiken oder Hymnen) bereitstellen, sondern mittels Bestellfunktion auch zu Bratwurst und Bier auf dem Rang verhelfen.

(3) Witzig ist auch der Cocktailautomat „CM 3000“, der dank Datenbank und intgrierter Flaschen schnell und unkompliziert Rezepte verwirklicht.

(4) Die Waschmaschine in Fußballform wird zukünftig den Markt für die Reinigung von Kleidung revolutionieren, denn sie verspricht gleichzeitiges Waschen von heller und bunter Wäsche ohne Verfärbungen.

(5) Das „Display-Ticket“ setzt neue Maßstäbe bei Eintrittskarten. Die Kunden können damit Informationen über die Position der nächstgelegenen Toiletten, Hot-Dog-Stände und die Länge der Warteschlangen einsehen.

Hintergrund der Veranstaltung:

In einem ersten Schritt wurden von Bachelorstudenten der Studiengänge Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen 120 Produktideen aus den Bereichen Computerzubehör, Haushaltsgeräte, Sportartikel und -mode, Beleuchtung und Autozubehör entwickelt. In einem zweiten Schritt sollte dann jedes Team die beste Produktidee auswählen und mit einem Kapitaleinsatz von maximal 10 Euro innerhalb einer Woche ein anschauliches Modell bauen.

Die zehn besten dieser insgesamt 40 Modelle dienten als Basis für die Studenten des Master- und Diplomkurses „Management von Schutzrechten“. Diese hatten die Aufgabe, mögliche Schutzansprüche und entgegenstehende Schutzrechte zu identifizieren. Ziel sollte es sein, für diese Produktideen eine individuelle Schutzrechtsstrategie zu entwickeln.

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2 Kommentare

  1. Na, ich glaube, die Waschmaschine in Fußballform könnte Schwierigkeiten verursachen – wenn die dann beim Waschen so unkontrollierbar in der Wohnung herumkullert…

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