Musikalische Brücke nach São Paulo

Dresdner Philharmoniker organisieren Benefizkonzert für Kinder in Prohlis und Brasilien

Musik ist mehr als nur ein schönes Erlebnis im Abo-Konzert. Wie keine andere Sprache auf der Welt, vermag sie Brücken zu bauen zwischen Ländern und Menschen, die ohne ihre Instrumente vielleicht nie zueinander gefunden hätten. Die Dresdner Philharmoniker haben das in besonderer Weise auf ihrer Lateinamerika-Tour im Herbst 2018 erfahren. Am Rande der Tournee spielten 30 Musiker dort gemeinsam mit 60 Kindern der Musikschule Monte Azul ein Konzert (Foto: Thomas Otto) im Theater Paulo Eiró in São Paulo/Brasilien. „Wir sind unheimlich beseelt von dem Auftritt mit den Musikschülern nach Dresden zurückgekehrt“, erzählt Bruno Borralhinho, Cellist in der Dresdner Philharmonie. Dieses Erlebnis wurde nun zur Initialzündung für ein Benefizkonzert, das die Musiker privat und auf eigene Initiative am 10. November, 15 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden organisiert haben.

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Prima Klima in Lima

Die Lehramtsstudenten der Musikhochschule feiern Offenbach mit einer witzigen Oper

Da könnte sich so mancher Großkonzern etwas abschauen: Gefeiert wird in „PrimaLima“, was das Zeug hält und alle machen mit. Die Studenten des Fachbereichs Lehramt an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden (HfM) bringen anlässlich des Offenbach-Jahrs 2019 eine Farce auf die Bühne des Labortheaters, die es in sich hat. Dort bleibt mit dem rasanten Musiktheaterstück „AllesPrimaInLima“ nach der Operette „La Périchole“ von Jacques Offenbach kein Auge trocken.

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Politik im Transitraum

Laura Scozzi inszeniert Rossinis „Die Reise nach Reims“ an der Semperoper als Groteske auf Europa

Endlich ist das politische Musiktheater zurück in Dresden! Ja, es geht wild her in Gioachino Rossinis „Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims“, die als Dresdner Erstaufführung die neue Spielzeit an der Semperoper eröffnet. Und wie! Wann haben wir zuletzt gelacht in der Oper? Wann haben wir uns zuletzt über eine Inszenierung gewundert, die Augen gerieben und in der Pause heftig mit dem Sitznachbarn diskutiert? In dieser Oper (Fotos: Ludwig Olah) ist alles möglich, denn Regisseurin Laura Scozzi inszeniert gnadenlos heutig.

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Es ist nicht zu spät!

Gedanken zu #fridaysforfuture bei einem Spaziergang durch den Großen Garten

Es waren 14.000 Menschen in Dresden. Allein in Dresden – und nicht nur hier. In Leipzig waren 25.000 auf den Straßen, in Hamburg 100.000 und 250.000 in New York. In 163 Ländern der Welt haben am Freitag (20.9.) zugleich vier Millionen Menschen gegen den Raubbau an unserer Umwelt demonstriert. Sie haben friedlich demonstriert, weil die Erde wärmer wird, weil es kaum noch regnet, weil wir die erste Generation überhaupt sind, die jetzt zu spüren bekommt, was wir alle in der Vergangenheit versäumt haben – weil es höchste Zeit ist.

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Sommer-Abschied

Schlösser-Impressionen aus Dresden

Augusthitze über dem Elbhang, kühles Idyll unterm dichten Blätterdach. Die Schlösser schauen träge in die Landschaft, zu ihren Füßen ein Dampfer, der sich langsam elbaufwärts schaufelt.

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Per Schlittenfahrt zur Traumhochzeit

Wie eine Ausstellung im Verkehrsmuseum den Blick für das Reisen im Barock und Dresdner Stadtgeschichte öffnet

Heute vor 300 Jahren waren sie gerade auf dem Weg von Wien nach Dresden: Kurprinz Friedrich August II. von Sachsen und seine frisch Angetraute, die Kaisertochter und Erzherzogin Maria Josepha von Österreich. Die Hochzeit der beiden am 20. August 1719 war ein Ereignis von so gigantischem Ausmaß, dass man selbst im Jubiläumsjahr 2019 einfach nicht daran vorbeikommt.

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Milhaud im Sonnenuntergang

Das 27. Moritzburg Festival feierte am Sonntag im und vor dem Schloss Eröffnung

Draußen der rote Sonnenuntergang, drinnen feinste Kammermusik: Zur Eröffnung des diesjährigen Moritzburg Festivals stimmte einfach alles. Seit 27 Jahren verbindet das Festival vor den Toren von Dresden Natur- und Musikgenuss in höchster Perfektion. Dem Künstlerischen Leiter Jan Vogler und seinem Team gelingt dabei stets aufs Neue, traditionellen Pfaden zu folgen, ohne in überkommenen Gewohnheiten zu verharren.

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Musik für die Seele

Katie Melua macht die Junge Garde zu ihrem Wohnzimmer

Wüsste man nicht, dass Katie Melua seit ihrer Jugend weltweit als Star gefeiert wird, man könnte ihr Konzert in der Jungen Garde Dresden für eines jener Hinterhofkonzerte halten, zu denen gemeinhin nur Eingeweihte Eintritt finden. Schnörkellos ist hier das Zauberwort, technisch nahezu perfekt sind ihre Interpretationen, die sie an der Gitarre zusammen mit ihrer Band in der Sommerluft präsentiert. Schnell folgen erste Ansagen, in denen Katie Melua Dresden lobt, die Menschen hier, die zauberhafte Kulisse der Open-Air-Spielstätte. Sie tut das, weil sie es eben jeden Abend tut auf ihrer kleinen Tour, meint man noch im ersten Moment. Aber im Leben ist manches anders, als es scheint. So wie ein Songtext oft tiefere Wurzeln hat, als seine Melodie vielleicht vermuten lässt.

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„Somewhere“ …

Leonard Bernsteins „West Side Story“ bringt im Sommer Weltstadtflair in die Semperoper

Die Skyline von Manhattan lässt grüßen, wenn sich dieser Tage der rote Samtvorhang in der Semperoper hebt. Bis zum 4. August kredenzt der Veranstalter BB Promotion hier eine fast legendäre Produktion von Leonard Bernsteins „West Side Story“. Denn die Inszenierung von Joey McKneely (Foto: Jeff Busby) zeigt den Musical-Klassiker als weltweit einzige nach der Konzeption und mit Originalchoreografien von Jerome Robbins (1918–1998), der 1957 am Broadway als Regisseur und Choreograf zusammen mit Leonard Bernstein, Arthur Laurents (Buch) und Stephen Sondheim (Gesangstexte) für die Uraufführung des Musicals verantwortlich zeichnete.

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Offene Ateliers

Die Studenten der HfBK laden zum heißen Kunstsommer ein

Im Foyer des Labortheaters grüßt ein lebensgroßer Elefant mit dem Rüssel. Im Hof der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) in der Güntzstraße dringt Musik aus einem bunten Zirkuszelt. Ballettmädchen, Tiere und allerhand phantasievolle Figuren spazieren über die Wege, halten Schilder hoch, grüßen die Besucher und gehen unbeirrt weiter. Diese bunte Zauberwelt ist kein Traumbild, sondern das Ergebnis eines ganzen Studienjahres und Teil der Jahresausstellung der HfBK, bei der sich die Fachrichtungen bis 21. Juli noch an allen drei Standorten mannigfaltig präsentieren.

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