Familienstadt
29. September 2011 von admin
Mit Kind und Kegel ins Theater
Dresden ist die Baby-Hauptstadt Deutschlands – und eine der kinderfreundlichsten noch dazu. Nachdem es im Programmkino Ost bereits seit mehreren Jahren spezielle Vorstellungen für Familien mit Kleinkindern gibt, bietet nun auch das Staatsschauspiel “Schnullertage” im Kleinen Haus an. Familien können dabei zum ersten Mal am 2. Oktober ohne Babysitter ins Theater gehen und sich die aktuelle Inszenierung von “Woyzeck” ansehen. Das Angebot richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen null und fünf Jahren.
Die Vorstellungen beginnen an ausgewählten Wochenenden (die Termine sind dem Spielplan zu entnehmen) schon um 16 Uhr. Mütter und Väter können ihre Kinder dabei direkt im Kleinen Haus in die Obhut zweier staatlich zertifizierter Pädagoginnen geben, die die Kleinen liebevoll beaufsichtigen und mit ihnen spielen, währen die Eltern zwei ungestörte Theaterstundenn genießen. An den Schnullertagen besteht schon ab 15.15 Uhr die Möglichkeit, sich mit dem Kind auf dem “Spielplatz” im Kleinen Haus umzuschauen und die Betreuerinnen kennenzulernen. Für die Kinder gibt es eine Menge Spiel- und Bastelangebote, kindgerechte Snacks und Getränke sowie eine Wickelstation. Sollte es Tränen geben, ist der Weg schließlich nicht weit: alle Eltern erhalten vorreservierte Randplätze und werden nach Absprache diskret aus dem Saal gebeten.
Die Karten sollten drei Tage vor der Vorstellung beim Besucherservice gebucht werden. Die Eltern müssen dann nur noch Kind, Wickeltasche, Lieblingsspielzeug oder Kuscheltier und bei Bedarf ein kleines Vesperpaket einpacken – und los geht’s zum Familientheater! (NL)
Die nächsten Termine fürs Schnullertheater sind der 2. Oktober (“Woyzeck”) und der 16. November (“Frau Müller muss weg”) jeweils 16 Uhr im Kleinen Haus
Hinter den Kulissen der Geburtenhauptstadt
Soll man der städtischen Statistikstelle Glauben schenken, dann ist Dresden inzwischen die geburtenreichste Stadt Deutschlands. Seit 2002 purzeln hier jedes Jahr immer mehr Babys ins Leben. Tendenz weiterhin steigend. Doch wie sieht der Babyboom in der Praxis aus? Pressefotograf Amac Garbe (4 Fotos oben; auch für den farbenfrohen Header bei elbmargarita verantwortlich) hat einen Blick hinter die Kulissen geworfen und Dresdner Familien in ihrem Lieblingszimmer abgelichtet. Einzige Bedingung: In den Familien musste mindestens ein Knirps im 21. Jahrhundert geboren sein. Entstanden ist daraus ein fortlaufendes Fotoprojekt, dessen kunterbunte Ergebnisse ab dem 15. Januar 2011 bei einer Ausstellung im “Au Cherie” auf der Böhmischen Straße 18 in der Neustadt zu sehen sind. Die Vernissage dazu findet am 15. Januar um 16 Uhr statt. Und das ist noch nicht alles. Denn so wie die Dresdner Geburtenstatistik soll auch die Anzahl der ausgestellten Fotos weiterhin klettern – so dass nach und nach eine immer buntere Wand aus den Bildern und ein immer farbigerer Querschnitt durch das Dresdner Familienleben entsteht. Interessenten dürfen sich jeder Zeit beim Künstler melden und ebenfalls für ein Foto posieren. Frei nach dem Motto: Bitte recht freundlich, wir sind Kinderhauptstadt!
Nicole Laube
Linktipp: www.ein-satz-zentrale.de
Glück auf kleinstem Raum
Seit zweieinhalb Jahren leben Claudia Fritz und David Stein zusammen mit ihrer Tochter Florentine auf engem Raum im Studentenwohnheim Borsbergstraße 34 in Dresden.
Borsi 34. Ein klappriger Fahrstuhl rattert und ruckelt hinauf in die fünfte Etage. Die Wohnungstür zur Nummer 530 ist schon angelehnt. Im Zimmer dahinter spielt Verkehrswirtschaftsstudentin Claudia Fritz mit ihrer zweieinhalbjährigen Tochter Florentine. Es ist eng im Flur, auch die kleine Küche nebenan bietet nicht viel Raum für drei Personen. Gegenüber befindet sich ein kleines Bad, und dann gibt es da noch das zweite, das Wohnzimmer. Wie der Schlafraum ist auch dieses zwölf Quadratmeter groß. „Allmählich wird es hier wirklich zu eng“, sagt Claudia Fritz. Nicht nur ein Kinderzimmer, auch ein zweiter Schreibtisch fehlt. Gerade jetzt, wo Florentines Papa David Stein seine Diplomarbeit in BWL schreibt, macht sich das bemerkbar.
Florentine war ein Wunschkind. „Als ich das Vordiplom fertig hatte, war der Zeitpunkt perfekt“, sagt Claudia Fritz. Die 24-Jährige und ihr 27-jähriger Freund wohnten damals schon auf der Borsi 34. „Wir haben uns hier kennengelernt“, die Studentin schmunzelt. „Auch wenn das Wohnheim schon sehr alt ist, ich fand es immer gut, daher haben wir uns entschieden, mit Kind zunächst hierzubleiben.“ Mit acht Monaten ging Florentine in die Kinderkrippe am Beutlerpark, das Studium ging für beide Elternteile relativ unkompliziert weiter. „Schön ist, dass im Wohnheim viele Freunde in der Nähe sind, die auch mal auf das Kind aufpassen können. Wir haben ja keine Großeltern in Dresden“, erklärt die angehende Verkehrswirtschaftlerin.
Nach einem Jahr hat es die drei für zwei Auslandssemester nach Stockholm verschlagen. Zurück aus dem hohen Norden, machte sich die Studentenfamilie nun daran, nach einem eigenen Heim in Dresden zu suchen. Mit Erfolg. Im August ziehen die drei in eine Dreiraumwohnung in der Stübelallee. Künftig zahlt die kleine Familie dort anstatt der rund 340 Euro im Wohnheim 450 Euro Miete. Die ersten Kisten sind schon gepackt.
Nicole Laube
(erschienen in Hochschulzeitung “ad rem” vom 21.7.2010)
Toy-Story-Mosaik kommt ins Dresdner Ufa
Am 29. Juli wird der dritte Teil von Disneys “Toy Story” die Kinoleinwände erobern. Pünktlich zum Ferienbeginn stimmt das Ufa die Dresdner Kids auf den Film ein. Vom 3. bis zum 7. Juli ist im Kino auf der Prager Straße das Toy-Story-Lego-Mosaik zu Gast. Es besteht aus insgesamt 165.888 Legosteinen, die die Dresdner Familien mit vereinten Kräften zusammpuzzlen sollen. Das zehn Quadratmeter große Mosaik befindet sich Vorfeld des Filmstarts auf einer Deutschland- und Österreichtournee und ist neben Dresden nur in wenigen deutschen Städten zu sehen. Die Nürnberger haben es bereits vom 2. bis zum 6. April zusammengesetzt. Nun ist Dresden dran. Der Ufa-Kristallpalast ruft daher alle Familien, Horte und Kindergärten auf, an der Aktion teilzunehmen. Gepuzzelt werden kann vom 3. bis zum 7. Juli täglich ab 10.30Uhr, samstags ab 13Uhr. (NL)
Fußballtreff für Mädchen in der Johannstadt
Der Stadtverband Fußball Dresden e.V. veranstaltet am 20. Juni einen Fußballtreff für sportinteressierte Mädchen. Der nunmehr 2. Tag des Mädchenfußballs in Dresden wird um 10 Uhr in der Sportanlage des SV Johannstadt von Oberbürgermeisterin Helma Orosz und der TV-Moderatorin Shary Reeves eröffnet. Fußballinteressierte Mädchen können sich dabei im Torwandschießen, bei der Abnahme des Fußballabzeichens und auf der Spielstraße sportlich betätigen. Auch Turniere werden veranstaltet. Zudem führen die U-20-Nationalspielerinnen Julia und Sylvia Arnold mit den Mädels um 14Uhr ein kleines Probetraining durch. Um 15 Uhr spielen die B–Juniorinnen des SV Johannstadt gegen 1. FFC Fortuna Dresden–Rähnitz. (NL)
Ferienpass ab 25. Mai erhältlich
Schulkinder zwischen sechs und 14 Jahren können sich ab dem 25. Mai ihren Ferienpass sichern. Dieser ist für acht Euro zu haben und lockt mit freiem Eintritt in 23 Dresdner Museen sowie zu rund 1200 Veranstaltungen während der großen Ferien. Unter dem Motto „bunte Ferienwelten“ können die Kids mit dem Ferienpass vom 26. Juni bis zum 8. August zum Beispiel bei Wikinger-Camps, Flughafentouren, Reiten, Klettern oder Kampfsport die Stadt erkunden. Auch die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Tarifzone Dresden ist für Passinhaber während der Ferien kostenlos. Zudem laden 15 Gutscheine unter anderem zu einer Dampferfahrt ein.
Der Ferienbeginn wird am 27. Juni offiziell im Areal der Filmnächte am Elbufer gefeiert. Das Jugendamt und alle am Ferienpass beteiligten Veranstalter laden dann zwischen 10 und 14 Uhr zum Auftaktfest ein. Oberbürgermeisterin Helma Orosz empfängt die Ferienkinder zudem am 8.Juli im Rathaus. Zwischen 10 und 12 Uhr seien ein Besuch in ihrem Büro und der Blick vom Rathausturm geplant. (NL)
Insgesamt 11 000 Exemplare der Ferienpassbroschüre sind gedruckt worden. Sie sind ab dem 25. Mai unter anderem an folgenden Stellen erhältlich: in den Bürgerbüros Harthaer Straße 3, Prohliser Allee 10, Hoyerswerdaer Straße 3, Bürgerstraße 63, Kieler Straße 52, Naumannstraße 5, Hertzstraße 23, Nöthnitzer Straße 2, Lübecker Straße 121, Bautzner Landstraße 291, im Ortsamt Theaterstraße 11 sowie in den Kassen der Rathäuser Dr.-Külz-Ring 19 und Junghansstraße 2 und im Veranstaltungsbüro Frauen-Fußball-WM, Kreuzstraße 6.
Infos zu den Ferienpassveranstaltungen: www.dresden.de/ferienpass
Neuer Kletterwald in Kleinzschachwitz
Bürgermeister Dirk Hilbert hat am Mittwoch (12.5.) zusammen mit den Kindern der Grundschule am Waldpark Kleinzschachwitz den neuen Kletterwald auf dem Spielplatz am Waldpark eingeweiht. Der Spielplatz war in nur zwei Monaten für rund 95 000 Euro erweitert worden. Die neuen Geräte verbessern das Spielangebot nun gewaltig. In dem neuen Kletterwald können sich auch die Großen mal ausprobieren. Neue Bänke laden zum Verweilen ein. Zudem sind drei Bäume und 50 neue Sträucher gepflanzt worden. Die Kleinkinderspielfläche und der neue Weg werden jedoch erst nach Pfingsten fertig gestellt sein. Auch Nistkästen für Vögel und Fledermäuse sind noch geplant. (NL)
Kita in Striesen feierte Richtfest
Die neue Kindertageseinrichtung auf der Ermelstraße in Striesen feierte am Dienstag (04.Mai) Richtfest. Bis zum Oktober 2010 soll das Objekt fertig gestellt sein. Dann haben dort insgesamt 138 Kinder auf rund 3000 Quadratmetern Platz zum Spielen. Neben einer großen Terrasse sollen drei Gruppenräume, mehrere Gemeinschaftsräume und eine Kinderküche entstehen. Im Außenbereich sind Sandkästen, Wippen, Rutschen und für die größeren Kinder ein Rollerweg mit mehreren Schikanen geplant.
Die AWO Kinder- und Jugendhilfe GmbH ist Träger der Kita und will 45 Krippenplätze und 90 Kindergartenplätze in dem neuen Gebäude bereitstellen. Im alten Bau konnten dagegen nur 38 Kindergartenkinder betreut werden. Der Neubau kostet rund drei Millionen Euro, die zum Teil aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen sowie der Stadt Dresden bezahlt werden. Die Bauarbeiten hatten im November 2009 begonnen. (NL)
Das Modell Familie hat sich gewandelt
Laut der Kommunalen Statistikstelle Dresden hat sich das Modell Familie in der sächsischen Landeshauptstadt in den vergangenen zehn Jahren stark gewandelt. Die wilde Ehe wird inzwischen meist dem Trauschein vorgezogen. So leben heute zum Beispiel nur noch 53 Prozent der Kinder bei verheirateten Elternpaaren. 1999 waren es noch 65 Prozent. Der Anteil der Kinder bei Alleinerziehenden blieb dagegen fast unverändert. Allein im Jahr 2009 wurden 44 Prozent der Kinder bei unverheirateten Eltern geboren. Nur etwa fünf Prozent der Paare holt die standesamtliche Trauung nach der Geburt noch nach.
Im Jahr 2009 wurden in Dresden rund 5500 Kinder geboren, das waren rund 50 mehr als im Vorjahr. In neun von zehn Ortsamtsbereichen von Dresden nahm die Zahl der Einwohner 2009 zu. Die jüngsten Stadtteile sind die äußere Neustadt, die Leipziger Vorstadt und Löbtau. Obwohl die Geburtenzahlen in Dresden in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind – Dresden liegt unter den Großstädten in den Neuen Bundesländern auf Platz 1 -, leben aber nur in jedem sechsten Haushalt der Stadt Kinder unter 18 Jahren. (NL)

hi all my best world !!!