Sven Helbig elektrisiert im Kleinen Haus

Der Dresdner Komponist gibt ein Heimspiel mit seinem Forrklang Quartett

Egal ob New York oder Eisenhüttenstadt – der Dresdner Komponist Sven Helbig (Foto: PR/Claudia Weingart) versteht es, Stimmungen und Charaktere in Klang zu verwandeln. Bei seinem Konzert am Dienstag (16.10.) im Kleinen Haus entführte Helbig mit seinem Forrklang Quartett in eine faszinierende Welt aus elektronischen Sounds und klassischer Musik. Was hier zunächst mit einem elektronischen Paukenschlag beginnt, mündet wenig später in eine verträumte Klaviermelodie, deren Akkorde Helbig an Computer, Keyboard und Schlagzeug wiederum stilsicher auffängt und weiterentwickelt.

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Oper als Kür

Lehramtsstudenten der Musikhochschule zeigen Kurt Schwaens Oper „Leonce und Lena“

Werke des Komponisten Kurt Schwaen (1909–2007) sind äußerst selten auf den Programmzetteln in Dresden zu finden. Mit Schwaens Kammeroper „Leonce und Lena“ nach dem Lustspiel von Georg Büchner bringen die Lehramtsstudenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) daher diesmal eine kleine Rarität auf die Bühne (Fotos: Katharina Quandt) des Labortheaters.

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Wo Worte fehlen …

Schönbergs „Moses und Aron“ ist ein starker Auftakt für die Saison an der Semperoper

Schon allein die Stückauswahl ist ein Ereignis: Intendant Peter Theiler bringt zu Beginn seiner ersten Spielzeit an der Semperoper Arnold Schönbergs (1874–1951) „Moses und Aron“ zurück nach Dresden. Jenes Stück, dem Harry Kupfer vor 43 Jahren die DDR-Erstaufführung in Dresden sicherte – und das mit 39 Aufführungen (geplant waren nur sechs) damals zum Überraschungserfolg wurde.

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Ein Hauch von „La La Land“

Sebastian Ritschel holt mit „Das Licht auf der Piazza“ eine Musical-Entdeckung nach Radebeul

Es ist ein Stoff wie aus dem Märchenbuch: Clara fährt mit ihrer Mutter in die Toskana und sofort verliebt sich der junge Florentiner Fabrizio in das blonde Mädchen. Was er nicht ahnt: Die Schöne ist nach einem Unfall in der Kindheit geistig ein wenig zurückgeblieben, weshalb ihre Mutter Margaret sie vor der Liebe zu Fabrizio unbedingt beschützen möchte. Nun wäre „Das Licht auf der Piazza“ (Fotos: Pawel Sosnowski) sicher kein erfolgreiches Broadway-Musical geworden, gäbe es für die beiden Liebenden nicht doch einen Lichtblick unter der Sonne des Südens. Regisseur Sebastian Ritschel hat das Potenzial dieses Stückes, vor allem der Musik von Adam Guettel, erkannt und die Deutsche Erstaufführung des Werkes an die Landesbühnen Sachsen geholt.

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Faszinosum im dunklen Proberaum

Der ImproKurs deR Dresdner Meisterkurse Musik vereinte erstmals Kunst und Klang

In der Kunst wie im Leben lohnt sich manchmal der eine oder andere Blick über den Tellerrand. Das haben auch die Teilnehmer der Dresdner Meisterkurse Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) in dieser Woche erfahren dürfen. Der Improvisationskurs von Jazzlegende Günter Baby Sommer (Foto: Ronny Waleska) gehört seit Jahren zu den Rennern im Meisterkursprogramm. Die jungen Musiker wurden hier diesmal von drei Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) unterstützt.

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Kontinuierlich ins sechste Jahr

Die Dresdner Meisterkurse Musik feiern festlichen Auftakt in der Musikhochschule

Als die Dresdner Meisterkurse Musik vor fünf Jahren zum ersten Mal an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (HfM) internationale Dozenten und Teilnehmer vereinten, war das eine Art Experiment für alle. Im sechsten Jahr lässt sich nun sagen: Das Format hat sich bewährt – vor allem aber es lebt noch. Dieses Mal fallen die sechs Meisterkurstage mit der Erstsemesterwoche an der Hochschule zusammen. Das Haus wird bis zum 22. September dabei nicht nur von frischen Klängen durchweht, sondern öffnet seine Türen für gegenseitigen Austausch und Inspiration.

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Zwischen Extremen

Andreas Dresen erinnert mit „Gundermann“ an einen, der in keine Schublade passt

Plötzlich ist der Himmel voller Wolken, es regnet. Der Herbst vorm Fenster passt zur Stimmung im Land. Und dann kommt da dieser Film (Foto: PR/Peter Hartwig) daher, der von einer ebenso grauen Zeit in einem chronisch grauen Land erzählt: „Gundermann“ Nicht jedem ist der Liedermacher aus der DDR ein Begriff. Dabei hat er allein sechs Alben veröffentlicht, schrieb Songtexte für Silly und stand mit Bob Dylan auf einer Bühne.

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Opernfest mit Verführer

Die OFF-Operngruppe szene12 verleiht Mozarts „Don Giovanni“ neuen Schwung

Wer die Produktionen der OFF-Operngruppe szene12 um Regisseur Toni Burghard Friedrich kennt, der weiß: Den Besucher erwartet etwas Außergewöhnliches. Das neueste szene12-Werk stellt gar sämtliche Konventionen der Gattung auf den Kopf und verwandelt das Zentralwerk in Pieschen in eine riesige Partylocation. Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ wird hier tatsächlich zum Fest.

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Alles außer langweilig!

Beethovens „Geistertrio“ wird  in Moritzburg zum Synonym eines besonderen Abends

So spritzig wie die Interpretationen, so erfrischend sind die Programme beim Moritzburg Festival. Jenes am Dienstag (21.8.) war mit dem Titel „Geistertrio“ überschrieben und vereinte im Schloss einmal mehr neben hochkarätigen Solisten auf der Bühne, Werke ganz unterschiedlicher Epochen und Couleur.

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Eine schrecklich nette Opernfamilie

Die OFF-Operngruppe szene12 feiert mit Mozarts „Don Giovanni“ ihre fünfte Produktion

Der Verein szene12 um Regisseur Toni Burghard Friedrich ist seit 2012 Dresdens Experimentierlabor für junge Opernfans. Die Inszenierungen der OFF-Gruppe stechen mit ungewöhnlichen Lesarten und einer humorvollen, leicht verständlichen Erzählweise heraus. Das fünfte Projekt setzt da mit Mozarts „Don Giovanni“ wohl sogar noch eines drauf. Premiere ist am 22. August im Zentralwerk in Pieschen. Die Proben hier fühlen sich fast an, wie ein Familientreffen – und dennoch bleibt bei szene12 Raum für Überraschungen.

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