Musikalische Brücke nach São Paulo

Dresdner Philharmoniker organisieren Benefizkonzert für Kinder in Prohlis und Brasilien

Musik ist mehr als nur ein schönes Erlebnis im Abo-Konzert. Wie keine andere Sprache auf der Welt, vermag sie Brücken zu bauen zwischen Ländern und Menschen, die ohne ihre Instrumente vielleicht nie zueinander gefunden hätten. Die Dresdner Philharmoniker haben das in besonderer Weise auf ihrer Lateinamerika-Tour im Herbst 2018 erfahren. Am Rande der Tournee spielten 30 Musiker dort gemeinsam mit 60 Kindern der Musikschule Monte Azul ein Konzert (Foto: Thomas Otto) im Theater Paulo Eiró in São Paulo/Brasilien. „Wir sind unheimlich beseelt von dem Auftritt mit den Musikschülern nach Dresden zurückgekehrt“, erzählt Bruno Borralhinho, Cellist in der Dresdner Philharmonie. Dieses Erlebnis wurde nun zur Initialzündung für ein Benefizkonzert, das die Musiker privat und auf eigene Initiative am 10. November, 15 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden organisiert haben.

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Seelendrama mit Showeffekten

Musikalisch famos, inhaltlich herausfordernd: Sondheims Musical „Follies“ an der Staatsoperette Dresden

Ein Tanzensemble, dreißig Jahre – und viele geteilte Erinnerungen. Kurz gesagt sind das die Fäden, aus denen Stephen Sondheim und James Goldman 1971 ihr Musical „Follies“ (Fotos: Vincent Stefan) strickten. Das Stück ist in mehrfacher Hinsicht revolutionär für das Genre: Mehr Show als Theater verbindet es die famose und vielschichtige Musik Sondheims mit einem teils düster-bitterem Figurenpsychogramm. Denn als die Tänzerinnen eines alten Revuetheaters 30 Jahre nach dem Beginn ihrer Karriere an ebenjenem Ort wieder zusammentreffen, werden allerhand Erinnerungen wach, die, verklärt im hellen Licht der Scheinwerfer von damals, verpasste Chancen und unerfüllte Sehnsüchte ans Tageslicht fördern.

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„Moon River“ im Mondschein

Jan Vogler und Ismo Eskelinen eröffnen Meisterkonzert-Saison auf Schloss Albrechtsberg

Es war beinahe schon magisch: Kaum stimmten Jan Vogler und Ismo Eskelinen am Freitag (11.10.) im Kronsaal auf Schloss Albrechtsberg Henry Mancinis legendären „Moon River“ an, schimmerte seidig der Vollmond über der Elbe durch das Fenster herein. Nur langsam zog der stille Beobachter am Firmament während des ersten Meisterkonzerts in dieser Saison weiter. Gut möglich, dass er – wie mancher im Publikum – nach den beiden Zugaben gern noch ein bisschen länger gelauscht hätte.

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Prima Klima in Lima

Die Lehramtsstudenten der Musikhochschule feiern Offenbach mit einer witzigen Oper

Da könnte sich so mancher Großkonzern etwas abschauen: Gefeiert wird in „PrimaLima“, was das Zeug hält und alle machen mit. Die Studenten des Fachbereichs Lehramt an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden (HfM) bringen anlässlich des Offenbach-Jahrs 2019 eine Farce auf die Bühne des Labortheaters, die es in sich hat. Dort bleibt mit dem rasanten Musiktheaterstück „AllesPrimaInLima“ nach der Operette „La Périchole“ von Jacques Offenbach kein Auge trocken.

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Liederabend mit Cello und Gitarre

Hörtipp im Oktober: Jan Vogler & Ismo Eskelinen: „Songbook“

Allein der Name „Songbook“ ist außergewöhnlich – und auch die Besetzung Cello und Gitarre in der Klassikwelt nicht eben alltäglich: Der Dresdner Cellist Jan Vogler hat sich für sein neues Album mit dem finnischen Gitarristen Ismo Eskelinen zusammengetan und auf nahezu unergründetes Terrain gewagt. Mit Werken von Paganini bis Satie – behutsam arrangiert für Cello und Gitarre – klingt das gar nicht so experimentell wie man vielleicht erwarten mag. Es gleicht vielmehr der Liebesgeschichte zweier Instrumente, die sonst selten zueinanderfinden.

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Goldrausch mit Livemusik

Die Dresdner Philharmonie spielt Musik von Charlie Chaplin

In einer von neuen Technologien angetriebenen Zeit wächst die Sehnsucht nach echten, noch handgemachten Dingen. Kein Wunder, dass Filmkonzerte seit einigen Jahren eine Renaissance feiern. Die Dresdner Philharmonie hat diese Reihe zu einer schönen Tradition wachsen lassen – und entdeckt neben modernen Blockbustern wie „Star Wars“ oder „Harry Potter“ auch Filme und Musik von Charlie Chaplin auf erquickliche Weise neu.

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Politik im Transitraum

Laura Scozzi inszeniert Rossinis „Die Reise nach Reims“ an der Semperoper als Groteske auf Europa

Endlich ist das politische Musiktheater zurück in Dresden! Ja, es geht wild her in Gioachino Rossinis „Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims“, die als Dresdner Erstaufführung die neue Spielzeit an der Semperoper eröffnet. Und wie! Wann haben wir zuletzt gelacht in der Oper? Wann haben wir uns zuletzt über eine Inszenierung gewundert, die Augen gerieben und in der Pause heftig mit dem Sitznachbarn diskutiert? In dieser Oper (Fotos: Ludwig Olah) ist alles möglich, denn Regisseurin Laura Scozzi inszeniert gnadenlos heutig.

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„Le Grand Plaisir“ als Zeitenspiegel

An der Staatsoperette weht mit der Revue „Hier und Jetzt und Himmelblau“ ein belebend frischer Wind

Chapeau! Der Einstand für die neue Intendantin der Staatsoperette Dresden, Kathrin Kondaurow, ist wirklich gelungen: Mit dem Auftragswerk „Hier und Jetzt und Himmelblau“ bringt sie erstmals eine Revue ins Kraftwerk Mitte – und entdeckt damit ein vergessen geglaubtes Genre auf erfrischende Weise neu. Ja, diese Revue (Fotos: Pawel Sosnowski) ist wie ein knallender Champagnerkorken zur Spielzeiteröffnung. Sie ist ein Zeitspiegel. Und was es alles darin zu entdecken gibt!

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Lange Nacht der Entdeckungen

Moritzburg Festival Akademie feiert furiosen Abschluss

Kurzweilig, dynamisch und voller musikalischer Entdeckungen – die „Lange Nacht der Kammermusik“ hat sich beim Moritzburg Festival vom Geheimtipp zu einem Höhepunkt gemausert. Dafür spricht auch die diesjährige Ausgabe, mit der die Stipendiaten der Moritzburg Festival Akademie am Donnerstag (15.8.) in der ausverkauften Kirche einen furiosen Schlussakkord unter zehn für sie ebenso fordernde wie bereichernde Tage setzten.

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Sommercamp vereint neue Musik und Kästner

Uraufführung „Konferenz der Kinder“ in der Frauenkirche

Sie habe einen langen Atem, sagt die Sängerin und Musikpädagogin Elisabeth Holmer von sich selbst. Dass der sich nicht nur auf der Bühne auszahlt, zeigt sich in dieser Woche bei einem Schülerprojekt, das sie mit dem „Klangnetz Dresden“ initiiert hat. Ein Chor aus rund 100 Kindern der Klassenstufen 3 bis 6 gestaltet dabei am 18. August in der Frauenkirche die Uraufführung des Oratoriums „Konferenz der Kinder“. Geprobt wird seit Montag in den Räumen am Landesgymnasium – und das nicht nur mit jungen Musikfilous, sondern mit allen Kindern, die Lust darauf haben.

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