Von Helden und Waschlappen

Peter Hacks „Helena“ an der St. Pauli Ruine

Auch Götter können irren. Und sie tun es ständig. So oder so ähnlich könnte man Peter Hacks fröhlich-satirisches Schauspiel mit Musik um die schöne „Helena“ (1964), nach einer Operette von Jacques Offenbach, wohl interpretieren. An der St. Pauli Ruine feierte dieses schwer ironische Stück am Freitag (31.5.) in einer Inszenierung von Jörg Berger Premiere. Hier gipfelt der allzu heutig erscheinende Götterkampf um Popularität zwar nicht im Trojanischen Krieg, dafür jedoch in einem unterhaltsamen Theaterabend, der in Hacks’scher Manier die Schwächen der allzu menschlichen Herrscher (Foto: PR) vorführt.

Helena, die schönste Frau auf dem Olymp, wird dabei gleichsam selbst Mittel zum Zweck. Denn eigentlich ist es die listige Kupplerin Venus, welche die Ehe der Schönen per verhängnisvolles Versprechen in den Hades befördert. Britta Andreas spielt diese listige Liebesgöttin, die es weder Minerva (Simone Foltran) noch Juno (Katrin Soddu) gönnt, vom trojanischen Prinzen Paris (Jonas Finger) als die Schönste aller Göttinnen gekrönt zu werden. So verspricht sie dem Prinzen die Liebe der Helena, um den goldenen Apfel des Paris schließlich selbst zu erhalten.

Der anfangs als blökender Zickenkrieg inszenierte Frauenstreit – sinnfällig werden die Schafe hier von Hund Merkur alias Detlef Epperlein zusammengescheucht – mündet schließlich im Konkurrenzkampf zwischen Jupiter (Karl Weber) und Venus. Resigniert stellt Priester Kalchas (Rainer Leschhorn) fest, dass Venus längst populärer als Jupiter ist. Helena indes ist inzwischen dem schönen jungen Paris verfallen und in ein gesellschaftliches Verhängnis verstrickt. Felicitas Mallinckrodt sticht dabei als eine allzu menschliche Helena hervor, die aufgeregt von der Empore herab ihr Schicksal betrachtet und hyperventilierend die Ankunft des angebeteten Paris kundtut.

„Dem Herzen folgen, gilt als Sünde“, deklamiert sie – tut es aber doch. Zusammen mit Paris zieht sie am Ende die Leidenschaft der gesellschaftlichen Anerkennung vor und flüchtet ins Nirgendwo, um die Herrscherriege, die eben noch beschaulich beim Angeln saß, einfach mal stehen zu lassen. Auch Helenas gehörnter Gatte Menelaos – von Lutz Koch wunderbar machtlos-treudoof dargestellt – bleibt mit dem Rest der ulkigen Götterbande zurück. Sogar das als große Show inszenierte Orakel führt sich mit diesem Ausgang der Geschichte letztlich selbst ad absurdum.

Das göttliche Herrschaftsgetue dieser in Bettwäschegewänder (Bühnen- und Kostümbild: André Thiemig) gepackten Bande wird hier nicht nur dank Ehebruch, sondern auch in seiner Erscheinung per se parodiert und herzhaft komisch in seiner ganzen Fragwürdigkeit enttarnt. Nicht nur Ajax I und II (Detlef Epperlein und Jens Döring) und der mächtige Held Achilles (Hans-Martin Thiel) erscheinen dabei als humorige Waschlappen, auch ihr Dichter Homer tritt als blinder Schreiber, den niemand mehr ernst nimmt, auf die Bühne und hat selbst am Mikro bald nichts mehr zu sagen.

Am Ende gibt es in dieser hintersinnigen Inszenierung weder Sieger noch Verlierer. Eine Moral aus der Geschicht’ – so sie überhaupt existiert – mag sich jeder Zuschauer für sich selbst herausfiltern. Dass es dem bunten Treiben in der Ruine dabei manchmal ein wenig an Stringenz fehlt und im wilden Göttergewusel auch schnell mal der Faden verloren geht, machen die vielen guten Einfälle – vom göttlichen Donnergrollen bis zur blökenden Schafsherde –  bis dahin wieder doppelt wett.

Nicole Czerwinka

Peter Hacks: „Helena“ an der St. Pauli Ruine, wieder am 4.6., 5.6. 19.30 Uhr, 7.6. und 29.6. 20 Uhr sowie am 9.7., 10.7., 23.7., 24.7., 25.7. 19.30 Uhr, am 13.-15.8., 27./28.9., 4./5.10.

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Das Große steckt oft im Unscheinbaren

„Wie Licht schmeckt“ an der bühne der TU

Sie rascheln und pfeifen und kratzen und summen und brummen, um dann wieder ganz still zu sitzen oder pantomimisch Lachfalten beim Publikum zu produzieren. Mattis Hasler und Maximilian Helm alias Lissy und Ringo sind die heimlichen Stars der aktuellen Produktion von die bühne – das Theater der TU Dresden. Still im Hintergrund, aber doch immer wieder mit herrlich komischer Präsenz in das eigentliche Stück hineinprasselnd sind sie so etwas wie der Pfeffer in einem gelungen angerichteten Theaterabend mit dem vieldeutigen Titel „Wie Licht schmeckt“ (Foto: PR/Paul Krehl).

Vordergründig entspinnt sich in der ersten Inszenierung von Stephan Thiel an der TU-Bühne, jedoch eine nachdenkliche, philosophisch-berührende Geschichte um den 14-jährigen Lukas. Das Stück beruht auf dem gleichnamigen Roman von Friedrich Ani. Im Gegensatz zu dieser Vorlage verzichtet die Dramatisierung von Johannes Schrettle jedoch auf den Hintergrund der Elternfiguren und genaue Ortsangaben. Hier geht es zunächst nur um Lukas, der an seinem 14. Geburtstag drei Tage lang nicht nach Hause gehen und schlicht frei sein mag. Marcus Horn spielt diesen planlosen Jungen, der außer einem Roman von Simon Beckett und ausgedehnten Spaziergängen in seiner Heimatsstadt nichts will und braucht, zunächst noch voll ungestümem Übermut, entwickelt diese Figur im Verlauf des Abends jedoch hin zu immer mehr Tiefe und Besonnenheit.

Auf seinen Streifzügen begegnet Lukas den beiden ulkigen Typen Lissy und Ringo, die zwar ein wenig älter als er, aber letztlich ebenso planlos daherkommen – und manchmal als bloße Phantasiefiguren von Lukas erscheinen, die nur vorübergehend aus Simon Becketts Roman an den Rand der Bühne zu ihm hervorkriechen. Doch dann stolpert Lukas auf einer Rolltreppe plötzlich über den Blindenstock der 17-jährigen Sonja. Er ist fasziniert von dem seltsamen Mädchen, hilft ihr über die Straße – wiederum kunstvoll gemalt mit Geräuschen aus dem Mikro – und verfolgt sie schließlich bis in das Lokal, in dem sie arbeitet. Sarah John könnte man in der Rolle dieser selbstbewussten und doch zerbrechlich wirkenden Sonja ewig zusehen. Mit geschlossenen Augen spielt sie die Figur souverän und berührend, wenn sie etwa Lukas zeigt, dass nicht nur das, was man sieht, wahr sein muss und den übermütigen Jungen mehr als einmal in die Schranken weist.

Und dann ist da noch Sonjas Freundin Vanessa. Maria Rähder lässt diese Kumpeline zwischen großer Sorge um ihre blinde Freundin und kleiner Eifersucht auf die immer mehr sich zwischen dieser und Luaks anbahnende Freundschaft schwanken. Geht sie zu Anfang noch begeistert mit Sonja ins Kino und Schwimmbad, schnattert fröhlich mit ihr über Lieblingsfernsehserien, so tritt sie am Ende eher als Randfigur in Erscheinung. Das, was da zwischen Lukas und Sonja passiert, versteht sie wohl nicht so recht, vielleicht weil sie selbst noch nicht so ganz begriffen hat, wie man ohne Augenlicht, aber dafür viel mehr als die anderen sehen kann.

Dank einem starken Ensemble entsteht so auf der kleinen Bühne im Weberbau der TU Dresden mit einfachen Mitteln großartiges Theater, bei dem viele gute Ideen mitspielen und am Ende zu einem gelungenen Ganzen zusammengesetzt werden. Mit einem Sammelsurium an kreativen Geräuschmachern aus dem Küchenschrank setzen die jungen Schauspieler sowohl die ulkigen als auch die wahrhaft berührenden Momente des Stückes ins richtige Licht. Die Philosophie der eigentlich tiefsinnigen Geschichte entspinnt sich in diesem abwechslungsreichen, vielseitigen Spiel angenehm unaufdringlich, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Nicole Czerwinka

„Wie Licht schmeckt“, bühne das Theater der TU Dresden, wieder am 31.5., 1.6., 5.6., 7.6., 8.6. jeweils um 20.15 Uhr

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Opernposse ohne Narren

Verdis „Falstaff“ am Kleinen Haus

Nein, selbstverständlich ist es wahrlich nicht, mit studentischen Stimmen eine Oper von Giuseppe Verdi zu inszenieren. Anlässlich des diesjährigen Doppeljubiläums 200 Jahre Wagner-Verdi wagte Andreas Baumann, der Leiter der Opernklasse an Dresdens Musikhochschule (HfM), für seine letzte Inszenierung dieses Experiment dennoch. So gipfelte die diesjährige Kooperationsarbeit der Dresdner Hochschulen für Musik (HfM) und Bildende Künste (HfBK) nun in einer bunt trubelnden Aufführung von Verdis letzter Oper „Falstaff“ (1893), die am Sonnabend (25.5.) im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele am Kleinen Haus Premiere feierte.

Die lyrische Komödie in drei Akten (Libretto: Arrigo Boito) ist ein drolliges Stück, das auf William Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ basiert, musikalisch allerdings längst nichts mehr mit der dramatischen Getragenheit von Verdis bekannten Opernschlagern gemein hat. Für die Hochschulkooperation übernahm daher der renommierte Kammersänger Matthias Henneberg die schwierige Titelpartie des Falstaff – und setzte mit seinem herrlich voluminösen Bariton einige Glanzpunkte des Abends. Der Rest blieb – sowohl gesanglich als auch gestalterisch – den Studenten der beiden Dresdner Kunsthochschulen überlassen, die der Herausforderung von Stoff und Partitur mit einer soliden, in den folgenden Vorstellungen sicher aber noch steigerbaren, Leistung trotzten.

Verdis letztes Opernwerk ist ein selbstironisches Stück, das die Entwicklung der Menschlichkeit jenseits bürgerlicher Konventionen hinterfragen will. Der ehrlose, aber ehrliche Falstaff wird dabei in allerlei Eifersuchtshändel verwickelt, die ihm die vermeintlich ehrvolle Bürgerschaft – allen voran die Weiber von Windsor – schließlich rückwirkend zum Verhängnis macht. Fern ab dieser Gesellschaft tauschen Nannetta und Fenton auf Wolke sieben jungverliebte Küsse, bis sie sich in altbekannter Opernlist, natürlich gegen den Willen von Nannettas Vater, doch das Jawort geben. Die Moral der Geschicht’ erteilt Verdi ganz am Ende musikalisch-vieldeutig: „Der Mensch ist ein Narr.“

Die beiden Bühnen- und Kostümbildnerinnen Sabine Mäder und Martina Lebert (HfBK) haben zu der mit Intrigen und zwischenmenschlichen Fallstricken vollgepackten Handlung eine moderne, sehr wandelbare Theaterkulisse mit hin- und herziehbaren Tafeln entworfen, auf der das über allen schwebende Liebespaar gen Himmel fliegt und der selbstgefällige Lebemann Falstaff sich immer wieder in sein dickes rettendes Schlauchboot zurückziehen kann. Die Figuren agieren in zeitlos gegenwärtigen Kostümen, statt einer Armee holt am Ende des zweiten Aktes gar eine Horde Footballspieler zum Hahnenkampf aus. Das alles macht die eher verworrene Handlung zu einem kunterbunten, komisch-kurzweiligen, jedoch erstaunlich klar strukturierten Opernabend, dem es zu keiner Zeit an Spannung mangelt.

Gesanglich ist das Premierenlampenfieber beim studentischen Ensemble (Foto: PR/Hans-Ludwig Böhme) zwar noch hin und wieder zu spüren, unter der Leitung von Ekkehard Klemm, der das Hochschulsinfonieorchester mit gewohnter Ruhe und Souveränität durch die Falstaff-Partitur führt, verklingen die kleinen Unsicherheiten jedoch nahezu ungehört im bunten Bühnentrubel. Unter den Solisten vermag es vor allem Gunyong Na in der Rolle des eifersüchtigen Ford mit seinem stimmgewaltigen Bariton zu überzeugen. Auch Jelena Josic gibt mit ihrem weichen, klaren Sopran eine wundervolle Nannetta und vereint sich mit Jaesig Lee als Fenton zu zauberhaften Liebesduetten im Stil des Bellcanto.

So ist das Experiment am Ende doch geglückt. Für Andreas Baumann ist dieser „Falstaff“ sicher ein zufriedenstellender Anfang vom Ende seiner 21-jährigen Arbeit als Leiter der HfM-Opernklasse. Als Regisseur realisierte er in „fruchtbarer Zusammenarbeit mit jungen, kreativen und motivierten Gesangsstudenten“ in dieser Zeit eine Reihe solcher jugendlich-frischen Operninszenierungen. Baumann war es auch, der die Kooperation von HfM und HfBK, teils auch mit der Palucca-Schule, initiiert sowie die nunmehr seit 2005 währende Zusammenarbeit mit dem Staatsschauspiel Dresden ins Leben gerufen hat. Wer ab dem kommenden Wintersemester sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Aber eines ist sicher: Die studentischen Opernproduktionen im Kleinen Haus mögen Dresden auch weiterhin erhalten bleiben.

Nicole Czerwinka

Verdi „Falstaff“ am Kleinen Haus, wieder am 29.5., 19.30 Uhr; 2.6., 16 Uhr; 8.6., 14.6. und 22.6. je 19.30 Uhr

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„Femme fatal“ in weinseliger Umgebung

Martin Walker liest bei den Musikfestspielen

Schummeratmosphäre herrscht in der Sektfabrik auf Schloss Wackerbarth, als dort am Donnerstag (23.5.) ausnahmsweise nicht edel perlende Sachsentropfen, sondern wohlgewählte Worte im Rampenlicht stehen. Im Rahmen der Musikfestspiele Dresden las der schottische Schriftsteller und Journalist Martin Walker (Foto: PR/Bastian Schweitzer) zusammen mit seiner deutschen Hörbuchstimme Johannes Steck fünf Ausschnitte aus seinem Kriminalroman „Femme fatale. Der fünfte Fall für Bruno, Chef de Police“ (die deutsche Version erschien just im Diogenes Verlag). Dieser spielt, wie schon die vorherigen Teile der Reihe, in einer ländlichen Gegend Frankreichs, welche die idyllische Radebeuler Weinbergumgebung auf dem edlen Schloss passgenau widerzuspiegeln scheint.

Walkers Lesetour führt ihn – so erzählt er mit rollendem schottischen Akzent in verblüffend gutem Deutsch – jedes Jahr im Mai nach Deutschland und startet 2013 nun im weinseligen Ambiente. Der Saal, in dem sonst Wackerbarths Sektflaschen abgefüllt werden, ist dabei erstaunlich gut besucht – obwohl bei dieser Musikfest-Lesung tatsächlich keine Instrumente aufspielen. Wie sich in der gut einstündigen Veranstaltung jedoch zeigt, schwingen Walkers wohlgewählte Worte im englischen Original ebenso wie in der deutschen Übersetzung mit eigener Musikalität. Das knisternde Vokabular des Schotten offenbart sich auch in den von ihm groß gestikulierend vorgetragenen Textstellen, erschwert allerdings deren Verständlichkeit, denn die englischen Ausschnitte werden nicht noch einmal übersetzt. Nahtlos schließt sich daran Johannes Steck – mehrfach preisgekrönt für seine Hörbuch-Interpretationen von Ken Follett und Simon Beckett –, welcher der deutschen Version der Erzählung raustimmig und mit unaufgeregt präziser Betonung Leben einhaucht.

Angeregt durch Walkers langjährige Arbeit als politischer Journalist handeln seine Romane um Polizeichef Bruno von beschaulichen französischen Landschaften, humorvollen Liebesgeschichten und knallharten Kriminalfällen. Ähnlich, wie man es von den Skandinaviern kennt. So geht es in „Femme fatal“ um den Fall einer schönen Frau, die nackt, aber tot in einem Kanu auf einem der glasklaren Flüsse rund um das verschlafende Dörfchen Périgord herumtreibt. Ein wohl satanisches Tattoo auf ihrem Körper stellt den Polizisten ebenso vor ein Rätsel, wie die undurchsichtigen Finanzflüsse am Rand dieser lauschigen französischen Ufer und das Verhalten seiner Geliebten Isabelle. Das alles verpackt Walker in farbige Beschreibungen, die in der deutschen Version ebenso treffsicher schillern wie im Original, und wohl den eigentlichen Reiz seines Werkes ausmachen. Gewürzt mit vielen Anekdoten und Hintergründen aus vorherigen Teilen der Romanreihe gedeiht dieser Abend schließlich zu einer gelungenen Melange aus englisch-deutschem Lesungsdialog mit französischem Schauplatz inmitten der Radebeuler Weinlandschaft. Nicht mehr und nicht weniger.

Nicole Czerwinka

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Richard Wagner als „Rahmenprogramm“

Wagners Spuren (4): Das Geburtstagsfest

Einen prominenten Geburtstag feiert man am besten mit prominenten Gästen. So jedenfalls hätte es Dresdens ehemaligem Hofkapellmeister Richard Wagner (1813-1883) wohl gefallen – und so hat er es von seiner zweiten Heimatstadt zum 200. auch bekommen. Seit langem schon waren die beiden Geburtstagskonzerte der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu Ehren des Komponisten ausverkauft. Sowohl am 18. Mai in der Frauenkirche als auch am 21. Mai in der Semperoper erklangen dabei vor allem die Werke mit Dresden-Bezug unter der Leitung des viel gerühmten Wagner-Dirigenten und –Nachfolgers Christian Thielemann.

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Barocke Uraufführung im Palais

Festspielorchester präsentiert Vergessenes

Das Dresdner Festspielorchester, 2012 im Rahmen der Musikfestspiele eher still gegründet, knüpft beim Werkstattkonzert am vergangenen Sonnabend (18.5.) musikalisch an jenes Zeitalter an, in dem in Dresden alles versammelt war, was musikalisch Rang und Namen hatte. Im Mittelpunkt stehen dabei teils noch ungehörte Werke aus dem legendären „Schrank II“, in dem der Ausnahmegeiger Johann Georg Pisendel (1687-1755) einst in der Hofkirche seine umfangreiche Musikaliensammlung aufbewahrte. Diese umfasste rund 1700 Manuskripte, darunter auch Abschriften von Werken Antonio Vivaldis, vor allem aber Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Johann Friedrich Fasch. Die Noten gehören heute zum Bestand der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB), wo sie von 2008 bis 2011 neu aufgearbeitet und digitalisiert wurden.

Dank des Festspielorchesters (Foto: PR/Oliver Killig), in dem sich Spezialisten für historische Aufführungspraxis aus zwölf Ländern vereinigt haben, folgt nun die Ur- und Erstaufführung eines kleinen Teils dieses lange in den Untiefen der Archive schlummernden Musikalienschatzes. Mit festlich, ja fast hymnisch anmutenden Auszügen aus der Ouvertüren-Suite D-Dur von Johann Friedrich Fasch (1688-1758) – die hier eine Uraufführung in drei Teilen erlebt – eröffnen die Musiker diesen historischen Konzertabend im barocken Ambiente des Palais im Großen Garten. Ein Hauch von höfischer Festmusik durchweht den Saal, wobei die Trompeten sehr dominant durchdringen. Das Orchester unter der Leitung des Engländers Ivor Bolten am Cembalo lässt die drei Teile dieses fast schon klassisch anmutenden Stücks mit großem Enthusiasmus aufleben.

Dazwischen betritt immer wieder (fast ein wenig zu oft) Festspielintendant Jan Vogler die Bühne. Er ist der Moderator des Abends, ordnet die insgesamt vier Werke historisch ein und stellt die alten Instrumente in Gesprächen mit den Musikern vor. Heute kaum noch geläufige Klangkörper sind hier versammelt: Da wären zum Beispiel eine ungewöhnlich lange Naturtrompete ohne Ventile, eine 250 Jahre alte Pauke mit Ziegenfell, eine Flöte mit Elfenbeinringen in konischer Struktur, ein Horn  mit einer fast fünf Meter langen Röhre, ebenfalls ohne Ventile, und eine Barock-Laute mit 24 Saiten.

Die Flöte (Frank Theuns) mit ihrem warmen, weichen, eher gedämpften Ton steht beim zweiten Stück, einem Flötenkonzert von Johann Joachim Quantz (1697-1773), im Fokus. Rund 300 solcher Flötenkonzerte hat Quantz geschrieben. Dieses ist ein besonders klangschönes, eingängiges Werk, das vom Orchester mit großer Präzision vorgetragen wird, bevor ein ebenfalls sehr moderner Satz von Antonio Vivaldis (1678-1741) Concerto in D-Dur erklingt. Hier kommt nun die sperrige Barock-Laute zu ihrem großen Auftritt. Mit sichtbarer Freude geht Joachim Held an diesem Instrument ans Werk, mit dem er auch dem in Dresden wirkenden Silvius Leopold Weiss (1687-1750), einst einer der berühmtesten Lautisten seiner Zeit, späte Ehre erweist. Konzertmeister Giuliano Carmignola führt auf der barocken Violine lässig und akkurat zugleich durch diesen ungewöhnlichen Vivaldi.

Das wahrscheinlich barockste Stück des Abends jedoch ist Johann David Heinichens (1683-1729) „Serenata di Moritzburg“. Das ebenfalls frisch edierte Werk aus dem „Schrank II“ ist mit Horn – Wilhelm Bruns demonstrierte es zuvor – und Trompeten (Wolfgang Gaisböck, Bernhard Mühringer) in einem lebhaften Jagdkolorit gehalten. Allerdings – und das ist wohl das einzige Manko, ist wie schon zuvor auch hier das Cembalo in den ersten Reihen kaum zu hören. Abgesehen davon glänzt dieses von sicht- und hörbarem Enthusiasmus des Festspielorchesters getragene Gesprächskonzert mit einer lebhaften Rückschau auf Dresdens Musikgeschichte als historischer Programmpunkt mitten im Festspieltrubel. Ein weiteres wird der Klangkörper, unter anderem mit Werken von Fasch, Händel, Heinichen und Vivaldi, am kommenden Montag (20.5.), um 20 Uhr im Lichthof des Albertinums gestalten.

Nicole Czerwinka

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Brahms trifft Britten, mitten in Dresden

Takács Quartet bei den Musikfestspielen

Brahms warmtönige Romantik trifft auf Brittens kantige Moderne – wie gut das harmoniert, hat das Takács Quartet (Foto: PR/Ellen Appel) bei seinem gestrigen Konzert (17.5.) im Palais im Großen Garten eindrucksvoll bewiesen. Das aus Ungarn stammende Streichquartett ist weltweit für seine innovativen Konzertkonzeptionen bekannt. Bei den Dresdner Musikfestspielen spielten die vier Musiker nun zusammen mit dem renommierten Bratschisten Lawrence Power auf.

Zwei Streichquintette von Johannes Brahms – der eher für sein sinfonisches Schaffen und seine Lieder, weniger für Kammermusik bekannt ist – bilden den Rahmen für dieses zweistündige Konzert. Sowohl das Quintett Nr. 1 F-Dur als auch Nr. 2 G-Dur ist für zwei Violen geschrieben. Sie gehören zu den wenigen Kammermusikwerken von Brahms, in denen kein Klavier besetzt ist. Das Takács Quartet lässt diesen warmen weichen Klang zusammen mit Lawrence Power nun im barocken Palais wieder aufleben. Fließend fügen sich ihre Stimmen ineinander, fast so als würde ein stummes Band der Verständigung sie zusammenführen. Die Musiker Eduard Dusinberre (Violine), Károly Schranz (Violine), Geraldine Walther (Viola), Andrá Fejér (Violoncello) und Lawrence Power (Viola) gehen sichtbar in dieser Musik auf, während sich die Sonne rings um das Palais langsam herabsenkt.

Das sich an das Brahms-Quintett Nr. 1 direkt anschließende Streichquartett Nr. 3 von Benjamin Britten bietet dazu eine hörbare Zäsur, führt allerdings keineswegs zum stilistischen Bruch. Im Gegenteil: Viel eher erscheint die bewegende Dialogsituation, mit der Britten sein fünfteiliges Stück eröffnet, als eine Weiterentwicklung des Vorangegangenen. Mehr kantig als fließend, aber dennoch melodisch singen, jammern und streiten Violinen und Violen hier scheinbar miteinander, wobei das Violoncello neunmalklug hineinmeckert und einen gelungenen Kontrapunkt setzt. Wie in einem Kaleidoskop fügen sich die Einzelstimmen dabei immer wieder zu einem Ganzen. Mal gibt eine Solo-Violine Töne wie Nadelstiche von sich, so als würde sie weinen und bittere Wehmut klagen, um später von den Tiefen des Cellos geerdet zu werden – bis das Stück schließlich in einem getragenen Rezitativschluss endet, der diesen Dialog der Instrumente zum wehmütigen Konsens führt. Den Musikern gelingt es dabei einmal mehr die Spannung bis zum sacht verklingenden Schlusston zu halten, sodass Britten bis in die Pause nachklingt.

Danach schließt sich der Kreis mit Brahms Quintett Nr. 2, das lebhaft die Romantik zurück ins Palais holt. Erneut halten das Takács Quartet und Lawrence Power den Saal mit ihrem virtuosen Zusammenspiel ganz im Bann der Musik gefangen. Fast scheint es, als hätte Brittens musikalisches Zwischenspiel die Musiker gar noch fester zusammengeschweißt. Und wiederum wird deutlich, wie überraschend gut die Kombination aus Brahms und Britten hier nach wie vor gelingt. Der minutenlange Applaus nach dem vierten Satz bestätigt dies. Einzig, dass das Spiel dennoch ohne Zugabe blieb, mag einige Konzertbesucher vielleicht ein wenig irritiert haben. Als Entschädigung – sowie für all jene, die nun neugierig geworden sind – sei an dieser Stelle auf die Übertragung der Liveaufzeichnung dieses Konzerts auf Deutschlandradio Kultur am kommenden Sonntag (19.5.), um 20.05 Uhr verwiesen.

Nicole Czerwinka

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Verdi-Oper zur Festspielzeit

Dresdner Studenten inszenieren „Falstaff“

Giuseppe Verdis letzte Oper „Falstaff“ ist ein verwirrendes Stück, dessen Libretto (Arrigo Boito) auf William Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ basiert. Mitten im Verdi-Jahr 2013 wollen die Dresdner Hochschulen für Bildende Künste (HfBK) und für Musik (HfM) diese eher selten gespielte Oper in ihrer gemeinsamen Produktion am Kleinen Haus erneut zum Leben erwecken – und schlagen dank Shakespeare auch noch gekonnt einen Bogen zum diesjährigen Motto (Empire) der Dresdner Musikfestspiele (11.5.-2.6.), in deren Rahmen die Premiere am 25. Mai stattfinden wird.

Die Geschichte von „Falstaff“ ist schwer in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Drei Handlungsstränge konkurrieren hier um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Jelena Josic (Foto: privat) kennt sich dennoch bestens mit dem Stoff aus. Aus dem Gedächtnis erzählt die Gesangsstudentin, worum es im „Falstaff“ geht. „Das Stück ist eine Kritik an der Gesellschaft und eher untypisch für Verdi, es ist sehr komplex, immer wieder gibt es inhaltliche Brüche“, sagt sie. Jelena Josic singt in der aktuellen Hochschulproduktion die Rolle der Nannetta, einer jungen Frau, die die Liebesheirat der gewinnbringenden Verkuppelung durch ihren Vater vorzieht. „‚Falstaff‘ ist musikalisch sehr anspruchsvoll, aber es macht große Freude, diese Figur zu erarbeiten“, erzählt Josic und sprüht spürbar vor Begeisterung.

Verdis Nannetta ist ihre erste große Rolle auf der Opernbühne. Zuvor hat die gebürtige Serbin, die derzeit im sechsten Semester an der HfM Gesang und Musikpädagogik studiert, bei den Hochschulproduktionen „Figaros Hochzeit“ und „Der Wildschütz“ im Chor mitgesungen. „Aber es ist ein ganz anderes Gefühl, jetzt eine Hauptrolle zu singen“, sagt sie. Seit November hat sich Jelena Josic intensiv auf diese Partie vorbereitet, musste einige Prüfungen an der Hochschule verschieben, um im März und April zweimal am Tag für die Premiere proben zu können. Die Teilnahme an einer solchen Opernproduktion im realen Theaterambiente ist jedoch eine große Auszeichnung für jeden Gesangsstudenten. „Es ist eine sehr gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben als Sängerin, ich habe dank Verdi unheimlich viel für mein Hauptfach gelernt“, sagt sie.

Es sei wahnsinnig reizvoll, ein solches Stück einzustudieren, das später im regulären Spielplan des Kleinen Hauses verankert sein wird, schwärmt die Studentin. Sechsmal soll „Falstaff“ von den Studenten aufgeführt werden. Wie immer bei den Dresdner Hochschulproduktionen zeichnet die HfM dabei mit Sängern und Hochschulsinfonieorchester für Regie und den musikalischen Teil verantwortlich, während Maske, Kostüme und Bühnenbild in der Hand der HfBK-Studenten liegen. „Das Publikum zahlt für die Vorstellungen, da muss alles passen, egal ob es einem an dem Abend gutgeht oder nicht“, sagt Jelena Josic – und man merkt, wie viel Herzblut sie in die Rolle gesteckt hat.

Verdi liege ihr nicht zuletzt auch deswegen am Herzen, weil sie sich in ihrem Heimatland Serbien viel mit der italienischen Gesangsschule beschäftigt habe. Dass die Dresdner Musikhochschule sie schließlich aufgenommen hat, betrachtet die junge Sängerin als großes Geschenk. „Ich habe sofort nach der Aufnahmeprüfung gemerkt, dass ich hierher möchte“, erzählt sie begeistert und gesteht, dass sie für Dresden dann sogar eine Bewerbung in Wien sausen lassen hat. Die Premiere der Verdi-Oper während der Dresdner Musikfestspiele ist der erste Auftritt in einem so großen, offiziellen Rahmen für die Studentin. „Ich bin jetzt schon aufgeregt und freue mich wahnsinnig auf diesen Abend“, verrät sie so voll Enthusiasmus, dass man ihr am liebsten um den Hals fallen möchte.

Linktipps: www.musikfestspiele.com und www.hfmdd.de

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Zeitlose Parallelgesellschaften

Hauptmanns „Ratten“ am Staatsschauspiel

Eine abgeranzte Hauskulisse aus schimmelig nassen, abblätternden Wänden mit hohen, lichten Türen bildet den optischen Hintergrund für Gerhart Hauptmanns Paradestück „Die Ratten“, das am 10. Mai im Großen Haus des Staatsschauspiels Dresden Premiere feiert. Viereinhalb Monate nach Ausklang des Hauptmannsjahrs 2012 setzt das Theater dem Autor mit dieser Inszenierung von Susanne Lietzow ein spätes, aber dafür umso gelungeneres Denkmal im Nachhall seines 150. Geburtstags.

Sowohl das Bühnenbild (Aurel Lenfert) als auch das dialektgeschwängerte Spiel von Rosa Enskat (als Frau John) und Marie Smolka (als Pauline Piperkarcka) ziehen den Zuschauer von der ersten Minute an in den Bann. Mitten im Kostümfundus des Ex-Theaterdirektors Hassenreuter handeln die beiden Frauen zunächst jene verhängnisvolle Absprache aus, um die sich später das eigentliche, durch zwei Parallelgesellschaften diffundierende Hauptmann-Drama entspinnt: Rosa Enskat zeigt die biedere, stets hilfsbereite Frau John, eine einfache Person in Strickjacke und schlichtem Schlabberrock (Kostüm: Marie Luise Lichtenthal), als handfeste, keinesfalls unsympathische Figur. Selbst kinderlos kauft sie der verzweifelten jungen Pauline ihr Neugeborenes ab und gibt es später vor ihrem Mann John (Thomas Eisen) als ihr eigenes aus.

Und dann ist da noch die gut gekleidete bürgerliche Bildungsgesellschaft, die um Ex-Theaterdirektor Hassenreuter (Albrecht Goette) fern ab und doch so nah dieser sozialen Unterschicht schwülstige Theaterproben durchführt, mit dem Ziel, irgendwann ruhmreich auf den Bühnen der Welt glänzen zu können. Thomas Braungardt überzeugt hier besonders als verstockter Samtanzugträger und angehender Schauspielstudent Erich. Auf dem Dachboden zettelt er ernsthafte Theaterdiskussionen mit Hassenreuter an, wenn er nicht gerade dessen wohlbehüteter Tochter Walburga unters brave weiße Seidenröckchen kriecht. Annika Schilling zeigt eine herrlich doppelbödige Bürgerstochter, die es in punkto Liebe mit Erich hinter dem Rücken der väterlichen Obhut kräftig krachen lässt.

Sie alle bekommen von den röchelnden, problembeladenen Gestalten, die in abgewetzten Räumen hausen, jedoch nichts mit – weil sie so sehr mit sich beschäftigt sind, dass sie gar nicht hin-, und wenn dann lieber gleich wieder wegschauen. Sie merken nicht, wie Pauline auf einmal bunt gestylt zurückkehrt und ihr Kind von Frau John zurückfordert. Sie merken nicht, wie diese ihren zwielichtigen Bruder Bruno (Jonas Friedrich Leonhardi) auf die junge Frau hetzt, ein weiteres Kind raubt, um das vermeintlich „ihre“ behalten zu können. Allein die junge Selma, selbst eine arme junge Gestalt, die am Rande der Gesellschaft vor sich hinvegetiert, zeigt sich am Ende als aufmerksame Beobachterin. Lea Ruckpaul scheint diese Rolle der schnottrig-pfiffigen Nachbarin wie auf den Leib geschrieben. Sie scheint das menschliche Spiegelbild der schäbigen Wände zu sein, jung und naiv, aber ehrlich und dennoch in ihrer Umgebung verhaftet, wie all die anderen armen Teufel.

So bringt Lietzows zeitlose Inszenierung auch 2013 gelungen auf den Punkt, was Hauptmann 1911 mit seinen „Ratten“ anprangern wollte. Die ursprüngliche Natürlichkeit der einfachen Leute steht der gestelzten Künstlichkeit der Bürger gegenüber. Das ist dank vielen gut inszenierten Details bisweilen so urkomisch, dass es fast wehtut. Im Umkehrschluss wirken ernsthafte Theaterproben tatsächlich wie ein ulkiger Witz, während im Untergrund existenzielle Probleme wabern und einfache Eheleute mit Kinderwagen, vom Leben ohnehin gezeichnet, das Glück vergeblich festzuhalten suchen.

Da verbeugen sich zwei ehrgeizige Schauspielschüler wie Marionetten unter den Anweisungen Hassenreuters, bevor ein Wehschrei das Leiden einer Mutter artikuliert. Komik und Tragik wechseln ständig. Die Bühne spielt dabei gekonnt mit Licht und Schatten. Wirklich berührend wird es, wenn Pauline anfängt, ihr Schmerzenslied zu singen (Musik: Gilbert Handler) – die Musik, sparsam eingesetzt, verleiht dem Ganzen eine zusätzliche dramatische Tiefe. Und dann ist da noch das plötzlich, kurz auftauchende Video-Karussell, es dreht und dreht und dreht sich, gerade an der Stelle, als der Kampf ums neue Leben seinen Höhepunkt erreicht …

Gerhart Hauptmann „Die Ratten“ am Staatsschauspiel Dresden, wieder am 13.5., 4.6., 13.6., 21.6., 3.7., jeweils 19.30 Uhr

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Ein Hauch von Sommer

Dresdner Schloss-Spaziergänge

Es grünt so grün an den Elbhängen – und nicht nur da. Ob Mensch oder Froschkönig, am Wochenende bekamen alle schon mal den lang ersehnten Hauch von Sommer zu spüren. Bei einem Spaziergang an den Elbschlössern entpuppen sich dabei märchenhafte Landschaften, die ganz viel Lust auf mehr machen. (NC)

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