August 2020

Ein Spaziergang durch den Zwinger – mit Musik und Gedanken

Wir schreiben den 1. August 2020. Ein Spaziergang durch Dresden. Die Gedanken wandern mit, schauen zurück und suchen Orientierung am leicht bewölkten Sommerhimmel.

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Es lebe die Verrücktheit!

„The Addams Family“ rockt als gruselige Sommer-Comödie Schloss Übigau

Schloss Übigau hat neue Bewohner. Das alte Gemäuer an der Elbe wird seit Freitag (10.7.) von der „Addams Family“ (Foto: Robert Jentzsch) bevölkert, die im aktuellen Sommertheaterstück der Comödie Dresden morbides Flair verströmt. Natürlich sind nicht alle mit dem neuen Domizil zufrieden. „Ich will wieder nach New York“, brummt Onkel Fester (Matthias Manz) gleich zu Beginn. Doch da ist schon alles zu spät. Denn wie der Zufall so will, hat sich die Addams Tochter Wednesday längst in den Nachbarssohn Lucas Beineke verliebt und möchte ihren Eltern nun bei einem gemeinsamen Dinner die „Normalos“ von nebenan vorstellen.

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Kultursommer in Dresden

Hier gibt es Theater, Konzerte und Kino unter freiem Himmel

Dieser Sommer wird anders. Langweilig aber wird er gewiss nicht, denn mehr Open Air für Theater, Literatur, Musik und Film gab es in Dresden noch nie. Wo und wann was läuft, das haben wir in einer Übersicht zusammengetragen:

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Faszination Felsenwald

Entdeckungen entlang des Malerwegs (2): Uttewalder Grund

Wandern, wo Caspar David Friedrich seine Motive fand: Im Uttewalder Grund, gleich bei Wehlen, lässt sich Naturgenuss auf faszinierende Weise mit Kulturgeschichte verbinden. Unser Spaziergang beginnt auf dem Marktplatz von Wehlen, also im Herzen jenes malerischen Städtchens, dem Hede Willecke ein eigenes Liedchen schrieb. Von hier steigen wir hinauf zur alten Burgruine, einer der ältesten Burgen in der Sächsischen Schweiz.

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„Ich hab‘ noch einen Koffer in …“

Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York ermöglicht Musiktheater trotz Corona

Die Aufregung ist nicht nur beim Ensemble der Staatsoperette Dresden, sondern auch beim Publikum spürbar. Nach drei Monaten Spielpause geht es mit dem Programm „Ich hab‘ noch einen Koffer in … Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York“ (Foto: Stephan Floß) wieder los. An fünf Stationen auf dem Kraftwerksgelände präsentiert das Theater den derzeitigen Beschränkungen entsprechend ein sommerlich leichtes Operettenvergnügen, das – als humorvolle Reise inszeniert – das Publikum zum Spaziergang quer durch die Welt des Genres einlädt.

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Drei Diener und neue Herausforderungen

Die Serkowitzer Volksoper plant und probt trotz Corona – und hofft auf finanzielle Unterstützung

„Ja, wir wollen spielen!“, ist die entschiedene Ansage der Serkowitzer Volksoper um Regisseur Wolf-Dieter Gööck. Trotz oder wegen Corona hält die freie Theatergruppe an ihrer Sommerproduktion, der nunmehr zehnten, in der Saloppe Dresden fest. Lachen kann schließlich nur gesund sein. Erst recht, wenn das Stück „Diener dreier Herren – eine unkorrekte Schaubudenoper“ heißt und erneut den Menschen in seiner ganzen historischen Unvollkommenheit aufs Korn nimmt. „Bezüge zur Gegenwart sind kein Zufall, das Publikum soll auch die heutige Gesellschaft in unseren Stücken gespiegelt sehen“, sagt Milko Kersten, der als musikalischer Leiter seit Jahren dem Minimalorchester „Musi nad Labem“ vorsteht.

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Mehr als schmückendes Beiwerk?!!

In Dresden geht die Kulturbranche auf die Straße – und demonstriert singend, was bald fehlen wird

Es geht gelassen zu am Königsufer. Die Kulisse stimmt. Gegenüber die barocke Altstadtsilhouette, unten das sonnenbeschienene Elbufer. Auf der Treppe am Filmnächte-Areal haben sich am Mittwoch (27.5.) bereits zum dritten Mal einige 100 Demonstranten platziert, unten steht ein Flügel. „Stumme Künstler“ ziert ein Schriftzug die oberste Reihe. Es ist kein Titel eines Films, der heute Abend gespielt werden soll, sondern ein Aufruf, ein weithin sichtbarer Hilfeschrei der Kunst- und Kulturtreibenden der Stadt.

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Inspiration im Zauberwald

Entdeckungen entlang des Malerwegs (1): Liebethaler Grund

Felsgesichter und Vogelstimmen im verwunschenen Wald, bizarre Felsformationen und ein heller Sonnenstrahl, der sich nach einem kurzen Regenschauer tief hinab durch dichtes Grün kämpft: Es ist wahrlich kein Wunder, dass Musiker, Literaten und Maler der Deutschen Romantik in der Sächsischen Schweiz Inspiration suchten – und fanden.

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