Karibisches Feuer

Dresdner Musikfestspiele laden zur Kubanischen Nacht

Am Ende tanzten alle im Saal des Dresdner Schauspielhauses. Partystimmung zum Ausklang eines Konzerts voller Überraschungen. Denn was Yilian Ganizares (Gesang und Violine), Omar Sosa (Klavier) und Gustavo Ovalles (Perkussion) unter dem Titel „Kubanische Nacht“ (Foto: Oliver Killig) bei den Dresdner Musikfestspielen kredenzten, war mehr als nur ein lauschiger Abend im Takt exotischer Rhythmen.

Da flirrte die Luft, brodelte das Feuer. Temperamentvoll und doch voller Gefühl entspann sich dieser Abend, zunächst noch ganz sachte. Der beinahe leise Auftakt steigerte sich jedoch bald zu einem rundum packenden Konzert, wobei die kubanische Sängerin Yilian Ganizares nicht nur mit dem warmen Timbre ihrer Stimme, sondern auch mit leidenschaftlichen Violinensoli zu fesseln vermochte. Schwer, sich der Faszination der exotischen Klangfarben zu entziehen, zu denen neben dem berauschenden, elektronisch verstärkten Klavierspiel Omar Sosas auch phantasievolle Perkussion-Momente von Gustavo Ovalles gehörten.

Yilian Canizares (Foto: Oliver Killig)

Keine Frage: Die drei haben den Rhythmus im Blut, vermochten es mit feuriger Leidenschaft für die Musik wie gefühlvollen Gesangs-, Geigen- und Pianoparts zu verzaubern. Eine Mischung aus europäischem Jazz, Elektro und kubanischen Rhythmen, die zum Tanzen einlädt. Und dieser Zauber wirkte: Bald schon konnte sich dem mitreißenden Auftritt des Trios kaum wer im eher zurückhaltenden Dresdner Publikum mehr entziehen. Da wippten Füße, kreisten Schultern, wandelte rhythmisches Klatschen das Knistern im Saal zur begeisterten Antwort auf die Musik.

Schade nur, dass man im Schauspielhaus nicht dazu tanzen kann. Kann man nicht? Doch! Bei der Zugabe hielt es niemanden mehr auf den Plätzen. Singend und tanzend entließen die drei Ausnahmekünstler das Publikum in die nicht minder heiße Dresdner Nacht. Auf dass dieses packende Debüt nicht der letzte Auftritt des Trios an der Elbe bliebe!

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