Wo Worte fehlen …

Schönbergs „Moses und Aron“ ist ein starker Auftakt für die Saison an der Semperoper

Schon allein die Stückauswahl ist ein Ereignis: Intendant Peter Theiler bringt zu Beginn seiner ersten Spielzeit an der Semperoper Arnold Schönbergs (1874–1951) „Moses und Aron“ zurück nach Dresden. Jenes Stück, dem Harry Kupfer vor 43 Jahren die DDR-Erstaufführung in Dresden sicherte – und das mit 39 Aufführungen (geplant waren nur sechs) damals zum Überraschungserfolg wurde.

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Plauens neues Kunstkleinod

Die alte Bienertmühle wird mit Theater, Musik und Kunst seit August zur Kulturkulisse

Fernab der großen kulturellen Ballungszentren in Dresdens Alt- und Neustadt hat sich die Bienertmühle im Stadtteil Plauen seit August zu einem Kleinod der Kleinkunst gemausert. Das lauschige Antiquariatsgeschäft mit dem hübschen Namen Blickzurück wird hier mit Vorträgen, Konzerten, Theaterabenden und Vernissagen seither zur vielseitig bespielten „Kulturkulisse“. Dass es sich dabei um mehr als nur ein cleveres Marketingkonzept von Restaurator und Ladenchef Steve Schneider, sondern um gute, liebevoll inszenierte Kunst mit großem Potenzial handelt, zeigt schon die Premiere, die hier zur herbstlichen Spielzeiteröffnung auf dem Programm steht.

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Ein Hauch von „La La Land“

Sebastian Ritschel holt mit „Das Licht auf der Piazza“ eine Musical-Entdeckung nach Radebeul

Es ist ein Stoff wie aus dem Märchenbuch: Clara fährt mit ihrer Mutter in die Toskana und sofort verliebt sich der junge Florentiner Fabrizio in das blonde Mädchen. Was er nicht ahnt: Die Schöne ist nach einem Unfall in der Kindheit geistig ein wenig zurückgeblieben, weshalb ihre Mutter Margaret sie vor der Liebe zu Fabrizio unbedingt beschützen möchte. Nun wäre „Das Licht auf der Piazza“ (Fotos: Pawel Sosnowski) sicher kein erfolgreiches Broadway-Musical geworden, gäbe es für die beiden Liebenden nicht doch einen Lichtblick unter der Sonne des Südens. Regisseur Sebastian Ritschel hat das Potenzial dieses Stückes, vor allem der Musik von Adam Guettel, erkannt und die Deutsche Erstaufführung des Werkes an die Landesbühnen Sachsen geholt.

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Faszinosum im dunklen Proberaum

Der ImproKurs deR Dresdner Meisterkurse Musik vereinte erstmals Kunst und Klang

In der Kunst wie im Leben lohnt sich manchmal der eine oder andere Blick über den Tellerrand. Das haben auch die Teilnehmer der Dresdner Meisterkurse Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) in dieser Woche erfahren dürfen. Der Improvisationskurs von Jazzlegende Günter Baby Sommer (Foto: Ronny Waleska) gehört seit Jahren zu den Rennern im Meisterkursprogramm. Die jungen Musiker wurden hier diesmal von drei Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) unterstützt.

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Panorama im Herzen der Stadt

In unserer Sommerserie #Dresdenvonoben zeigen wir die schönsten Aussichtspunkte

Diese Sommeraussicht über Dresden dürfen wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Erst recht nicht, weil sie zeitlich begrenzt ist: Bis zum 14. Oktober 2018 schraubt sich der City Skyliner am Postplatz noch in luftige Höhen.

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Kontinuierlich ins sechste Jahr

Die Dresdner Meisterkurse Musik feiern festlichen Auftakt in der Musikhochschule

Als die Dresdner Meisterkurse Musik vor fünf Jahren zum ersten Mal an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (HfM) internationale Dozenten und Teilnehmer vereinten, war das eine Art Experiment für alle. Im sechsten Jahr lässt sich nun sagen: Das Format hat sich bewährt – vor allem aber es lebt noch. Dieses Mal fallen die sechs Meisterkurstage mit der Erstsemesterwoche an der Hochschule zusammen. Das Haus wird bis zum 22. September dabei nicht nur von frischen Klängen durchweht, sondern öffnet seine Türen für gegenseitigen Austausch und Inspiration.

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Stadtluft zum Schmökern

Wie Drei kreative Köpfe Dresden von seiner lesenswerten Seite zeigen

Seit 2016 gibt es mit „Stadtluft“ ein innovatives Bookzin über Dresden. Was sich hinter diesem bunten Wortspiel verbirgt, erzählt Mitherausgeber Amac Garbe, von dem auch die wunderbaren Bilder zu diesem Beitrag stammen.

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Der doppelte Diederich

Jan-Christoph Gockel inszeniert Heinrich Manns „Der Untertan“ am Staatsschauspiel

Bierkrüge knallen auf den Tisch, bis einer anfängt zu skandieren: „Die-der-ich – Häss-ling – Häss-ling – Die-der-rich – Häss-ling …“, und so fort. Ein Chor aus grölenden Kehlen, die Farben des Kaiserreiches auf der stolz geschwellten Brust. Heinrich Manns „Untertan“ Diederich Hässling war „ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt“, lernte im Wilhelminischen Kaiserreich aber schnell, wie man nach oben kratzt und nach unten tritt. Regisseur Jan-Christoph Gockel lässt diesen Untertanengeist, ein Psychogramm des Deutschen wie Kurt Tucholsky sagte, in seiner Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden (Fotos: Sebastian Hoppe) lebendig werden – und zeichnet dabei nicht nur ein satirisches Bild des Kaiserreichs.

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Visionen made in Dresden

Wie kluge Köpfe aus Dresden die Welt mit ihren Ideen ein bisschen besser machen …

Es gibt viele Vorurteile über Dresden. Die Stadt sei konservativ und selbstverliebt heißt es da. Dabei schlägt in Dresden auch ein innovatives Herz. Veranstaltungen wie „TEDx Dresden“ oder das Konfestival „Lassesunstun“ bringen Visionäre und kluge Geister zusammen – und setzen damit neue Impulse für zukunftsweisende Ideen, die die Welt ein kleines bisschen besser machen.

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Zwischen Extremen

Andreas Dresen erinnert mit „Gundermann“ an einen, der in keine Schublade passt

Plötzlich ist der Himmel voller Wolken, es regnet. Der Herbst vorm Fenster passt zur Stimmung im Land. Und dann kommt da dieser Film (Foto: PR/Peter Hartwig) daher, der von einer ebenso grauen Zeit in einem chronisch grauen Land erzählt: „Gundermann“ Nicht jedem ist der Liedermacher aus der DDR ein Begriff. Dabei hat er allein sechs Alben veröffentlicht, schrieb Songtexte für Silly und stand mit Bob Dylan auf einer Bühne.

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