Sturm in der Glühweinhütte

Breschke & Schuch öffnen die „Striezelmarktwirtschaft“ zur saftigen Jahresendabrechnung

Auch wenn sonst nichts beständig scheint: Die Weihnachtszeit konfrontiert uns alljährlich mit lieb gewonnenen Traditionen. Eine solche hat am Kabarett Breschke & Schuch seit vielen Jahren auch die „Striezelmarktwirtschaft“, mit der sich immer im Advent das Tor für eine satirische Jahresendabrechnung öffnet. Ähnlich wie der Feiertagsschmaus bei Muttern verspricht das Programm ein Wiedersehen mit alten Bekannten, die sich einen schonungslosen Rückblick aufs Jahr liefern. Und wie das in den besten Familien nun eben vorkommt, beginnt der Spaß dieses Mal mit einem deftigen Streit.

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Zäh wie Kaugummi

„Ariadne auf Naxos“ wird an der Semperoper Dresden zur Geduldsprobe – immerhin mit guter Musik

Dinner in der Oper? Regisseur David Hermann macht’s möglich: Er platziert eine fein gekleidete Gesellschaft am reich gedeckten Tisch im Rundfoyer. Drei Musiker spielen zur illustren Abendrunde. So beginnt das Spiel mit dem Spiel in Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ an der Semperoper (Fotos: Ludwig Olah) schon eher als gedacht, ragt mittenrein ins echte Opernleben. Hermann lässt die feine Festgesellschaft vor der Vorstellung und während der Pause verheißungsvoll in Pantomime plaudern. Vielleicht reden sie über die Kunst? Vielleicht über die Liebe? In jedem Fall fließt guter Champagner. Am Ende begegnen sie uns auf der großen Bühne erneut, wandern durch das Bild.

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Lichterglanz und Köstlichkeiten

Dresdens festliches Markttreiben im Überblick

Dresden hat sich in den vergangenen Wochen unübersehbar zur Weihnachtsstadt verwandelt. Die große Tanne steht schon seit fast einem Monat auf dem Altmarkt, auch andernorts künden Buden, Girlanden und Tannenzweige bereits von der schönsten Zeit des Jahres. Bevor sich die Tore der Weihnachtsmärkte öffnen, wollen wir mit einem Überblick Vorfreude auf den Advent wecken.

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„Die Zukunft ist farbenprächtig!“

Interview mit dem Dresdner Künstler Benjamin Hummitzsch

Seine Bilder zeigen oft menschliche Körper in bunten Farben und Schattierungen. Blutgefäße, Zellen und Nervenbahnen vereinen sich in seiner Malerei zu phantasievollen Mustern. Der Künstler Benjamin Hummitzsch ist 1986 in Berlin-Pankow geboren und hat gerade sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste abgeschlossen. Im elbmargarita-Interview erzählt er, was ihn derzeit umtreibt.

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Bach als Sieger ohne Duell

Herbstauslese: Ralf Günthers neue Novelle „Als Bach nach Dresden kam“

Zugegeben: Der Name Johann Sebastian Bachs ist eher mit Leipzig, denn mit Dresden verbunden. Dass er dennoch auch das Dresdner Musikleben prägte, steht außer Frage. Der Autor Ralf Günther erinnert mit seinem neuen Buch „Als Bach nach Dresden kam“ nun an ein Gastspiel des großen Komponisten in der Residenzstadt, das beinahe vergessen schien.

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Die Faszination eines Lebensgefühls

„Babylon Berlin“ verfolgt uns bis nach Dresden

Bei Tageslicht ist es bloß ein Sexshop an der Ecke Robert-Blum-/Antonstraße in Dresden. Doch in der Dunkelheit eines frühen Herbstabends spiegeln die beleuchteten, halbrunden Fenster des alten Gebäudes mit einem Mal die schwungvolle Zeit der 1920er Jahre wider. Bislang war mir die faszinierende Architektur, die hier unter hohen Neubauten wie geduckt verborgen liegt, nie aufgefallen. Ein Sexshop halt. Doch in dieser Nacht erinnern die Lichter dahinter tatsächlich verblüffend an das verheißungsvolle Vergnügen in der Serie „Babylon Berlin“ und die fiktive Serienwelt scheint in der Dresdner Realität angekommen.

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Blick nach Innen für den Blick nach Außen

Schimmel Projects ist ein Schaufenster für junge, experimentelle Kunst aus ganz Europa

Auf den ersten Blick wirken die Schaufenster in der Großenhainer Straße 61 bis 63 unscheinbar. Wer im Vorbeigehen etwas länger hineinschaut, dem offenbart sich dahinter jedoch ein Raum, der die Kunststadt Dresden seit einem Jahr um eine neue Facette bereichert. Schimmel Projects – Art Centre nennt sich das Projekt, mit dem drei Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in dem kleinen OFF-Space monatlich einem jungen Künstler aus Europa die Möglichkeit für eine Ausstellung bieten.

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Kammermusik-Auftakt im Kronensaal

Danae Dörken und Benjamin Beilman eröffnen die Saison der Meisterkonzerte auf Schloss Albrechtsberg

Die junge Pianistin Danae Dörken (Foto: Martin Teschner) kennt Dresden gut. Zweimal war sie Teil der „Bohème 2020“ bei den Dresdner Musikfestspielen und hat seit ihrem ersten Gastspiel in der Künstlergruppe im Jahr 2016 eine beachtliche Karriere hingelegt. Längst gastiert die 27-jährige deutsch-griechische Künstlerin auf den großen Bühnen der Welt, gab in der vergangenen Saison ihr Debüt in der Tonhalle Zürich, im Palais des Beaux-Arts Brüssel Bozar, beim Festival Piano aux Jacobins in Toulouse und dem PianoEspoo Festival in Finnland.

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Sven Helbig elektrisiert im Kleinen Haus

Der Dresdner Komponist gibt ein Heimspiel mit seinem Forrklang Quartett

Egal ob New York oder Eisenhüttenstadt – der Dresdner Komponist Sven Helbig (Foto: PR/Claudia Weingart) versteht es, Stimmungen und Charaktere in Klang zu verwandeln. Bei seinem Konzert am Dienstag (16.10.) im Kleinen Haus entführte Helbig mit seinem Forrklang Quartett in eine faszinierende Welt aus elektronischen Sounds und klassischer Musik. Was hier zunächst mit einem elektronischen Paukenschlag beginnt, mündet wenig später in eine verträumte Klaviermelodie, deren Akkorde Helbig an Computer, Keyboard und Schlagzeug wiederum stilsicher auffängt und weiterentwickelt.

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Das alte und das neue Dresden

Unsere Stadt verändert sich zusehends – Gedanken auf einem Herbstspaziergang

Überall wachsen sie derzeit in Dresden aus dem Boden, recken sich unter langen Kranhälsen zum Himmel: Neubauten, graue Betonblöcke, Gebäude in Schachteloptik. Die Stadt wächst. Ein schönes Zeichen. Zwischen Jugendstil- und Backsteinbauten vergangener Jahrhunderte entstehen neue Wohngebiete.

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