Kuriositäten aus dem Blogarchiv

Elbmargarita feiert 8. Geburtstag und wagt einen augenzwinkernden Blick zurück

Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als der erste elbmargarita-Post online ging. Mit Worten ist das Kribbeln nur schwer zu beschreiben, das mich beim Blick auf den Bildschirm damals durchströmte. Ein Beitrag, den ich eigentlich für die „ad rem“ verfasst hatte, diente mir am 7. April 2010 spätabends als Versuchsobjekt: „TU Dresden setzt alles auf Sieg“ – mit den Worten begann die Geschichte von elbmargarita.de

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Mehr wert, als alles Geld der Welt!

Natürlich fragt man sich manchmal, warum man das tut – ein Plädoyer fürs Bloggen #darumbloggen

Nein, elbmargarita gehört auch nach fast acht Jahren längst nicht zu den ältesten Blogs in Dresden. Und tatsächlich sind die Bildungsbürger der Kulturstadt mit den Feuilletons zweier Tageszeitungen bis heute im Vergleich noch gut bedient. Die Stadt ist reich an Kultur und trotz widriger Bedingungen gibt und gab es immer genug Menschen, die darüber schreiben wollten. Was dabei meist fehlt, ist allerdings der Fokus auf die kleinen, oft lohnenden Projekte der Studenten und Laiengruppen in der OFF-Szene, auch mangelt es seit Jahren bei den Etablierten an Neugier auf frische Formate und dem Willen zum Ausprobieren, ja schlichtweg an Leidenschaft zur Sache überhaupt.

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Die Kunst, aus Krempel Kunst zu machen

Jane-Pabst_upcycling

Jane Pabst bloggt nachhaltig über upcycling

Alte Gegenstände haben es Jane Pabst (Foto: privat) angetan. Schon als Kind stöberte die 31-jährige Journalistin gern auf dem Dachboden ihrer Großeltern nach Schätzen aus der Vergangenheit. „Mich fasziniert es, den Duft dieser alten Sachen einzuatmen, die Seele zu spüren, die diesen Gegenständen innewohnt“, sagt sie. Solche Fundstücke einfach wegzuwerfen, das kommt für Jane Pabst nicht infrage. Ihr macht es viel mehr Spaß, Gebrauchtes einem neuen Zweck zuzuführen. So hat sie etwa einer Hutschachtel ihrer Großmutter drei Holzfüße verpasst und daraus ein originelles Behältnis für ihre Bastelsachen gezaubert.

Was die Großenhainerin schon seit Kindertagen praktiziert, ist heute unter dem Namen „upcycling“ bekannt und international geradezu ein Trend geworden. „Es geht dabei ja auch um Umweltschutz, ich werfe Dinge eben nicht einfach weg, sondern mache etwas Neues draus“, erklärt Jane Pabst. Und weil dieses Thema sie nicht mehr loslässt, hat sie im Juni dieses Jahres ihren eigenen Upcycling-Blog gegründet. Mit journalistischem Handwerkszeug und großem Herz für die Nachhaltigkeit stellt sie auf www.zweitleben.de jede Woche mindestens zwei Upcycling-Themen vor. Von Menschen, die in ihrer Freizeit selbst upcyclen, über Künstler, die aus Alt Neu machen, bis hin zu Tests und Tipps für alle, die es selbst einmal mit einfachen Sachen ausprobieren wollen, reicht das Spektrum.

„Ich will mit dem Blog breitenwirksam auf das Thema aufmerksam machen und meinen kleinen Beitrag dafür leisten, das Bewusstsein der Menschen für den Umweltschutz zu schärfen“, meint sie. Die bunte Mischung aus Portraits, Tests und Bastelanleitungen auf ihrem Blog möchte Jane Pabst daher künftig mit Aktionen für die Umwelt ergänzen. „Ich könnte mir vorstellen, den Blog auch als Versteigerungsportal weiterzuentwickeln, bei dem man upcycling-Produkte versteigert und den Erlös einem Umweltprojekt zugute kommen lässt“, sagt sie. Ideen gibt es genug, ebenso wie passende Themen für den Blog, für den die Journalistin zunächst die sächsische Upcycling-Landschaft abgrast, aber auch schon Geschichten aus der Schweiz und Frankreich gesammelt hat.

„Das Thema erscheint mir gerade unerschöpflich, immer wieder tun sich neue Dinge auf, die ich auf zweitleben.de vorstellen könnte“, sagt sie. Vor allem die Dresdner Neustadt sei voller upcycling-Ideen, während der Trend europaweit betrachtet vor allem in London sehr verbreitet sei. „Dort gibt es sogar eine Messe. Da hinzufahren, wäre ein Traum!“, findet Jane Pabst und wenn sie von den verschiedenen Projekten erzählt, die sie bereits recherchiert hat, leuchten ihre Augen vor Begeisterung. „Ich sehe auf jeden Fall meine Berufung darin, das Blogprojekt weiter auszubauen“, sagt sie. Über die einzelnen Initiativen, Menschen und Ideen zu berichten, sei nur der erste Schritt.

So wird ihr Onlinemagazin ab Oktober auch auf Englisch erscheinen, damit es international gelesen werden kann. Außerdem habe sie schon einen Projekttag in einer Kindertagesstätte ins Auge gefasst, um auch die Kinder für Nachhaltigkeit zu begeistern. „Alte Dinge sind nicht nutzlos, das muss man erkennen und das will ich zeigen“, sagt sie. Nicht selten passiere es, dass aus vermeintlichem Müll noch wahre Kunstwerke entstehen. Bei Jane Pabsts Visitenkarten ist es allerdings genau umgekehrt. Sie sind aus alten Tusche-Skizzen der Radebeuler Künstlerin Doro Kuhbandner geschnitten, die Kontaktdaten wurden einfach auf die Rückseite gestempelt. Nix für den Müll also, sondern echt upcycling!

Nicole Czerwinka

Linktipp: www.zweitleben.de

Bei Facebook: www.facebook.com/Zweitleben.de

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