Poesie zwischen Klassik und Weltmusik

Der Bassist Michael Burkhardt spielt seit zehn Jahren bei der Band CAMiNHO – diesmal auf der Schlössernacht

Der große Kontrabass von Michael Burkhardt scheint auf der sonnenbeschienenen Dachterrasse des Lingnerschlosses fast ein bisschen zu schwitzen. Zum Glück kann er ihn zur 9. Dresdner Schlössernacht am 15. Juli mit der Band CAMiNHO auf der schattigen Nordseite von Schloss Albrechtsberg zum Klingen bringen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Dresdner Band um den Sänger Alejandro León Pellegrin bei dem märchenhaften Spektakel auf den drei Elbschlössern (Foto: Kathlen Jentsch) zu hören ist.

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Auf geht’s ins Sommerkino!

Drei Tipps für lauschige Kinoabende unter freiem Himmel in Dresden

Die Sommerferien haben in Sachsen begonnen. Die Zeit ist reif laue Sommerkinoabende unterm Sternenzelt. So richtig viel Auswahl für Open-Air-Kino gibt es in Dresden zwar nicht mehr, wir haben uns dennoch – wie jedes Jahr – auf die Suche begeben und einen Überblick erstellt:

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Tanz zwischen Verführung und Verhängnis

Die Staatsoperette zeigt Piazzollas „María de Buenos Aires“ als sinnliche Tangorevue

Wer die Bühne im Kraftwerk Mitte erfolgreich bespielen will, braucht vor allem gute Ideen. Dass es der Staatsoperette daran nicht mangelt, zeigt deren neueste Produktion, Astor Piazzollas Tango-Operita „María de Buenos Aires“: Die Zuschauer dürfen hier direkt auf der Bühne (Fotos: PR/Kai-Uwe Schulte Bunert) Platz nehmen. Rings um die Drehkonstruktion sind kleine Tische, Stuhlreihen, das Orchester und sogar eine Bar angeordnet wie in einem argentinischen Tango-Club im Herzen von Buenos Aires.

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„Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind …“

Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“ an der Semperoper Dresden

Erinnerungen können teuflisch sein. Mieczysław Weinberg (1919–1996) zeigt das in seiner Oper „Die Passagierin“ (1968) vielleicht so eindrücklich wie vor ihm niemand auf der Opernbühne. Es geht um den Holocaust. Und auch wenn wir vielleicht glauben möchten, dass das Thema längst aufgearbeitet ist, führt uns das Stück (Fotos: PR/Jochen Quast) nur umso packender vor Augen, dass es gar keine andere Chance gibt, mit diesem Schrecken fertig zu werden, als sich immer wieder daran zu erinnern.

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Erfüllt vom Licht der Musik

Eine persönliche Bilanz nach viereinhalb Musikfestspielwochen

Die CD der Barokksolistene dreht sich im Player, mit lauschiger Musik aus englischen „Alehouses“, lebendigen Geigen und rauem Gesang erinnert sie noch an viereinhalb intensive Konzertwochen in Dresden. Der Abend mit den Barokksolistene im Ballhaus Watzke warf freilich nur eine Klangfacette von vielen bei den 40. Dresdner Musikfestspielen auf. Mit 60 Konzerten war das Programm im 40. Festivaljahrgangs (Fotos: Oliver Killig) so dick geschnürt wie nie – und obwohl ich – Privileg des Jobs – fast jeden Abend dabei war, hätte es ewig so weitergehen können.

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Jubiläum XXL

Klassik Picknickt feiert seine 10. Ausgabe mit Placido Domingo auf der Cockerwiese

Zum 10. „Klassik Picknickt“ darf es schon mal etwas extravaganter sein. Und so ist das beliebte Open Air zur Feier seines runden Jahrgangs 2017 ausnahmsweise vom Gelände der Gläsernen Manufaktur von VW ausgewichen, um über sich hinauszuwachsen. Auf der Cockerwiese durften dabei am Sonnabend (17.6.) in lauer Abendluft rund 10.000 Picknicker einem exquisiten Programm mit Staraufgebot lauschen.

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Von Lastern und Verbrechen

Sky duMont liest bei den  Musikfestspielen aus den Memoiren Casanovas

Giacomo Girolamo Casanova war nicht nur bei den Frauen beliebt, sondern auch sonst ein Tausendsassa. Er bereiste sämtliche Metropolen Europas, wurde inhaftiert, floh und brach immer wieder zu neuen Abenteuern auf. Ein Grenzgänger dieses Standes passt nur zu gut in das Programm der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele*, die in ihrem 40. Jahrgang mit dem Motto „Licht“ vor allem Querdenker und Lichtgestalten der Musik in den Mittelpunkt ihrer Konzerte rücken. Und so stand Casanova am Donnerstag (8.6.) im Fokus eines außergewöhnlichen musikalisch-literarischen Abends mit Sky duMont und dem Armida Quartett (Foto: Oliver Killig) im Palais im Großen Garten.

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Vom Murmeltier zum Musiker

Wie Bill Murray nach Dresden kam – Oder: die Geschichte einer besonderen Freundschaft über den Wolken

Diese Geschichte ist einfach zu schön, als dass sie hier nicht nochmal erzählt werden müsste. Denn wie so oft schreiben der Zufall und das Leben eben einfach die besten Storys – und so muss denn wohl auch das Kennenlernen von Jan Vogler, dem Intendanten der Dresdner Musikfestspiele, und Hollywoodstar Bill Murray schicksalhaft gewesen sein. Im Flugzeug sind sich die beiden zum ersten Mal begegnet oder besser noch im Transitraum am Flughafen Berlin-Tegel, wo das Cello von Jan Vogler für Aufsehen beim Schauspieler sorgte.

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Cello hoch 12

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker bei den Dresdner Musikfestspielen

In Berlin sind sie eine Institution, in Dresden wurden sie am Sonntagvormittag (29.5.) vom Publikum begeistert bejubelt: Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker (Foto:Oliver Killig) waren nach 2003 erstmals wieder bei den Dresdner Musikfestspielen* zu Gast und sorgten in der Semperoper für einen lauschigen Start in einen heißen Sommertag.
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