Advent in der Neustadt

Eine Dresden-Geschichte zum 2. Advent

Die Straßen der Neustadt waren mit hellen Lichterketten geschmückt. Das verlieh dem Viertel einen Zauber, wie ihn nur die Weihnachtszeit heraufbeschwören konnte. Die Hände tief in den Manteltaschen vergraben, lief ich durch die Stadt, vorbei an liebevoll dekorierten Schaufenstern, in denen Weihnachtswichtel, Schneemänner und Sterne auf die schönste Zeit im Jahr einstimmen sollten. Ich war auf der Suche nach Geschenken und stellte wieder einmal fest, dass die Dresdner Neustadt besondere Faszination auf mich ausübte. Meine Großmutter hatte ihr halbes Leben in diesem Stadtteil verbracht, lange bevor er sich zum hippen Szeneviertel und zur Heimat kreativer Webdesigner entwickelt hatte. Meine Oma konnte aus ihrer Kindheit noch viele Geschichten aus dieser Gegend erzählen, denen ich bis heute gerne lauschte.

Weiterlesen

Schumann und Vivaldi zwischen Schellack und Vinyl

Rundgang Durch die SLUB zur Langen Nacht der Wissenschaften

Die Lange Nacht der Wissenschaften ist ein Abend für Entdecker. Seit fast elf Jahren wohne ich direkt neben dem Campus der TU Dresden, doch als wir das Gelände 2014 zum ersten Mal nachts erkundeten, konnte ich kaum glauben, was für Technologien sich hier gleich nebenan in den Gebäuden verstecken. Dieses Mal haben wir uns die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek – kurz SLUB – vorgenommen.

Weiterlesen

Ist Dresden eine literarische Stadt?

Die romantische Landschaft – oder: Warum nur wenige große Romane in Dresden spielen

Dresden ist als Kunst-, Architektur- und Musikstadt bekannt. Dieser Ruf halt bis heute weit über das Elbtal hinaus. Selten ist dagegen von Dresden als einer Literaturstadt die Rede. In einer neuen Serie widmen wir uns daher der literarischen Dimension von Dresden, wollen in Büchern, Gedichten, Briefen und Reiseberichten auf Spurensuche gehen, ins Gespräch mit Autoren kommen. In Teil 1 stellen wir uns dabei die Frage, wie literarisch Dresden wirklich ist. Ein Lesestück.

Weiterlesen

Den Meister gefunden …

Herbstauslese: „Canaletto – Seine Jahre in Dresden“

Herbstzeit ist auch Lesezeit. Unter dem Motto „Herbstauslese“ gibt es auf elbmargarita.de eine Serie, in der wir ausgewählte Romane und Erzählungen rezensieren, die in Dresden spielen. Heute: Ralf Nürnbergers Roman „Canaletto“.

Weiterlesen

Literarischer Winterspaziergang

Erläuterungen zum Elbmargarita-#instawalk über den Weißen Hirsch

Dicke, dunkle Wolken schieben den ersten Schnee des Jahres durch den Himmel über Dresden. Der Frost zwickt ungewohnt in die Nase. Die Standseilbahn ruht in tiefem Winterschlaf in ihrer Station auf der Bergbahnstraße am Weißen Hirsch. Nur vereinzelt sind an diesem Sonntagmittag Spaziergänger auf den Wegen in dem Viertel unterwegs. Es scheint tatsächlich ein magischer Ort zu sein, den Uwe Tellkamp 2008 zur Kulisse für seinen Roman „Der Turm“ erkor.

Weiterlesen

Holprige Ermittlungen

Herbstauslese: „PsychopatHenpolka“

Herbstzeit ist auch Lesezeit. Unter dem Motto „Herbstauslese“ stellen wir auf elbmargarita.de jedes Jahr ausgewählte Romane und Erzählungen vor, die in Dresden spielen. Heute: Christine Sylvester „Psychopathenpolka“

Weiterlesen

Ein großer Dresdner Kopf

Warum Erich Kästner unterschätzt wird

Erich Kästner gehört zu den wichtigsten Dresdner Schriftstellern – und ist doch (außer am Albertplatz) kaum in der Stadt präsent. Heute würde Kästner seinen 116. Geburtstag feiern. Allerhöchste Zeit, einen genaueren Blick auf die Biografie des Autors zu werfen, der den meisten wohl vor allem dank seiner Kinderbücher im Gedächtnis geblieben ist.

Weiterlesen