Superforscher gesucht!

TU Dresden vergibt „Goldene Kopfnuss“

Dresden sucht am 1. Dezember den (forschenden) Superstar. Der Science Slam „kurz & klug“ geht dann um 19 Uhr im Audimax im Hörsaalzentrum auf der Bergstraße über die Bühne. Für humorvolle Wissenschafts-Fans und für an Wissenschaft interessierte „Witzbolde“ verspricht dies ein spannendes Erlebnis zu werden.

Die Kandidaten erklären dem Publikum, was sie gerade forschen – und zwar auf witzige, schnelle, improvisierte Art, aber doch so, dass der Vortrag verständlich ist. Die Idee, einem Laienpublikum Wissen auf etwas andere Art zu vermitteln, ist dem Poetry Slam entlehnt, einer Art Schaulaufen für freie Lyrik. Nur dass es beim Science Slam um ernste Inhalte geht. Der Applaus des Publikums entscheidet, wer als Sieger aus dem fröhlichen Wettstreit um die „Goldene Kopfnuss“ hervorgeht. 

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei. (NL)

Linktipp: scienceslam@mpi-cbg.de und http://mpi-cbg.de/scienceslam

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Dresden als Lernstadt ausgezeichnet

Top-Platzierung im  Bertelsmann-Lernatlas

Kein Wunder, dass Dresden als Erfinderstadt bekannt ist, soll sie doch die heimliche Heimat von Filtertüten und Büstenhaltern sein. Auch an der TU Dresden wurde schon so manches Patent angemeldet. Nun hat zudem die Bertelsmannstiftung der Stadt eine exzellente Note in Sachen Bildung gegeben.  Im gerade veröffentlichten Deutschen Lernatlas der Bertelsmannstiftung hat Dresden sehr gut abgeschnitten.

Der Lernatlas untersucht Städte und Regionen nach Bildungsmöglichkeiten und Bildungschancen für alle Bürgerinnen und Bürger. Unter den deutschen Großstädten belegte die sächsische Landeshauptstadt danach den zweiten Platz, denn die Stadt konnte in vielen Kategorien überzeugen. Im Atlas selbst wurde Dresdens Bildungslandschaft in einem Vor-Ort-Bericht ausführlich beschrieben. (NL)

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Dresden funkelt durch die Adventszeit

1000 Funkel – die Weihnachtserlebniswelt

Es tut sich was auf der Cockerwiese gegenüber der VW Manufaktur. Nein, nicht da wo Sarasani sein Zelt stehen hat, sondern dort wo einst Joe Cocker zu DDR-Zeiten ein legendäres Konzert gab. Seit letzter Woche sind riesige weiße Zelte mit roter Spitze in die Höhe (Foto: J. Kallenbach) gewachsen. Funkelstadtchef Dirk Grünig und seine Mannschaft bauen dort seine Idee einer einmaligen Weihnachtserlebniswelt auf. „Hier wird die Weihnachtszeit so sein, wie wir sie uns erträumen, voller Poesie statt Hektik“, so Grünig. Es ist eine Vision mit einem verzauberten Märchenwald, einer sprechenden Eiche, Waldwichteln und einer echter Eisprinzessin. Im Hafen mit einem sieben Meter langen Schiff sollen es sogar Abenteuer erlebbar sein.

Nach sechs Jahren Planung wird die Funkelstadt am 25. November bis zum 30.Dezember ihre Pforten öffnet und die Menschen auf einer Fläche von 15000 Quadratmetern mit beheizten Zelten und einer riesigen Freifläche anlocken. Über Hundert Künstler, ausgewählte regionale Händler und mehr als 150 Shows sollen die Menschen faszinieren, überraschen und verzaubern. Als Veranstalter zeichnet sich die Wunderräume GmbH verantwortlich, für die künstlerische Umsetzung das bekannte Helmnot Theater.

Es ist ein gewaltiges Projekt. Doch Grünig ist von dessen Erfolg überzeugt und scheut den Vergleich zum traditionsreichen Striezelmarkt nicht. Er plant für die Zukunft. „Wir wollen mit 1000 Funkel lang ein Dresden bleiben und in der Stadt Neues mitschaffen. Aber dies entscheiden letzten Endes die Dresdner und natürlich auch die Sachsen mit ihrem Interesse und Besuch.“

Janine Kallenbach

Linktipp: www.1000funkel.de

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Trübe Zeit für Zauberinnen

Händels „Alcina“ an der Semperoper

Georg Friedrich Händels Oper von der Zauberin „Alcina“ wird in der Inszenierung von Jan Philipp Gloger zu einer hochaktuellen Tragödie (Foto: Semperoper/Matthias Creutziger) umgeschrieben. Um das 1735 noch zur Konvention gehörende Happy-End erleichtert, erzählt das Musikdrama an der Semperoper die Geschichte der lebensfrohen Zauberin „Alcina“, die mittels ungezwungen gelebter Leidenschaft brave Ehemänner wie Ruggiero in ihr Reich des Genusses entführt. Als dessen Frau Bradamante daraufhin ins ungezügelte Reich der Alcina vordringt, um ihren Gatten zurückzuerobern, sieht der sich zwischen den gegensätzlichen Lebensentwürfen beider Frauen hin- und hergerissen.

Vor mächtigen weißen Wänden, die auf der Bühne im Takt von Händels lebhafter Musik tanzen (Bühne: Ben Baur), entspinnt sich dabei ein ebenso sehens- wie hörenswertes Opernerlebnis, das – mit Ironie und Witz gespickt – berührt und viel Raum zum Nachdenken lässt. Amanda Majeski brilliert als Alcina, verleiht der Figur gleichfalls selbstbewusste wie nachdenkliche Züge und kann das Publikum in den schmerzerfüllten Partien des zweiten Teils als traurige, verwandelte Zauberin schließlich gänzlich erobern. Nadja Mchantaf (Morgana) und Simeon Esper (Oronte) geben sanglich wie darstellerisch ein durch und durch überzeugendes Pärchen auf der Bühne und auch Elena Gorshunova gehört zu den großen Stimmen des Premierenabends.

Begleitet von der Sächsischen Staatskapelle, unter der Leitung von Rainer Mühlbach, wird das Ganze schlussendlich zu einer runden Inszenierung, die auch kleine Farblosigkeiten im ersten Teil leicht vergessen lässt.

Nicole Laube

(erschienen in Hochschulzeitung „ad rem“ vom 02.11.11

Dresden, Semperoper wieder am 4.11., 10.11., je 19 Uhr

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Dresden wird zur Weihnachtsstadt

Aufbau des Striezelmarktes startet

Bei strahlendem Sonnenschein und spätherbstlichen Temperaturen um die 10 Grad hat der Aufbau des 577. Striezelmarktes (Fotos: N. Laube) begonnen. Bereits am Morgen starteten die fleißigen Helfer mit dem Aufbau der Pyramide. Parallel dazu wird an der Beleuchtung und den ersten Dekohäusern gebastelt. Am 07. November wird zudem die Fichte auf dem Altmarkt anrollen.

Auch an anderen Stellen in der Dresdner Innenstadt weihnachtet es schon kräftig. So hängen in der Altmarktgalerie bereits die ersten Weihnachtsgirlanden, während das „Winterdorf“ am Postplatz via Facebook die Tage bis zur Eröffnung zählt. Es wird vom 25. November bis zum 23. Dezember täglich zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet sein und auf das Fest einstimmen. Wer so lange nicht mehr warten mag, der kann jedoch ab dem 23. November beim mittelalterlichen Adventsspektakel im Stallhof ein paar Weihnachtsgefühle (bis 23.12.) erhaschen. Der Striezelmarkt wird am 24.11. um 16 Uhr seine Tore öffnen und Dresden dann täglich (10-21 Uhr) bis zum Heiligen Abend (14 Uhr) wieder mit Leckereien und einem bunten Programm die Vorweihnachtszeit versüßen. Vom 25. November an können die Dresdner und ihre Gäste auf der anderen Straßenseite über den Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche schlendern. Fehlt eigentlich nur noch das Glühwein-Wetter …

Nicole Laube

 

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Wird Dresden doch noch Weltkulturerbe?

Gartenstadt spekuliert auf Titel

Zwei Jahre ist es nun her, dass dem Dresdner Elbtal – dank Brückenbau – der Titel UNESCO-Welterbe aberkannt wurde. Doch die Dresdner lassen sich davon nicht unterkriegen. Jetzt startet der Stadtteil Hellerau einen neuen Versuch. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) meldet, habe eine Initiativgruppe, der Unternehmer und Bürger angehören, die Bewerbung um den UNESCO-Welterbetitel bereits im Sächsischen Innenministerium abgegeben.

Hellerau sei ein“Laboratorium einer neuen Menschheit“ und damit wohl auch weltkulturerbeverdächtig. Immerhin habe das schon 1912 der französische Schriftsteller Paul Claudel gewusst. Die Landesregierung wird jedoch erst im Juni 2012 entscheiden, welche sächsischen Weltkulturerbe-Berwerber auf die nationale Vorschlagsliste wandern. Es bleibt also trotz oder wegen der Brücke am Waldschlösschen spannend! (NL)

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Neubau für Spitzenforschung

Exzellente Biomedizin unter modernem Dach

Das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien – Exzellenzcluster (CRTD) – der Technischen Universität Dresden hat eine neues Dach über dem Kopf. Das Gebäude wurde vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement innerhalb von drei Jahren errichtet und bietet der Dresdner Biomedizin-Forschung nun beste Bedingungen – die auch in der Exzellenzinitiative von Vorteil sein können. Schließlich ist das CRTD ein wichtiger Bestandteil der Dresdner Bewerbung. „Spitzen-Forscher benötigen Spitzen-Forschungsbedingungen. Mit dem heutigen Tage dürften diese gegeben sein und die Attraktivität unseres Biotechnologie-Standortes steigen“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)  bei der Einweihung des Neubaus in der vergangenen Woche.

Die Gesamtkosten für den hochmodernen Neubau, der den Komplex des Bioinnovationszentrums in der Dresdner Johannstadt abschließt, belaufen sich auf 48,6 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen inklusive TU Dresden tragen davon rund 26 Millionen Euro, während der Bund sich mit rund 15 Millionen Euro beteiligt. Über sieben Millionen Euro wurden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit gestellt. Bis zur Fertigstellung des Gebäudes hatten die Forscher des CRTD übergangsweise in anderen Laboren und Büros auf dem Biotechnologie-Campus gearbeitet.

Das 2006 gegründete Zentrum für Regenerative Therapien Dresden der TU ist das bisher einzige DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster in Ostdeutschland. Ziel des CRTD ist es, das Selbstheilungspotenzial des Körpers zu erforschen und völlig neuartige, regenerative Therapien zu entwickeln. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums konzentrieren sich auf die Hämatologie und Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen sowie Knochen- und Knorpelersatz. Zurzeit arbeiten sechs Professoren und elf Forschungsgruppenleiter am CRTD. Sie sind in ein interdisziplinäres Netzwerk von über 80 Laboren aus sieben verschiedenen Institutionen Dresdens eingebunden. Das Zentrum bietet  heute mehr als 270 Arbeitsplätze.

Der Direktor des CRTD, Prof. Michael Brand, sieht den CRTD-Neubau als einen weiteren Leuchtturm der Biomedizin, der Dresdens internationale Forschungsgemeinschaft Biopolis ergänzt: „Im eigenen Haus können nun das erste Mal alle 17 CRTD-Forschungsgruppen unter einem Dach forschen und lehren. Die Wege verkürzen sich, was interdisziplinäres Zusammenarbeiten ebenso erleichtern wird wie beispielsweise die gemeinsame Nutzung der Technologien.“ (NL)

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Kunst kennt keine Grenzen

Tschechisch-Deutsche Kulturtage starten

Mit Musik, Film, Puppentheater, Kabarett und Literatur starten die 13. Tschechisch-Deutschen Kulturtage vom 26. Oktober bis zum 13. November ein buntes, interkulturelles Programm in Dresden, Ústí nad Labem und der Euroregion Elbe/Labe. Insgesamt 73 Veranstaltungen laden dabei zum fröhlichen Kulturaustausch ein.

Musikalisch wird das Festival am 26. Oktober auf tschechischer Seite in Teplice eröffnet: Die Nordböhmische Philharmonie Teplice konzertiert unter der Leitung des Rektors der Dresdner Musikhochschule, Prof. Dr. Ekkehard Klemm. Stipendiatinnen der Brücke/Most-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Bonn übernehmen die Soloparts im Konzertprogramm. In Dresden wird das Konzert am 11. November an der Hochschule für Musik zu hören sein.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Dresden-Ostrava sind die Fotoausstellungen „Ostrava“ des tschechischen Fotografen Viktor Kolá?s ab 26. Oktober in der Dreikönigskirche und „Selbstportraits aus Ostrava“ von Dita Pepe, einer in Ostrava lebenden Fotografin, ab 3. November im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen zu sehen.

Während der Shuttle-Lesung „Prager Nacht“ am 29. Oktober werden die Besucherinnen und Besucher zu einem literarisch-dokumentarischen Streifzug durch Dresden eingeladen. Zwei Busse bringen das Publikum an zwölf ausgesuchte Leseorte. Dort tragen 13 professionelle Schauspieler zum Ort passende Kurztexte szenisch vor. Vom 20. bis 26. Oktober werden bei der 1. Tschechischen Filmwoche zudem hochkarätige Filme in den Dresdner Kinos Thalia und Programmkino Ost gezeigt.

Manfred Wiemer, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz, freut sich auf das Ereignis: „Im März 1971 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Ostrava besiegelt. Es ist eine lebendige Verbindung entstanden, von der viele Bereiche des öffentlichen Lebens beider Städte profitieren. Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage gehören fest zum jährlichen Kulturkalender in Dresden.“ (NL)

Linktipp: www.tschechische-kulturtage.de

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Kuscheliges Kino im kühlen Herbst

19. Kinolino für Kinder, Eltern und Großeltern

Die Dresdner Kinos Schauburg, Programmkino Ost, Thalia, Kino im Dach (KiD) und Kino in der Fabrik (KiF) laden im Herbst alljählich zur fröhlichen Filmschau für Familien ein. Bereits seit neunzehn Jahren versüßen sie die Ferienzeit mit ausgewählten und kindgerechten Filmen.

So werden neben sechs Dresdner Premieren, wie der Eröffnungsfilm „Tom Sawyer“ von Hermine Huntgebruth, auch alte Filmklassiker, die die Eltern und Großeltern schon gerne gesehen haben, gezeigt. Da wäre zum einen „Winnetou und der Schatz im Silbersee“ oder „Der Zauberer von Oz“.

An zwölf Festivaltagen (20.10. bis 31.10.2011) gibt es 286 Veranstaltungen. Und da ist garantiert für jeden etwas dabei. Ein besonderes Schmankerle ist das erste Kinolino Spezial, wenn am 30.Oktober Charlie Chapins „The Kid – Der Vagabund und das Kind“ in der Schauburg läuft und am Piano von Andreas Grug begleitet wird.

Janine Kallenbach

Linktipp: www.kinolino.de

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Der Katastrophe auf der Spur

Autorin Kathrin Röggla im Societaetstheater

Das Societaetstheater Dresden lädt am Wochenende im Rahmen der Reihe Salon am Sonntag zu einem spannenden Gespräch ein. Zu Gast ist dabei am 23. Oktober, 11 Uhr, die Prosa- und Theaterautorin Kathrin Röggla (Foto: PR/Societaetstheater). Unter dem Motto „Alarm-Gestöber und Krisenstimmung“ wird sie sowohl an einer Gesprächsrunde teilnehmen als auch aus ihren Werken lesen und so quasi literarisch dem „Katastrophischen auf der Spur“ sein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „Büchers Best“ organisiert und von Janina Müller moderiert.

Röggler ist sowohl als Prosaautorin („die alarmbereiten“, „wir schlafen nicht“) als auch durch ihre Theaterstücke („die unvermeidlichen“, „die beteiligten“) bekannt geworden. Sie produziert außerdem Radioarbeiten wie Hörspiele und akustische Installationen. Die Schriftstellerin ist unter anderem mit dem Nestroy-Autorenpreis für ihr Stück „worst case“ ausgezeichnet worden. In ihren Essays und literarischen Arbeiten hat sie sich eingehend mit den Phänomenen der Krise und der Katastrophe auseinandergesetzt.

Karten sind zum Preis von 5,50 Euro im Societaetstheater erhältlich. (NL)

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