Goethes kranke Gesellschaft

„Faust I“ am Staatsschauspiel – eine Kritik

Es war ein Experiment: Der schwedische Regisseur Linus Tunström inszeniert Goethes „Faust, der Tragödie erster Teil“ am Staatsschauspiel Dresden – und kürzt das allerheiligste Stück der deutschen Theaterliteratur dabei auch noch auf eine zweistündige Version ohne Pause zusammen. Die meisten Nebenfiguren fallen in seiner Inszenierung raus, ebenso wie die Zueignung und das Vorspiel auf dem Theater. Das Ganze beginnt im Krankenhaus statt in der Studierstube.

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Goethes „Faust“ unter freiem Himmel

Faust-Altroßthal

Schüler des BSZ in Altroßthal spielen im Park auf

Das wird ein Spektakel: Mit Feuer, Nebel und Wasser unter freiem Himmel führen die Schüler des Berufsschulzentrums für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden (BSZ) am Donnerstag (17.7.) im Schlosspark Altroßthal Goethes „Faust, der Tragödie erster Teil“ (Foto: Michael Prause) auf. Zum siebten Mal vereinen sich die Klassen des BSZ zu einer gemeinsamen Theaterproduktion und starten mit vier furiosen Aufführungen in die großen Ferien.

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Fader Faust im Märchenwald

Keith Warner inszeniert Gounods Goethe-Adaption an der Semperoper

Charles Gounod machte aus Goethes „Faust“ 1859 eine wirklich französische Oper mit Walerzklängen und dem Fokus auf dem einzigen amourösen Element des Dramas, der Gretchentragödie. Von den Deutschen einst als Skandal verschrien, gehört das Stück inzwischen zu den meistgespielten Werken der Opernliteratur. In der Semperoper, die mit den Franzosen bekanntlich seit jeher wenig am Hut hatte, kam das Stück zuletzt im Jahr 1936 zur Aufführung und wurde nun von Keith Warner erneut zum Leben erweckt.

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