MDR-Aufzeichnung im Coselpalais

Musikfestspielintendant Jan Vogler im Gespräch

Jan Vogler, der Intendant der Dresdner Musikfestspiele und Federführer des Moritzburgfestivals steht dem MDR am 22. Dezember im Coselpalais Rede und Antwort. Von 19 Uhr bis 20.30 Uhr wird der Musiker dabei als Gast der MDR-Figaro-Sendereihe „FIGARO-Café“ zu erleben sein. Die Dresdner sind herzlich eingeladen, bei der Aufzeichnung dabei zu sein. Der Eintritt ist frei.

Das Gespräch mit Moderator Thomas Bille steht dieses Mal unter dem Motto »Menschen durch Musik verbinden…«. Jan Vogler verweist in diesen Tagen der Spardiskussionen einmal mehr vehement auf die Bedeutung der Musik für die Gesellschaft. Die Aufzeichnung der Sendung wird am 02. Januar 2011 um 16.05 Uhr und in der Wiederholung am 04. Januar um 22 Uhr auf MDR Figaro übertragen. (NL)

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Wieder Menschenkette zum 13. Februar 2011

Oberbürgermeisterin will dieses Mal die Brücken queren

Zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 gab es anno 2010 eine Premiere. Während Demonstranten auf der Neustädter Elbseite erfolgreich den geplanten Nazi-Aufmarsch stoppten, sammelten sich am Rathaus mehrere tausend Dresdner und bildeten eine symbolische Menschenkette gegen die politische Instrumentalisierung des Gedenktages.

Auch für das kommende Jahr hat Oberbürgermeisterin Helma Orosz sich wieder zahlreiche Dresdner Vereine, Initiativen, Verbände und Persönlichkeiten ins Boot geholt und mit diesen erneut zur friedlichen Menschenkette am 13. Februar aufgerufen. „Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass es wieder gelungen ist, eine breite Gemeinschaft für den Aufruf zu gewinnen“, so Orosz. Die Menschenkette soll unter dem Motto „Erinnern und Handeln. Für mein Dresden“ als lebendiges Symbol durch die Altstadt führen und 2011 auch erstmals die Elbe queren. Wie im vergangenen Jahr soll sie die Dresdner Innenstadt wie ein lebendiger Schutz umschließen und damit vor dem Eindringen Rechtsextremer schützen.

Die Versammlungsleitung der Veranstaltung hat der neue Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen inne. Neben ihm beteiligen sich unter anderen auch die Evangelische Kirche Dresden, die Stiftung Frauenkirche, das Katholische Dekanat und die jüdische Gemeinde der Stadt, das Kulturbüro Sachsen und der Bürger.Courage e.V. an dem Aufruf. (NL)

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Dresden versinkt im Schnee

Flockentrubel sorgt für Chaos in der Stadt

Welcher Dresdner Kindergarten hat das Lied vom Schneeflöckchen wohl in diesem Jahr einmal zu oft angestimmt? Schnee, Schnee, Schnee soweit man sieht. Für Dresden kommt die weiße Pracht eine Woche vor Weihnachten zwar nicht gerade unverhofft, dafür aber umso dicker. Dicke weiße Berge behügeln die Stadt, der Winterdienst kommt mit seiner Arbeit kaum noch hinterher, Busse und Bahnen haben Verspätung und selbst der Flugverkehr wurde eingeschränkt. Auch große Straßen wie die Wilsdruffer können bei den anhaltenden Schneeschauern nur unzureichend geräumt werden. Und noch ist kein Ende in Sicht: Bei zu erwartenden minus zehn bis minus fünf Grad ist am Donnerstag mit weiterem Niederschlag – in Kristallform versteht sich – zu rechnen, verkünden die Wetterfrösche. (NL)

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Kleine Meerjungfrau macht Lust auf mehr

Regisseur Stefan Herheim bescherte den Dresdnern zur Premiere von Dvoráks „Rusalka“ an der Semperoper am Samstag (11.12.) einen zauberhaften Abend. Der Norweger und mehrfache Regisseur des Jahres (Opernwelt) zog die Zuschauer dabei von der ersten Minute an in das Geschehen vor berauschender Kulisse (Heike Scheel, Foto: Matthias Creutziger) hinein.

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Wie Freiberger zum Energieverbund wurde

Hofgeflüster – die Stadtkolumne

Seit heute (12.12.) ist es also nicht nur amtlich, sondern auch offiziell: Aus der Freiberger-Arena wird die Energieverbund-Arena. Das hört sich noch furchtbarer an, als der erste Name – ist aber leider nicht mehr zu ändern. Denn nachdem das Brauhaus seine Namensrechte an dem Sportobjekt abgegeben hat, wird nun für die kommenden drei Jahre die Energieverbund Dresden GmbH – eine frische Holding für die Stadtwerke DREWAG und den Regionalversorger ENSO – zum Namenspaten der Halle. Was für ein Affentheater! Aber in Zeiten knapper Kassen scheint ja nahezu jedes Mittel recht, um diese möglichst unkompliziert zu füllen. Während sich die Oberbürgermeisterin noch freut, einen so tollen Neupaten organisiert zu haben, befürchten die Kulturbetriebe fürs kommende Jahr noch mehr finanzielle Einschnitte. Vielleicht sollte man ja einfach mal darüber nachdenken, nach dem Eis- und dem Dynamostadion (das gemeinhin noch unter dem Namen Rudolf Harbigs firmiert) künftig auch der Semperoper einen gewinnträchtigeren Namen zu verpassen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit Radeberger-Hall,

fragt der Dresdner Hofnarr

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Sagenhaftes von Einhörnern und Vampiren

Wie eine Studentin zur Hobbyautorin wurde

Schmale Papierstreifen hängen an der Pinnwand, das Notebook steht immer bereit. Rund 1000 Wörter verwandelt Josefine Gottwald darauf jeden Tag in eine abenteuerliche Geschichte von Einhörnern, Vampiren und Kriegern, die die Träume der Menschen beschützen. Die 22-Jährige studiert im 9. Semester Biologie an der TU Dresden und schreibt gerade an ihrem vierten Fantasie-Roman. Drei Teile ihrer Reihe „Die Krieger des Horns“ hat sie schon veröffentlicht. Der vierte ist in Arbeit. Auch er soll mit einer Auflage von etwa 200 Exemplaren im Machtwortverlag, erscheinen.

„Ich wollte mit 14 eigentlich eine Jugendgeschichte schreiben“; erzählt die Hobbyautorin. Im Jahr 2003 hat sie dann ihren ersten Roman veröffentlicht, 2005 den zweiten.

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In Klotzsche ist der Rap zu Hause

Studenten nehmen CD für ihren Stadtteil auf

Zwei Studenten aus Klotzsche haben in diesem Jahr ein ganz besonderes Projekt gewagt. Zusammen mit befreundeten Musikern haben Jan Baumann (25) und Christoph Eske (23) eine CD über die Gegend aufgenommen, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben: „Klotzsche 01109“ heißt das Werk, es präsentiert den Stadtteil im Rap-Stil.

Was dem Hörer da in klobigen Rhythmen mitreißt, hat rein gar nichts mit barocken Zwingerkonzerten zu tun und ist dennoch ein Stück Dresden. „Ein Lebensgefühl“, sagt Initiator Jan Baumann. Und eine Hommage an seine Heimat, das merkt man, wenn der 25-Jährige von seiner Kindheit in Klotzsche erzählt: „Die Gemeinschaft in dem Stadtteil ist einzigartig, ich weiß nicht, ob es das woanders in dieser Art gibt.“

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Der Rausch von Dresden

Uwe Tellkamps „Die Schwebebahn – Dresdner Erkundungen“

Poetisch wie ein Gedicht ist Uwe Tellkamps neues Dresden-Buch „Die Schwebebahn“. In langen Sätzen mäandert der Autor dabei durch seine Heimatstadt, verweilt mal hier mal dort, mal im Dresden der Gegenwart und mal in seinen Kindheitserinnerungen. Jedes Stadtviertel wird in dem 166-Seitenwerk zur Strophe, jeder Spaziergang zu einem literarischen Abenteuer. Der Leser muss dabei längst nicht alle der ellenlangen Sätze  knacken, um von den Dresden-Beschreibungen berührt zu sein. Schnell merkt er: jede Zeile ist eine Hommage Tellkamps an seine Heimatstadt. Speziell die Kinderjahre des Literaten gedeihen aus seiner Feder zu Geschichten einer Zauberwelt zwischen städtischer Realität und jugendlicher Vorstellungskraft.

Hier und da sind ein paar Passagen  an den „Turm“ angelehnt, tauchen Figurennahmen aus dem Roman wieder auf. Und doch will sich das neue Werk nicht ganz dem Schatten des Erfolgsromans von 2008 ergeben. Es geht seine eigenen Wege, Dresdner Wege, hält der Stadt ihre Straßen- und Charakterzüge wie ein Spiegelbild entgegen. Eine Reflexion von alt und neu, vom Charakter der Stadt sind auch die in den Text eingewobenen Fotografien von Werner Lieberknecht – sie wecken Erinnerungen und Sehnsucht nach Heimat – typisch Dresden. So ist die „Schwebebahn“ ein rauschhaftes Buch, das den Dresden-Rausch nicht nur bisweilen ironisch beschreibt, sondern ihn auch stilistisch fühlbar werden lässt. Einmal in den Schachtelsätzen versunken, verzeiht ihm der Dresdner schließlich auch Pathos und Übertreibung.



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