Hymnen im Wind

Kommentiert

Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt und vier Wochen lang dreht sich die Welt wieder einmal rund ums schwarz-weiße Leder. Während in Südafrika noch der Rasen für die ersten Spiele flott gemacht wird, zeigen die Dresdner Autofahrer schon seit Wochen Flagge. Schwarz-Rot-Gold, diese Farben waren seit der WM 2006 wieder etwas mehr in Mode gekommen und setzen nun ein Zeichen der Hoffnung. Schön ist es, diese Deutschland-Fähnchen wieder im Sommerwind wehen zu sehen. Gerade zur rechten Zeit kommen sie, denn soviel steht fest: Deutschland kann das Prinzip Hoffnung derzeit wirklich gut gebrauchen. Nicht nur im Sport. Die Fahnen am Ende jeder Fanmeile zeigen schließlich, dass es ihn doch noch gibt, den deutschen Geist – so etwas wie Nationalstolz. Und sie beweisen: man muss nicht nationalistisch sein, um Deutscher zu sein. Vielleicht haben wir in dieser WM ja wirklich eine Chance. Vielleicht schaffen es Löws Jungs, dass wir endlich wieder als EIN Land fühlen. Dann könnten wir auch zukünftigen Herausforderungen als Ganzes entgegentreten – und das Prinzip Hoffnung doch noch zum Sieg führen.

Nicole Laube

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Fader Faust im Märchenwald

Keith Warner inszeniert Gounods Goethe-Adaption an der Semperoper

Charles Gounod machte aus Goethes „Faust“ 1859 eine wirklich französische Oper mit Walerzklängen und dem Fokus auf dem einzigen amourösen Element des Dramas, der Gretchentragödie. Von den Deutschen einst als Skandal verschrien, gehört das Stück inzwischen zu den meistgespielten Werken der Opernliteratur. In der Semperoper, die mit den Franzosen bekanntlich seit jeher wenig am Hut hatte, kam das Stück zuletzt im Jahr 1936 zur Aufführung und wurde nun von Keith Warner erneut zum Leben erweckt.

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Meißen hat sich zur Literaturmetropole verwandelt

Leseratten erobern die Porzellanstadt

Bis zum Sonntag (13.6.) findet in Meißen das zweite Literaturfest statt. Autoren und prominente Leser verzaubern dabei fünf Tage lang mit ihren Geschichten in historischer Kulisse. An 44 Orten werden über 100 Lesungen angeboten. Das Literaturfest widmet sich vor allem den Themen Mittelalter, Renaissance und Fantasy. Das Programm beinhaltet auch zahlreiche Geschichten für Kinder. Das Fest soll so die Verbindung von Literatur zu mittelalterlicher Architektur knüpfen und Geschichte in den Lesungen lebendig werden lassen. Die erste Auflage des Festivals vor einem Jahr lockte bereits rund 8500 Besucher an. Das Fest wird ausschließlich über Spenden- und Sponsorengelder finanziert, der Eintritt zu den Lesungen ist daher frei.

Der Bogen des Festprogramms reicht von der Literatur eines E.T.A. Hofmann bis hin zu Romanen der Gegenwart. Unter den Vorlesern befinden sich auch zahlreiche prominente Personen aus Politik und Kultur. So wird zum Beispiel am Donnerstag (10.6.) die frühere Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange in der Meißner Stadtbibliothek „Tom Sawyers Abenteuer“ von Mark Twain lesen (16Uhr). Am Sonnabend liest Bundesminister und Schirmherr der Veranstaltung, Thomas de Maizière, im Historischen Ratssaal „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson (16Uhr). Zudem sind auch Tom Pauls und die Dagmar Frederic als Gastleser geladen. (NL)

mehr zum Programm: www.literaturfest-meissen.de/programm

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Letzte Fahrt für Lottchen

Auch Dresdens Kinderstraßenbahn geht in Rente

Heimlich, still und leise wird Dresdens treue Kinderstraßenbahn „Lottchen“ am 9. Juni ihre letzte Fahrt durch die Stadt antreten. Nach 19 Jahren trennen sich die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) schweren Herzens von der alten Straßenbahn. Der Grund: Die kleine Bahn würde ihre nun anstehende Hauptuntersuchung nur mit großem Reparaturaufwand überstehen und die Verkehrsbetriebe wollen bei der Beförderung von Kindern keinerlei Risiken eingehen, so heißt es. Nach der letzten Fahrt am 09. Juni kommt die Bahn entweder ins DDR-Museum in Pirna oder wird von einem Käufer für weitere historische Fahrten flott gemacht. Vorher können aber 50 Hosterwitzer Hortkinder noch einmal Abschied nehmen.

Zukünftig wird eine der alten Tatra-Straßenbahnen Lottchens Aufgabe übernehmen und die Kinder auf speziellen Rundfahrten durch die Stadt befördern. Das neue Lottchen wird am 2. Juli in der Gleisschleife Wallstraße offiziell eingeweiht. Wie bisher werden das Jugendamt und die DVB die Kinderstraßenbahn zusammen betreuen.

Die Kinderstraßenbahn „Lottchen“ tuckerte seit 1991 durch Dresdens Straßen. Sie hat seither über 120 000 Gäste befördert. Insgesamt war sie mit zwanzig verschiedenen Programmfahrten unterwegs. Ihren Namen verdankt die Bahn dem Dresdner Schriftsteller Erich Kästner, der mit seinem Buch „Das doppelte Lottchen“ zur Namensgebung inspirierte. Seit 1995 ist „Lottchen“ zudem mit dem Spielmobil Felix aus Ratingen in Nordrhein Westfalen befreundet. Dank dieser Partnerschaft haben bereits viele Ratinger Kinder die Sächsische Landeshauptstadt kennen gelernt. (NL)

Infos im Netz: www.dresden.de/lottchen

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Das Filmnächteprogramm ist online

Sommer-Häppchen für den Kalender

Die Filmnächte am Elbufer verzaubern in diesem Jahr wieder mit Filmschlagern des vergangenen Jahres wie „Wenn Liebe so einfach wäre“ und altbekannten Klassikern wie dem DDR-Familienfilm „Spuk im Hochhaus“ – unter anderem. Seit Freitag (04.06.) ist das Programm des Freilichtkinos online. Nun heißt es also: Kalender zücken und die Sommernächte planen. Für Säumige stellen die Veranstalter auf der Webseite sogar einen SMS-Service zur Erinnerung bereit.

Das sommerliche Film- und Konzertprogramm am Elbufer startet dieses Mal nach allem Fußballjubel erst am 15. Juli.  Bis zum 12. September werden dabei rund 60 Filme über die Riesenleinwand flimmern. Darunter sind Dauerbrenner wie die „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“ und „Dirty Dancing“ (inklusive Party, 31.07.), aber auch Filmerfolge aus dem vergangenen Jahr, wie „Sherlock Holmes“ (30.07.)  und der Animationsfilmknaller „Avatar“ (01.08.). Für Freunde des Programmkinos wird „Ein russischer Sommer“ (20.07.) die Geschichte des Schriftstellers Tolstoi erzählen und Fans des Deutschen Films werden sich über „Zweiohrküken“ (26.08.) und „Friendship“ (18.08.) freuen. Auch die inzwischen schon traditionelle Kurzfilmnacht (24.07.) darf natürlich nicht fehlen. Das gesamte Programm gibt es unter www.filmnaechte-am-elbufer.de und passende Kritiken dazu hier. (NL)

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Dresden lädt zum Schumann-Fest

Festwoche zum 200. Geburtstag Robert Schumanns

Anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten Robert Schumann ist in Dresden einiges geplant. Robert Schumann, der am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren wurde, lebte zwischen 1844 und 1850 mit seiner Familie in Dresden.

Zur Würdigung des Komponisten veranstaltet das Dresdner Vokalensemble vom 8. bis zum 13. Juni ein Musikfest im Palais im Großen Garten Dresden. Mit Konzerten, einer Filmreihe und einer Lesung soll dabei an die Schumann-Zeit erinnert werden. Zudem wird eine musikalische Landpartie organisiert, die an die Schumann-Orte in Dresden und Umgebung führt. Zum Abschluss gibt es am 13.6. von 11 bis 16 Uhr ein Bürgerfest im Großen Garten. Begleitet wird das Ganze von einer Ausstellung im Palais, die Studenten des Instituts für Musikwissenschaft an der TU Dresden im Rahmen eines Schumann-Projekts zum Thema gestaltet haben.

Nähere Infos unter: www.robert-schumann-fest.de

Auch die Loschwitzer haben sich für „ihren“ Robert Schumann etwas ausgedacht. Clara Schumanns Vater, Friedrich Wieck wohnte bis zu seinem Tod in Loschwitz. Sein Wohnhaus steht heute noch in der Friedrich-Wieck-Straße (Foto: Nicole Laube). Hier lernte Robert Schumann als einstiger Wieck-Schüler auch seine Frau Clara kennen. Zum diesjährigen Elbhangfest (25. bis 27. Juni) wollen einige Loschwitzer Künstler daher ein Theaterstück über den jungen Schumann, Friedrich Wieck und seine Töchter Clara und Marie aufführen. Zu sehen sein wird es im Rahmen des Elbhangfestes in der Aula der Schillerschule, die Videopremiere findet anschließend im Kulturhaus Loschwitz statt. (NL)

Nähere Infos unter: www.elbhangfest.de

Wie kam Clara Schumann auf den 100-DM-Schein?

Clara Schumann war die Frau, die von 1990 bis 2002 vom Hundertmarkschein lächelte. Aber wie kam Roberts Liebste eigentlich da drauf? – Im März 1982 beschloss der Zentralbankrat der Bundesrepublik Deutschland die Ausgabe einer neuen Banknotenserie. Die neuen Scheine sollten nicht nur stärker gegen Fälschungen abgesichert werden, sondern auch die Köpfe berühmter deutscher Persönlichkeiten zeigen. Im August 1984 fand sich daher ein Gremium namhafter Historiker zusammen, das Vorschläge über geeignete Persönlichkeiten zur Abbildung erarbeitete. Die Historiker sollten dabei aber keine Personen erster Größe, wie beispielsweise Goethe, Schiller oder Dürer auswählen. Auf den Scheinen sollten eher Personen zu sehen sein, die nicht ganz so fest im Gedächtnis der Deutschen verankert waren, aber trotzdem Großes geschaffen hatten. Aus der ursprünglichen Liste von insgesamt 80 Personen kamen 45 in die engere Wahl, bevor im Juni 1986 schließlich sieben davon für die Scheine bestimmt wurden – darunter auch Clara Schumann. Die Pianistin und Komponisten war jedoch eigentlich für den 500-DM-Schein bestimmt. Für den 100-DM-Schein hatte das Gremium Maria Sybilla Merian vorgesehen. Bei dem hier ausgewählten Gemälde war jedoch die Darstellung der Malerin und Naturforscherin nicht zweifelsfrei gesichert. Da die 100-DM-Scheine jedoch weit verbreitet waren, drängte die Zeit. Und so entschloss sich die Bundesbank dafür, das eindeutige Portrait von Clara Schumann auf den Schein zu drucken. (NL)

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Studenten engagiert gegen Rassismus

Festival „contre le racisme“ steigt zum 4. Mal an der TU

Der Studentenrat der TU Dresden organisiert vom 7. bis zum 13. Juni das nunmehr vierte „festival contre le racisme“ gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Unter dem Motto „über uns – ohne uns?“ haben die Studenten Dresden in Kooperation mit dem Akademischen Auslandsamt der TU dabei ein umfangreiches Prorgamm auf die Beine gestellt. Im Vorfeld sprach elbmargarita mit dem diesjährigen Projektkoordinator und StuRa-Referenten für ausländische Studierende, Victor Vincze:

Das Festival findet vom 7.-13. Juni an der TU Dresden statt. Warum sollten nicht nur Studenten, sondern alle Dresdner kommen?

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehen uns alle an. Die Universität ist keine „Insel der Weltoffenheit“, sondern ein sehr wichtiger Teil der Stadt. Es wäre schön, beim Festival eine breite Plattform aus Vertretern der politischen Organisationen, aber auch mit breiter Unterstützung der Bürgerinnen und Bürgern unserer Landeshauptstadt zu gestalten.

Welchen Programmpunkt sollte dabei niemand verpassen?

Es gibt viele anspruchsvolle Programme für jeden Geschmack. Inhaltlich ist gewiss der Themenabend mit der Medienkritikerin Frau Dr. Schiffer ein Höhepunkt. Aber auch die anderen Themenabende – zum Beispiel über politische Frauenliteratur in Nicaragua, das Schicksaal der DDR-Flüchtlingskinder aus Namibia oder Migration in Sachsen – müssten unbedingt erwähnt werden. Diejenigen, die selbst aktiv werden wollen oder sich intensiver mit dem Thema beschäftigen wollen, sollten sich schnell einen Platz am Freitag beim Rassismus/Empowerment-Seminar sichern.

Das diesjährige Motto lautet „über uns – ohne uns?“ Damit wollen die Veranstalter „die politischen Missstände und Diskriminierung ausländischer Mitbürger in und um Dresden andeuten.“ – Wo liegen Ihrer Meinung nach solche politischen Missstände in Dresden?

Es gab nach dem Mord an der hochschwangeren Marwa El-Sherbiny viele nette Worte und Versprechungen aus dem Rathaus. „Integration als Chefsache“, hieß es damals.  Es wäre interessant nachzufragen, was Dresden oder Sachsen daraus realisiert hat. Die Liste dürfte wohl sehr knapp ausfallen. Fragt man die Vertreter der Migrantenorganisationen, klagen sie oft über starkes Desinteresse an dem Thema. Insbesondere der Umgang der Stadt mit dem Ausländerbeirat ist ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig die Ausstattung dieser einzigen gewählten Interessenvertretung mit echten politischen Befugnissen wäre. Es wäre meiner Meinung nach wichtig, bei Beschlüssen, die Migranten direkt und im höchsten Maße betreffen, auch deren Stimme anzuhören.

Diese Kritik richtet sich vor allem an das Rathaus. Was ist mit den Dresdnern?

Aktive Vereine und Organisationen leisten enorme Arbeit für ein lebenswerteres, attraktiveres Dresden, das weltoffen ist, wo Migranten, Touristen, Investoren, ausländische Studenten und Forscher sich wohl und sicher fühlen können. Nur die Koalition im Rathaus sollte auch ihre Arbeit verrichten und die politischen Missstände endlich ernsthaft anpacken und beseitigen.

Interview: Nicole Laube

Programm zum Festival: www.stura.tu-dresden.de/festival

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RTL sendet zur Fußball WM live aus Dresden

Jauch und Klopp kommentieren am Königsufer

Von Südafrika an die Elbe. Dresdens Kulisse wird zur Fußball-Weltmeisterschaft über die Leinwände in ganz Deutschland flimmern. Die Sportexperten des Fernsehsenders RTL berichten zur WM zweimal live vom Elbufer aus. Vor vier Wochen diskutierte die Stadt noch, ob denn die Fußballweltmeisterschaft überhaupt im Areal der Filmnächte am Elbufer übertragen werden soll. Im unmittelbar benachbarten Finanzministerium befürchtete man eine zu große Ablenkung der Angestellten von ihrer Arbeit. Doch solch eine gute PR konnte sich die Stadt dann doch nicht entgehen lassen. Zum Spiel Italien gegen Paraguay am 14. Juni werden Günther Jauch und Jürgen Klopp zum ersten Mal mit ihrem 14 Meter langen WM-Truck am Elbufer Halt machen. Zwischen dem 26. und 29. Juni wird Dresden dann ein zweites Mal zur RTL-Fußballstadt. Das genaue Datum steht bislang aber noch nicht fest.

Wenn vom 11. Juni bis zum 11. Juli das Leder zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika über den grünen Rasen rollt, wird beim Public Viewing in ganz Dresden Stimmung aufkommen. Überall in der Stadt werden dafür schon die Leinwände aufgebaut. Elbmargarita hat daher schon einmal eine Top-Ten-Liste* der schönsten Plätze zusammengestellt. (NL)

Hier ist Public Viewing am schönsten:

1. Filmnächte am Elbufer

Der Klassiker für alle, die Fußball auf extragroßer Leinwand genießen wollen.

2. Kleines Haus des Staatsschauspiels

Im lauschigen Innenhof des Theaters werden Sport und Schauspiel zur WM fusionieren. Termine aber vorher im Spielplan checken!

3. Brauhaus am Waldschlösschen

Bier und Fußball sind schließlich untrennbar. Vielleicht guckt ja auch Biber Waldi mal vorbei.

4. Torwirtschaft im Großen Garten

Ein Klassiker unter den Dresdner Biergärten. Mit Parkeisenbahn in unmittelbarer Nähe auch ideal für Familien.

5. Augustusgarten

Direkt an der Elbe und mit Blick auf die Altstadt gelegen. Hier wurde schon zur WM 2006 gejubelt!

6. Hinter dem Hörsaalzentrum der TU Dresden

Hier heißt es Public Viewing statt Paukerei. Und Studenten wissen, wie gefeiert wird!

7. Purobeach

Ein Hauch von Urlaubsstimmung. Wie wär’s mit einem Cocktail zum Spiel?

8. Schillergarten

Fußballgucken in uriger Atmosphäre und mit Blick aufs Blaue Wunder.

9. Scheune

Zwischen Alaun- und Louisenstraße gelegen, ist hier Abwechslung garantiert.

10. Fährgarten Johannstadt

Direkt an der Elbe, auf altstädter Seite und bequem mit dem Fahrrad erreichbar. So verbindet sich der eigene Sportsgeist mit Fußballfieber.

*Die Liste ist keine Rangliste, die Reihenfolge wurde rein willkürlich festgelegt. – Ihr habt weitere Idee oder Geheimtipps für Public Viewing zur WM in Dresden? Dann schickt eine Mail an Nicole.Laube[at]freenet.de

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Dresdner Debatte startet im Internet

Bürger sollen bei Neumarktplanung mitreden

Was in Dresden aus gut gemeinten Projekten werden kann, wenn es an Kommunikation mangelt, hat das Desaster Waldschlösschenbrücke über die Stadtgrenzen hinaus eindringlich verdeutlicht. Damit der Dialog zwischen Rathaus und Bürgern künftig erfolgreicher verläuft, wird am 8. Juni ein öffentliches Portal zur Stadtentwicklung im Internet starten. Mit der Dresdner Debatte im Netz will die Stadt „eine neue Form des offenen und öffentlichen Dialogs zur aktuellen Entwicklung in der Stadt zwischen Bürgern, Politik und Stadtplanung“ anregen, so heißt es aus dem Rathaus.

Als erstes soll in dem moderierten Online-Dialog das Thema Neumarkt (Foto: Nicole Laube) diskutiert werden. Unter der Leitfrage „Wie wird der Neumarkt ein Platz für die Dresdner?“ können sich die Dresdner vom 8. Juni bis zum 8. Juli unter www.dresdner-debatte.de über die aktuellen Planungen am Neumarkt informieren und dazu auch selbst zu Wort melden. Sie können ihre Ideen zur Nutzung des Neumarktes einbringen und Fragen zu den Vorhaben am Platz stellen. „Der Neumarkt war und ist der identitätsstiftende Mittelpunkt Dresdens. Dieser Ort ist prädestiniert für den Auftakt für die Dresdner Debatte“, meint Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Die Ergebnisse des Dialogs werden ferner ausgewertet und voraussichtlich Anfang September vorgestellt. Sie sollen außerdem in die Erarbeitung möglicher Anforderungen für Grundstücksausschreibungen und Bebauungspläne einfließen, so die Bürgermeisterin. (NL)

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Dresdner Autoren im Gespräch über die Wende

„Erinnerungen sind der Steinbruch, in dem man arbeitet.“

Es war eine spannende Diskussion zeitgenössischer Autoren, der die Zuschauer 26. Mai im Dresdner Schauspielhaus folgen durften. Von DDR-Kultur war da die Rede, von Sprachversklavung vor und Umbrüchen nach der Wende sowie den optimalen Bedingungen der Kunst. Christoph Hein, Thomas Rosenlöcher und Uwe Tellkamp trafen beim „ZEIT Forum Kultur“ aufeinander.  Zusammen stellten sie sich den Fragen von Evelyn Finger zum Verhältnis von Ost und West und die Rolle Literatur 20 Jahre nach der Wende.

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