Zu Besuch bei Erich Kästner

eine Spurensuche in der Neustadt zum 119. Geburtstag des Autors

Er sei immer ein Kind der Königsbrücker Straße geblieben, schrieb Erich Kästner in seinem Roman „Als ich ein kleiner Junge war“ (1957). Der Dresdner Schriftsteller zählt zu den genialsten Autoren des vergangenen Jahrhunderts. Bei einem Spaziergang durch das Viertel seiner Kindheit wird seine Welt wieder lebendig.

Gedenktafel an Erich Kästner, Königsbrücker Straße 66

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Biss zur Montagsdemonstration

Herbstauslese: „Wolfsblues“ von Vanessa Carduie

Tamara liebt David, das wird schnell klar. Nur: Der Afrikaner nennt sich „Vollstrecker“ und ist über zweihundert Jahre alt. Tamara hingegen, als Werwolfwelpe von 26 Lenzen, schafft es nicht, sich von ihrer Familie zu lösen. Rassisten und Dämonenbeschwörer verkomplizieren ihren Alltag, dabei wünscht sie sich sehnlichst eine erotische Begegnung. Nach „WG mit Biss“ und „Neustadtzauber“ (2016) veröffentlichte Selfpublisherin Vanessa Carduie jüngst das Ende der Schattenseiten-Trilogie: „Wolfsblues“ (2017), holt Vampire und Werwölfe nach Dresden zurück – und wieder in ein Bett.

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Grabenkämpfe zwischen Neubau und Neustadt

Herbstauslese: Peter Richters „89/90“ – ein Dresden-roman?

Zwischen all den Dresden-Krimis und historischen Romanen, neben kleinen Novellen à la Uwe Tellkamp und Essays kam 2015 mit „89/90“ ein Dresden-Buch ganz anderer Couleur heraus. Der Autor Peter Richter ist Dresdner des Jahrgangs 1973, Journalist im Hauptberuf und arbeitet seit 2012 als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York. Er widmet seiner Heimatstadt mit „89/90“ einen Wende-Roman jenseits des zuckerbestäubten Barock-Mythos und der tränenreichen Erzählungen von der Zerstörung der Stadt 1945. Weiterlesen

Dresden-Skizze frei nach Carus

Herbstauslese: Uwe Tellkamp und seine Erzählung „Die Carus-Sachen“

Wie war das noch auf dem „Turm“, wo im Fenster von Haus Wolfsstein die Geschichtenlampe brannte? Erinnern wir uns an die verschlungenen literarischen Wege, die Uwe Tellkamp in seinem Roman märchenhaft auf dem Weißen Hirsch beschritt. Lang schon ist eine Fortsetzung der Geschichte des Dresdner Bürgertums versprochen, das der Autor in seinem preisgekrönten Werk durch die letzten sieben Jahre der DDR führte und mit der Friedlichen Revolution von 1989 aus aller Vergangenheitsseligkeit befreite.

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Abweichen von festgetretenen Pfaden

Wie zwei Dresdner Autoren bei Literatur Jetzt! die Zeit der Brücke-Künstler mit den 1968ern verbinden …

Die Dresdner Autoren Josefine Gottwald und Ralf Günther tun sich für ein Projekt zusammen: Ralf Günther liest aus seiner neuen Novelle „Die Badende von Moritzburg“ und Josefine Gottwald begleitet ihn an der Gitarre mit Liedern aus der Zeit der 1968er. Zu erleben ist das Programm am 11. November im Rahmen von „Literatur Jetzt!“, 19 Uhr im Japanischen Palais. Was es damit auf sich hat, erzählen die beiden im Interview. Weiterlesen

Auf vier Pfoten durch Norwegen

In eigener Sache – oder: Wie ich mit dem norwegischen Kater Tom auf die Katze kam.

Es gibt Katzen, die sind frech und grau und haben große, leuchtend grüne Augen. Es gibt Katzen, die haben an ihren Vorderpfoten einen Daumen. Das glaubt ihr nicht? Ist aber wahr! Diese Katzen sind etwas ganz Besonderes. Sie heißen Schiffskatzen, werden oft auch Hemingway-Katzen genannt, weil sich ganz viele davon im Haus von Ernest Hemingway – auch um seinen Schreibtisch – tummelten. Der kleine norwegische Kater Tom ist eine solche Schiffkatze.

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Freiheit am Schlossteich

Ralf Günthers Sommernovelle „Die Badende von Moritzburg“

Ralf Günther entführt die Dresdner in seinen Büchern seit Jahren in die Vergangenheit ihrer Stadt. Er erfindet seine Geschichten rund um wahre Begebenheiten und reale Personen, lässt diese in seinen Romanen phantasievoll zur Fiktion gedeihen. In seinem neuesten Werk wählt der gebürtige Kölner und Wahldresdner das Lahmann-Sanatorium auf dem Weißen Hirsch, die Künstlergruppe die Brücke und die Moritzburger Teichlandschaft als Eckpunkte einer kurzweiligen Sommernovelle.

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Von Lastern und Verbrechen

Sky duMont liest bei den  Musikfestspielen aus den Memoiren Casanovas

Giacomo Girolamo Casanova war nicht nur bei den Frauen beliebt, sondern auch sonst ein Tausendsassa. Er bereiste sämtliche Metropolen Europas, wurde inhaftiert, floh und brach immer wieder zu neuen Abenteuern auf. Ein Grenzgänger dieses Standes passt nur zu gut in das Programm der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele*, die in ihrem 40. Jahrgang mit dem Motto „Licht“ vor allem Querdenker und Lichtgestalten der Musik in den Mittelpunkt ihrer Konzerte rücken. Und so stand Casanova am Donnerstag (8.6.) im Fokus eines außergewöhnlichen musikalisch-literarischen Abends mit Sky duMont und dem Armida Quartett (Foto: Oliver Killig) im Palais im Großen Garten.

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Vom Murmeltier zum Musiker

Wie Bill Murray nach Dresden kam – Oder: die Geschichte einer besonderen Freundschaft über den Wolken

Diese Geschichte ist einfach zu schön, als dass sie hier nicht nochmal erzählt werden müsste. Denn wie so oft schreiben der Zufall und das Leben eben einfach die besten Storys – und so muss denn wohl auch das Kennenlernen von Jan Vogler, dem Intendanten der Dresdner Musikfestspiele, und Hollywoodstar Bill Murray schicksalhaft gewesen sein. Im Flugzeug sind sich die beiden zum ersten Mal begegnet oder besser noch im Transitraum am Flughafen Berlin-Tegel, wo das Cello von Jan Vogler für Aufsehen beim Schauspieler sorgte.

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Der Striezelmarkt und die Liebe

Eine Dresden-Geschichte zum 3. Advent

Große weiße Flocken rieselten auf die Erde nieder und überzogen die Buden auf dem Dresdner Striezelmarkt mit einer weißen Schneeschicht, die wie Puderzucker aussah. Ich hatte mir gerade einen rot kandierten Apfel gekauft und blieb nun vor dem großen Karussell stehen, auf dem die Kinder lachend im Kreis fuhren. Wie lange war es her, dass ich selbst einmal so unbeschwert und voller Freude den Ritt auf einem der blanken Karussell-Pferde genossen hatte?

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