Eine lebendige Nacht

Teilnehmer der Moritzburg Festival Akademie machen die „Lange Nacht der Kammermusik“ zum kurzweiligen Vergnügen

Musik klingt aus dem Schloss, während die letzten Regenwolken über Moritzburg sich verziehen. Anders als sonst wird am Montagabend (10.8.) bis zur letzten Sekunde geprobt, ist die Aufregung hinter den dicken Mauern spürbar. Die „Lange Nacht der Kammermusik“ gehört traditionell dem Nachwuchs. In diesem Jahr sind es 16 junge Musiker aus 13 Nationen, die in der Moritzburg Festival Akademie unter der Direktion der Geigerin Mira Wang zwei Wochen lang ein umfangreiches Kammermusik- und Orchesterprogramm einstudieren.

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Magische Musik

Künstler des Moritzburg Festivals bezaubern mit Cherubini, Schumann und Tschaikowsky

Es war ein Abend wie ein Diamant. Selbst die Gänse auf den Teichen rund um Schloss Moritzburg schienen still zu verharren angesichts der Intensität der Musik, mit der die Künstler beim Moritzburg Festival ihr Publikum am Mittwoch (5.8.) bezauberten. Zunächst mit Luigi Cherubinis „Pater Noster“ in der Fassung für Solo-Violine und Streichquintett, das einen prickelnden Auftakt in der Abendsonne bot.

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Feuertaufe im Sommerregen

Das 28. Moritzburg Festival startet furios unter freiem Himmel

Wer seine Sache mit Leidenschaft tut, wird sich auch von kleinen und großen Hindernissen nicht in die Flucht schlagen lassen. Sprichwörtlich dafür steht das diesjährige Moritzburg Festival, das aufgrund der aktuellen Hygieneauflagen erstmals komplett unter freiem Himmel, auf der Nordterrasse von Augusts Jagdschloss spielt. Dass hier nach gut zwei Wochen Sonnenschein just zur Eröffnung ein dickes Regengebiet regierte, hielt weder Musiker noch Publikum am Sonntag (2.8.) davon ab, sich ganz der Faszination der Kammermusik hinzugeben. Im Gegenteil!

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Cha-Cha zum Frühstück

Sommermusik aus Dresden (2): Enna Miau veröffentlicht mit „Liebesbrief“ ihr erstes Solo-Album

Ihre Musik ist wie ein Schmetterling, der sommerleicht und vergnügt über eine Wiese flattert: Licht und beschwingt, dabei voller Optimismus verpackt die Dresdner Chansonette und Liedschreiberin Enna Miau Geschichten aus dem Alltag in mitreißende Songs. Ihr erstes Soloalbum „Liebesbrief“ ist dabei genau das, was der Titel verheißt: Ein musikalischer Liebesbrief ans Leben und an die Musik!

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Es lebe die Verrücktheit!

„The Addams Family“ rockt als gruselige Sommer-Comödie Schloss Übigau

Schloss Übigau hat neue Bewohner. Das alte Gemäuer an der Elbe wird seit Freitag (10.7.) von der „Addams Family“ (Foto: Robert Jentzsch) bevölkert, die im aktuellen Sommertheaterstück der Comödie Dresden morbides Flair verströmt. Natürlich sind nicht alle mit dem neuen Domizil zufrieden. „Ich will wieder nach New York“, brummt Onkel Fester (Matthias Manz) gleich zu Beginn. Doch da ist schon alles zu spät. Denn wie der Zufall so will, hat sich die Addams Tochter Wednesday längst in den Nachbarssohn Lucas Beineke verliebt und möchte ihren Eltern nun bei einem gemeinsamen Dinner die „Normalos“ von nebenan vorstellen.

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Abendsonne im Rotweinglas

Sommermusik aus Dresden (1): Saela Whim legen mit „The Whim of Fate“ ihr Debütalbum vor

Es ist sicher kein Zufall, dass Saela Whim ihr erstes Album mit dem Titel „The Whim of Fate“ überschrieben haben. Schließlich ist es auch der Macht des Schicksals zu verdanken, dass sich Sarah Graefe (Gesang, Violine) und Gianluca Calivà (Gitarre) an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden trafen und dort zu dem Duo Saela Whim (Foto: Anne S.) zusammenfanden.

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„Ich hab‘ noch einen Koffer in …“

Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York ermöglicht Musiktheater trotz Corona

Die Aufregung ist nicht nur beim Ensemble der Staatsoperette Dresden, sondern auch beim Publikum spürbar. Nach drei Monaten Spielpause geht es mit dem Programm „Ich hab‘ noch einen Koffer in … Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York“ (Foto: Stephan Floß) wieder los. An fünf Stationen auf dem Kraftwerksgelände präsentiert das Theater den derzeitigen Beschränkungen entsprechend ein sommerlich leichtes Operettenvergnügen, das – als humorvolle Reise inszeniert – das Publikum zum Spaziergang quer durch die Welt des Genres einlädt.

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Moritzburg Festival unter freiem Himmel

In Moritzburg gibt es Kammermusik auf der Schlossterrasse

Die Zeichen stehen gut für erlesenen Kammermusikgenuss vor den Toren von Dresden. Das Moritzburg Festival (Foto: Oliver Killig) unter der Leitung des Cellisten Jan Vogler plant erstmals in 28 Jahren komplett open air. Zum Schutz von Publikum und Künstlern werden vom 2. bis 16. August 2020 alle Konzerte auf die Nordterrasse von Schloss Moritzburg verlegt. Gesundheit und Musikgenuss gehen so unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften an lauen Sommerabenden Hand in Hand.

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Operetten-Reise um die Welt

Die Staatsoperette lädt zum musikalischen Spaziergang durchs Kraftwerk ein

Nix mit Sommerpause dieses Jahr: Dresdens Theater unternehmen nach dem Corona-Stillstand erste vorsichtige Schritte in Richtung Normalität. Mit einem „Operettenspaziergang von Wien bis New York“ hat die Staatsoperette Dresden ein virenschutztaugliches Format entworfen, das dem Publikum bei aller Vorsicht gehörig Freude machen wird. Nicht nur, weil nach fast dreimonatiger Kulturpause jetzt alle hungrig auf Livetheater sind, sondern auch weil sie das Kraftwerksgelände dabei ab dem 20. Juni von ganz neuen Seiten kennenlernen dürfen.

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Drei Diener und neue Herausforderungen

Die Serkowitzer Volksoper plant und probt trotz Corona – und hofft auf finanzielle Unterstützung

„Ja, wir wollen spielen!“, ist die entschiedene Ansage der Serkowitzer Volksoper um Regisseur Wolf-Dieter Gööck. Trotz oder wegen Corona hält die freie Theatergruppe an ihrer Sommerproduktion, der nunmehr zehnten, in der Saloppe Dresden fest. Lachen kann schließlich nur gesund sein. Erst recht, wenn das Stück „Diener dreier Herren – eine unkorrekte Schaubudenoper“ heißt und erneut den Menschen in seiner ganzen historischen Unvollkommenheit aufs Korn nimmt. „Bezüge zur Gegenwart sind kein Zufall, das Publikum soll auch die heutige Gesellschaft in unseren Stücken gespiegelt sehen“, sagt Milko Kersten, der als musikalischer Leiter seit Jahren dem Minimalorchester „Musi nad Labem“ vorsteht.

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