Prosit Neujahr!

2021 wird anders – ein Essay über den Start in eine neue Zeit

Als wir am 1. Januar 2020 auf das neue Jahr anstießen, schien die Welt noch in Ordnung. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker erfreute vor Publikum im Musikverein und auch die Dresdner Konzerthäuser öffneten ihre Türen für musikalische Champagnerlaune. Ach, wie naiv wirken all die Hoffnungen und Pläne, die wir in 2020 – den vermeintlichen Beginn der „Goldenen Zwanziger“ – setzten, aus heutiger Sicht. Zehn Monate, nachdem der Virus unser aller Leben rasant veränderte, sehnen wir uns nun zurück in die kuscheligen Zeiten von damals.

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Von allem zu viel

Ein Essay zum Überfluss zu Weihnachten (und sonst) …

Er erinnerte mich fast ein bisschen an New York, der Trubel, der vor den Feiertagen die Dresdner Innenstadt beherrschte. Rote Rücklichter in den Straßen, Menschenmassen, die durch Geschäfte wälzen, Einkaufstüten in den Händen, leuchtende Lämpchen über der Stadt. Angebote überall. Ich mittendrin. Mit drei Beuteln bepackt, laufe ich heim. Dort öffne ich den Kleiderschrank und sehe Pullover. Türme von Pullovern. Ich sehe Röcke. Stapel von Röcken, von Kleidern, Hosen, T-Shirts. Der Schrank quillt über. Kein Mensch kann so viele Klamotten tragen. Warum ich das hier schreibe?

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