KaW: Freitag, Sonnabend, Sonntag

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KaW ist Kultur am Wochenende – drei Weggehtipps

Volle Pulle Kultur in Dresden – und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir picken in unserer Rubrik „KaW“ (Kultur am Wochenende) daher ab sofort jede Woche jeweils drei einmalige Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag für Dresden in Vorschau heraus.

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Die Faszination einer Diktatorin

Evita an der Staatsoperette Dresden

Olivia Delauré ist Evita Peron.

„Evita“ an der Staatsoperette Dresden

Sie ist so streitbar wie schillernd, diese Eva Duarte. Als Mädchen einer armen argentinischen Familie sicherte sie sich früh die Gunst der Männer in einflussreichen Positionen und stieg an der Seite des Generals Juan Perón zur First Lady des Landes auf. Dort wird sie bis heute nahezu wie eine Heilige verehrt. Es ist wohl schwer zu sagen, ob die Sucht nach Ruhm oder tatsächlich der Wille, etwas für die armen Menschen im Lande zu tun, sie antrieb. Doch trotz oder wegen aller Ambivalenz rückten Andrew Lloyd Webber und Tim Rice diese Eva Perón 1974 ins Rampenlicht ihres Musicals „Evita“, das 1987 an der Staatsoperette Dresden seine Erstaufführung in der DDR feierte. Regisseur Winfried Schneider hat es nun in einer Neuinszenierung zurück auf die Leubener Bühne geholt.

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Clara und Robert Schumann in Dresden

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Die Geschichte einer studentischen Spurensuche

Es sollte ein etwas anderes Studienprojekt werden. Eine lebendige Recherche, die über reine Archivarbeit hinausgeht und ein aktuelles Thema in den Vordergrund stellt. So gründete sich 2007 eine studentische Projektgruppe am Institut für Musikwissenschaft der Technischen Universität Dresden (TUD). Auftakt war ein Seminar namens „Clara und Robert Schumann in Dresden“, das dort im Wintersemester 2007/08 stattfand und mit dem Projekt „Clara und Robert Schumann in Dresden – eine Spurensuche“ auch darüber hinaus fortgesetzt wurde.

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Ungeschliffene Diamanten tanzen in der Manufaktur

Fahrzeugturm VW Judith Michael

Die Künstlerin Judith Michael verwandelt den Fahrzeugturm der Gläsernen VW-Manufaktur derzeit in einen bunten Diamanten.

 

Projekt „Bohème 2020“ nimmt Gestalt an

Auf der Orangerie der Gläsernen Manufaktur in Dresden stehen acht junge Leute beflissen flüsternd im Kreis, bevor sie im sachten Gleichschritt über das helle Parkett tanzen. Hier wird ein künstlerischer Freiraum mit jugendlicher Kreativität gefüllt. Geschaffen hat ihn Musikfestspielintendant Jan Vogler, der im Rahmen der diesjährigen Festspiele auch das Projekt „Bohème 2020“ ins Leben rief. Acht Nachwuchskünstler aus sieben Ländern sollen bei diesem genreübergreifenden Projekt nun zeigen, wie die „Goldenen Zwanziger“ des 21. Jahrhunderts vielleicht schillern könnten.

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Musik, weil sie Freude macht

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The Philharmonics begeisterten in der Semperoper.

 

The Philharmonics & Hampson grooven die Semperoper

Das war ein Spaß! Während sich draußen unter grauem Himmelfahrtshimmel Herbststimmung breit machte, heizten The Philharmonics (Foto: PR/ Claudie Prieler) bei ihrem Matineekonzert in der Semperoper Dresden am Vormittag (29.5.) richtig ein. Als Gast hatte das aus Wiener und Berliner Philharmonikern zusammengewürfelte Spitzenensemble sich für die Dresdner Musikfestspiele den renommierten Sänger Thomas Hampson dazugeholt.

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Experimente mit Kunst und Wissenschaft

Musikalische Hochspannung TU Dresden

Boheme-Künstler sorgen für musikalische Hochspannung an der TU Dresden.

 

 

Musikfestspiele in der Hochspannungshalle der TU

Die Chemie hat sofort gestimmt, sagt Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden (TUD). Ihm und Jan Vogler, dem Intendanten der Dresdner Musikfestspiele, sei schon nach dem zweiten Glas Wein klar gewesen, dass sie etwas zusammen machen wollen. Das erste Ergebnis dieser neuen Kooperation, die in Dresden nun exzellente Wissenschaft mit hochwertigen Konzerten verbinden soll, war gestern (26.5.) unter dem Titel „Musikalische Hochspannung“ auf dem Campus zu erleben – und ebenso experimentell wie faszinierend anzuhören und -schauen.

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Fulminanter Start mit Wagner und Strauss

Musikfestspiel-Auftakt mit der Staatskapelle Berlin

Die Dresdner Musikfestspiele 2014 sind eröffnet. Zum Auftakt gab die Staatskapelle Berlin (Foto: PR/Holger Kettner) am Freitagabend (23.5.) ein furioses Konzert in Semperoper. Auf dem Programm zum Start für den 37. Festspieljahrgang standen, noch fern vom diesjährigen Motto „Goldene Zwanziger“, zunächst drei wegweisende Werke der beiden just jubilierenden Stadtkinder, Richard Wagner (1813-1883) und Richard Strauss (1864-1949).

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Farbenfrohes Opernkunstwerk

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Studenten singen Händels „Xerxes“ am Kleinen Haus

Georg Friedrich Händels „Xerxes“ (1738) ist ein alter Schinken der Operngeschichte. Das Stück kann keinem Genre eindeutig zugeordnet werden, schwebt irgendwo zwischen Barock und Rokoko. Die Oper handelt von dem persischen König Xerxes, der sich – so überliefert es schon Herodot – einst in die Geliebte seines Bruders verliebte. Doch bei Händel geht es weniger um den historischen Helden als vielmehr um einen König, der seinen Machtanspruch auch unabdingbar auf die Frau seines Begehrens anwenden will.

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Frischer Wind für Hochschuloper

Jasmin Solfaghari, Opernregisseurin

Jasmin Solfaghari, Opernregisseurin

Jasmin Solfaghari inszeniert „Xerxes“ am Kleinen Haus

Als sie zum ersten Mal in Dresden gearbeitet hat, wehten in der Stadt noch rote Fahnen. „Das war im Oktober 1989 und ich habe für die Fidelio-Inszenierung an der Semperoper damals die Regieassistenz gemacht“, erinnert sich Jasmin Solfaghari (Foto: PR/Cathleen Herwarth). Inzwischen arbeitet die 50-Jährige als freie Regisseurin in ganz Deutschland, hat an der Staatsoperette Dresden „Hänsel und Gretel“ (2005), „Pariser Leben“ (2012) und „Eine Nacht in Venedig“ (2013) inszeniert.

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Zerlegen und Zusammenfügen als Kunstprinzip

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„Dresdner Anatomie“-Splitter II.

Still schlendern die Besucher durch die Ausstellung „geradezu momentan“ im Oktogon am Georg-Treu-Platz. Sie zeigt Exponate aus 250 Jahren Dresdner Kunstakademie. Dann tönt eine Trompete behutsam durch das alte Gemäuer. Eine Sängerin wälzt sich verzweifelt suchend in einem Türrahmen. Sie skaliert zischende englische Vokale, bevor ein zarter, hoher Gesang erschallt.

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