Packend bis zum letzten Ton

Rossini, Schostakowitsch und Brahms beim Moritzburg Festival

Wenn man vom Glück eines Kammermusikabends erzählt, darf dieser auf keinen Fall unerwähnt bleiben. In der evangelischen Kirche Moritzburg traf am Dienstag (6.8.) jedenfalls all das zusammen, was ein inspirierendes Konzert braucht: Ein Programm voller Spannungen, Künstler, die mit Leidenschaft bei der Sache sind, dazu die sanfte Sommerabendatmosphäre in idyllischer Landschaft.

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Milhaud im Sonnenuntergang

Das 27. Moritzburg Festival feierte am Sonntag im und vor dem Schloss Eröffnung

Draußen der rote Sonnenuntergang, drinnen feinste Kammermusik: Zur Eröffnung des diesjährigen Moritzburg Festivals stimmte einfach alles. Seit 27 Jahren verbindet das Festival vor den Toren von Dresden Natur- und Musikgenuss in höchster Perfektion. Dem Künstlerischen Leiter Jan Vogler und seinem Team gelingt dabei stets aufs Neue, traditionellen Pfaden zu folgen, ohne in überkommenen Gewohnheiten zu verharren.

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Musik für die Seele

Katie Melua macht die Junge Garde zu ihrem Wohnzimmer

Wüsste man nicht, dass Katie Melua seit ihrer Jugend weltweit als Star gefeiert wird, man könnte ihr Konzert in der Jungen Garde Dresden für eines jener Hinterhofkonzerte halten, zu denen gemeinhin nur Eingeweihte Eintritt finden. Schnörkellos ist hier das Zauberwort, technisch nahezu perfekt sind ihre Interpretationen, die sie an der Gitarre zusammen mit ihrer Band in der Sommerluft präsentiert. Schnell folgen erste Ansagen, in denen Katie Melua Dresden lobt, die Menschen hier, die zauberhafte Kulisse der Open-Air-Spielstätte. Sie tut das, weil sie es eben jeden Abend tut auf ihrer kleinen Tour, meint man noch im ersten Moment. Aber im Leben ist manches anders, als es scheint. So wie ein Songtext oft tiefere Wurzeln hat, als seine Melodie vielleicht vermuten lässt.

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„Somewhere“ …

Leonard Bernsteins „West Side Story“ bringt im Sommer Weltstadtflair in die Semperoper

Die Skyline von Manhattan lässt grüßen, wenn sich dieser Tage der rote Samtvorhang in der Semperoper hebt. Bis zum 4. August kredenzt der Veranstalter BB Promotion hier eine fast legendäre Produktion von Leonard Bernsteins „West Side Story“. Denn die Inszenierung von Joey McKneely (Foto: Jeff Busby) zeigt den Musical-Klassiker als weltweit einzige nach der Konzeption und mit Originalchoreografien von Jerome Robbins (1918–1998), der 1957 am Broadway als Regisseur und Choreograf zusammen mit Leonard Bernstein, Arthur Laurents (Buch) und Stephen Sondheim (Gesangstexte) für die Uraufführung des Musicals verantwortlich zeichnete.

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Mit Mundwasser, Schottenrock und Pioniergeist

Die „Elbhang Zombies“ beehren die 11. Dresdner Schlössernacht

Wenn historische Dresdner Persönlichkeiten wie Karl August Lingner, der Earl of Findlater, Prinz Albrecht, Heinsius von Mayenburg und Jungpionier Max sich in einer Band zusammenfinden, kann da nur jede Menge Spaß im Spiel sein. Als „Elbhang Zombies“ (Foto: Robert Jentzsch) kriechen diese ehrenwerten Personen immer zur Dresdner Schlössernacht aus ihren Gruften hervor – und rocken das Spektakel am Elbhang mit Musik und ganz viel Humor.

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Bluesrock mit Cello

Die 42. Dresdner Musikfestspiele enden mit Eric Clapton und einem besonderen Gastauftritt

Vorher flirrende Aufregung, hinterher pure Glückseuphorie. Gitarrenlegende Eric Clapton spielte am Montag (10.6.) in der Messe den Schlussakkord für die 42. Dresdner Musikfestspiele (Foto: Oliver Killig) und bescherte der Stadt damit mehr als nur eine Premiere.

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Das Spiel mit dem Publikum

Chilly Gonzales rockt nach 17 Jahren wieder in Dresden und begeistert im ausverkauften Kulturpalast

Moment mal, was ist denn das? Ja, richtig gesehen! Normalerweise betritt bei den Dresdner Musikfestspielen kein Künstler die Bühne im Pyjama und auch nicht im seidenen Morgenmantel. Natürlich nicht! Einer wie Chilly Gonzales aber, der darf das. Der Pianist ist dafür bekannt, die schwarz-weißen Tasten seines Instruments als lebendes Gesamtkunstwerk zu bespielen – warum sollte das in Dresden auch anders sein?

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„Die Liebe ist das Zentrum unserer Arbeit!“

Barbara Hannigan kommt mit ihrem Mentoring-Programm „Equilibrium“ nach Dresden

Barbara Hannigan ist als Sängerin und Dirigentin auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. Ganz egal, was die gebürtige Kanadierin anpackt, ihre Projekte sind von enormer Leidenschaft getragen. Davon zeugt auch das Mentoring-Programm »Equilibrium«, das Hannigan (Foto: PR/Musacchio Ianniello) 2017 gründete und mit dem sie bei den Dresdner Musikfestspielen 2019 als Dirigentin zu erleben sein wird. Mit Igor Strawinskys Oper »The Rake‘s Progress« kommt dabei in diesem Jahr eine konzertante Aufführung in den Kulturpalast, die junge Gesangstalente aus der ganzen Welt in einer einmaligen Produktion vereint.

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Kontrastreiche Steigerungen

Opernpremiere im Doppelpack für die Studierenden der Hochschulen für Musik und Bildende Künste Dresden

Ein Toter kommt selten allein. So könnte das Motto der diesjährigen Operproduktion der Hochschulen für Musik (HfM) und Bildende Künste (HfBK) am Kleinen Haus des Staatsschauspiels lauten. Regisseurin Barbara Beyer lässt in diesem Jahr Darius Milhauds selten gegebenen Einakter „Le pauvre matelot“ („Der arme Matrose“) auf Giacomo Puccinis Repertoireschlager „Gianni Schicchi“ (Fotos: Sebastian Hoppe) treffen und schenkt dem Dresdner Publikum einem Doppelabend der Kontraste.

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Ein Fest der Klavierkunst

Der 1. Klavierwettbewerb „Carl Maria von Weber“ vereint junge Pianisten aus 15 Ländern in Dresden

Von Osterferien keine Spur: Die Räume am Sächsischen Landesgymnasium für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden sind dieser Tage von lebhaften Klavierklängen erfüllt. Junge Musiker aus 15 Nationen treffen hier vom 24. bis 28. April 2019 beim 1. Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten „Carl Maria von Weber“ (Fotos: Marcus Lieder) zusammen.

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