Sven Helbig elektrisiert im Kleinen Haus

Der Dresdner Komponist gibt ein Heimspiel mit seinem Forrklang Quartett

Egal ob New York oder Eisenhüttenstadt – der Dresdner Komponist Sven Helbig (Foto: PR/Claudia Weingart) versteht es, Stimmungen und Charaktere in Klang zu verwandeln. Bei seinem Konzert am Dienstag (16.10.) im Kleinen Haus entführte Helbig mit seinem Forrklang Quartett in eine faszinierende Welt aus elektronischen Sounds und klassischer Musik. Was hier zunächst mit einem elektronischen Paukenschlag beginnt, mündet wenig später in eine verträumte Klaviermelodie, deren Akkorde Helbig an Computer, Keyboard und Schlagzeug wiederum stilsicher auffängt und weiterentwickelt.

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Kontinuierlich ins sechste Jahr

Die Dresdner Meisterkurse Musik feiern festlichen Auftakt in der Musikhochschule

Als die Dresdner Meisterkurse Musik vor fünf Jahren zum ersten Mal an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (HfM) internationale Dozenten und Teilnehmer vereinten, war das eine Art Experiment für alle. Im sechsten Jahr lässt sich nun sagen: Das Format hat sich bewährt – vor allem aber es lebt noch. Dieses Mal fallen die sechs Meisterkurstage mit der Erstsemesterwoche an der Hochschule zusammen. Das Haus wird bis zum 22. September dabei nicht nur von frischen Klängen durchweht, sondern öffnet seine Türen für gegenseitigen Austausch und Inspiration.

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Opernhäppchen in der Abendsonne

Die Staatskapelle verführte beim „Klassik Picknickt“ mit einem romantischen Programm

Prall gefüllte Picknickkörbe, sachte klingende Sektgläser und ein blauer Himmel wie gemalt: Wenn die Sächsische Staatskapelle Dresden auf dem Gelände der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen zum „Klassik Picknickt“ einlädt, sind selbst die Wettergötter gut gelaunt. Seit elf Jahren bietet das beliebte Klassik-Open-Air in Dresden musikalischen Hochgenuss in lauschiger Sommeratmosphäre. Das diesjährige Motto „Romantik“ war hier eigentlich von Anfang an Programm, und breitete mit Opernhäppchen von Wagner, Verdi, Puccini, Bizet und Massenet nun musikalisch seine Flügel aus.

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Ein großer Abend

Radu Lupu lässt Schubert im Kulturpalast lebendig werden

Es war der Zauber eines Abends, wie ihn Konzerte nur ganz selten entfalten: Scheinbar ungerührt, fast stoisch sitzt Radu Lupu (Foto: Oliver Killig) am Flügel, lässt Schuberts „Moments musicaux“ zum Auftakt Note für Note in den Saal tropfen. Tatsächlich scheint die Zeit für einige Momente stillzustehen, wenn er spielt. Der 1945 in Rumänien geborene Pianist ist weltweit so etwas wie eine Legende seines Fachs. Seine Interpretationen sind stille Offenbarungen, von einer tiefen Spiritualität getragen, ohne transzendent oder flüchtig zu sein.

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Feuertaufe im großen Saal

Der Pianist Valentin Bedrich bereitet sich auf den ersten Auftritt im Kulturpalast vor

Es ist ein aufregender Moment, als Valentin Bedrich zum ersten Mal die große Bühne im Kulturpalast betritt. Der junge Pianist schaut neugierig in den noch leeren Saal, bevor er ein paar Mal auf und ab geht. Erstmal nur probeweise, um mit dem Raum vertraut zu werden. Am 27. März wird der 18-Jährige hier am Flügel sitzen und mit dem Jungen Sinfonieorchester Dresden George Gershwins „Rhapsody in Blue“ spielen. Dass Valentin Bedrich als Solist beim Absolventenkonzert des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik „Carl Maria von Weber“ auftritt, erfüllt ihn mit Stolz – erst recht, weil es das erste Konzert ist, das die jungen Musiker im Kulturpalast bestreiten.

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Eindrucksvoll vielseitig

Meisterkurs Dirigieren an der Musikhochschule

Dirigieren will gelernt sein. Es geht schließlich nicht nur darum, den richtigen Ton zu finden, der Dirigent muss seine Botschaft und Interpretation auch so an das Orchester kommunizieren, dass die Musiker den gewünschten Effekt richtig verstehen und umsetzen können. Acht junge Dirigenten durften diese hohe Kunst im Rahmen der Dresdner Meisterkurse Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber nun zusammen mit dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden üben und verfeinern.

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Musikmedlz treffen Medizinmann

Die „medlz“ singen mit Eckhart von Hirschhausen

Die Dresdner A-cappella-Band „medlz“ steht am kommenden Dienstag (21.4.) mit Eckhart von Hirschhausen auf der Bühne in der Dresdner Messe. Die vier Sängerinnen wollen in seiner Show „Wunderheiler“ sogar ein Lied zusammen mit dem Arzt (Foto: PR) anstimmen. Wie es dazu kam und warum Medizin und Musik so gut zusammenpassen, erzählen sie im elbmargarita-Interview.

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Freitag, Sonnabend, Sonntag

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KaW ist Kultur am Wochenende – mit drei Weggehtipps

Volle Pulle Kultur in Dresden – und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir picken in unserer Rubrik „KaW“ (Kultur am Wochenende) daher ab sofort jede Woche jeweils drei einmalige Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag für Dresden in Vorschau heraus.

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So vielseitig wie gute Filme

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„medlz“-CD: „Bekannt aus Film und Fernsehen“

Ein bisschen Glamour darf schon sein. Filmglitzer, Oscargold und große, bunte Abendkleider. Warum auch nicht? „Bekannt aus Film und Fernsehen“ heißt das neue Doppelalbum der Dresdner A-Cappella-Band „medlz“ (Foto: PR/Chris Gonz) – und es ist vollgepackt mit 20 Songs, die (bis auf vier Eigenkompositionen) alle aus bekannten Filmmusiken stammen.

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Geboren um zu singen

Pech zum „Unheilig“-Auftakt an der Elbe

Mit dem Song „Geboren um zu leben“ stürmten „Unheilig“ deutschlandweit die Hitlisten. Gestern kehrte der Graf anlässlich des ersten von insgesamt drei Konzerten am Elbufer wieder nach Dresden zurück. Rund 6000 Fans waren gekommen, um „Unheilig“ live zu erleben. Doch das Konzert nahm für den Sänger eine unerwartete Wendung, als er sich auf der Bühne sein Knie verletzte und wenig später schmerzerfüllt zu Boden ging.

Am Morgen berichtete er in einem landesweiten Radiosender selbst, was passiert war. Ein früherer Miniskusschaden habe sich während des Konzertes zurückgemeldet. Dass er seinen Auftritt deswegen kurzzeitig unterbrechen musste, sei ihm sehr unangehem gewesen. Schließlich seien die Fans gekommen, um ihn singen zu hören. Doch die ließen sich die Laune nicht verderben und freuten sich, das der Graf nur wenige Minuten später wieder frisch verarztet die Bühne betrat und weiter sang. Er sei es ihnen schuldig, das Konzert notfalls auch unter Schmerzen zu geben, erklärte der Sänger heute früh via Hitradio RTL Sachsen.

Und so wird der Graf auch heute (8.7.) und am Sonnabend (9.7.) wieder auf der großen Bühne am Elbufer stehen. Die dreitägige Konzertreihe in Dresden sei „in diesem Umfang das bislang Größte“, was er mit „Unheilig“ auf die Beine gestellt habe. Schön sei es zudem, zurück in Dresden zu sein, denn hier habe er 2000 sein aller erstes Konzert gegeben. „Und die Stimmung ist immer wieder einfach unbeschreiblich“, so erklärte der Graf. Na, dann weiterhin Hals und Beinbruch!

Nicole Laube

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