Odyssee durchs Treppenhaus

Das Kinderstück „Laura war hier“ zeigt am tjg, was Familien mit Pizza gemein haben

Laura ist sauer: Ihre Mutter hat keine Pizza im Einkaufsbeutel und vor dem grantigen Hausmeister Wesekus hat sie ihre Tochter auch nicht beschützt. „Warum habe ich keinen Vater?“, fragt die Sechsjährige aufgebracht. Kein Vater, kein Hund, kein Bruder, nicht mal ein Onkel kann die Zweisamkeit mit ihrer Mutter stören. Sieht so eine richtige Familie aus? Autorin Milena Baisch schickt die Protagonistin aus ihrem Stück „Laura war hier“ (ab 6 Jahre) am Theater Junge Generation auf die Suche nach dem Ideal einer glücklichen Familie wie im Werbefernsehen.

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Rohe Diamanten

Die 5. Dresdner Meisterkurse Musik klingen mit zwei spannungsvollen Konzerten aus

Das neue Semester an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber beginnt erst in einer Woche – und doch sind die Räume am Wettiner Platz bereits mit Musik erfüllt. Sechs Tage lang trafen bei den 5. Dresdner Meisterkursen Musik (DMM) vom 11. bis 16. September Studenten und Dozenten aus der ganzen Welt zusammen, um unter dem Motto „Schau-Spiel-Kunst“ an Interpretationen (Foto: PR/Ronny Waleska) zu feilen und musikalische Diskurse anzustoßen.

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Schau hin!

Ein Rundgang über die OSTRALE-Biennale 2017 macht Lust auf Entdeckungen

Je schwieriger die Weltlage, desto besser die Kunst. Was dieser Spruch vielleicht ein wenig platt umschreibt, wird auf der OSTRALE in Dresden deutlich sichtbar. Die 11. Ausstellung für zeitgenösse Kunst steht unter dem Motto „re-form“ und ist eine der stärksten der vergangenen Jahre. Wer noch nicht da war, sollte sich die Ostrale also bis 1. Oktober unbedingt ansehen – und das nicht nur weil sie ab sofort als „OSTRALE-Biennale“ nur noch alle zwei Jahre stattfinden wird.

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Musik begreifen lernen

ein inspirierender Tag bei den Meisterkursen Musik an der Musikhochschule Dresden

Und dann sitzt man plötzlich mittendrin, in einem der Dresdner Meisterkurse Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Als Laie unter Musikern, denn die Kurse kann man auch als Zuschauer besuchen – und das ist äußerst empfehlenswert. Tatsächlich gibt es in den Stunden, die junge Musiker hier bei renommierten Interpreten (Foto: Ronny Waleska) absolvieren, viel zu lernen, mehr als jedes Konzert oder die Theorie in Büchern über Musik vermitteln könnten.

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Inszenierung im Musikalltag

Die Dresdner Meisterkurse Musik gehen unter dem Motto „Schau-Spiel-Kunst“ ins fünfte Jahr

Ein bisschen Stolz schwingt schon mit, wenn Prof. Dr. Florian Uhlig, Prorektor für Künstlerische Praxis der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM) die 5. Dresdner Meisterkurse Musik (DMM) eröffnet. Die stehen dieses Jahr unter dem Motto „Schau-Spiel-Kunst“ und wollen Grenzen zwischen Interpretation, Inszenierung und Authentizität ausloten. Dozenten und Studierende aus aller Welt treffen dabei vom 11. bis 16. September an der HfM zusammen, um Musik zu machen, spielerische Techniken zu verfeinern und im regen Austausch Diskurse anzustoßen.

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Achtung, Nackedei-Alarm!

Mit „Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt“ erklimmt das Boulevardtheater den Gipfel des frivolen Humors

Chaos im Lyzeum: Da will Schuldirektorin Ernestine Schnickenfittich eine Mädchenschule mit Niveau eröffnen und dann macht ihr ausgerechnet die freche Tochter des Landrats einen Strich durch die Rechnung. Die hält sich natürlich an keine zuchtvolle Regel – und serviert bald barbusig den idealen Stoff für die dritte frivole Komödie am Boulevardtheater Dresden. Der Rezension sei an dieser Stelle daher ganz ernsthaft folgende Warnung vorangestellt: Wer nackte Tatsachen auf der Theaterbühne ablehnt, sollte dem Stück „Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt“ (Fotos: PR/Robert Jentzsch) lieber fernbleiben.

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Ein Hoch auf Aschenputtel!

Hörtipp des Monats: Nils Mönkemeyer und die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Markus Poschner

Die Bratsche galt lange Zeit als das Aschenputtel der Streichinstrumente. Dabei steht sie den Stars im Konzertsaal in nichts nach: Sie kann lyrisch sein und melancholisch, singen und weinen, wild und zart sein – ist erdiger als die Geige und lebendiger als das Cello, wie der Bratschist Nils Mönkemeyer auf seinem aktuellen Album einmal mehr beweist. Zusammen mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Markus Poschner hat er darauf Werke von William Walton, Max Bruch und Arvo Pärt eingespielt, die jenen Aufbruch in die Moderne markieren, der auch die nachhaltige Emanzipation der Viola in den europäischen Konzertsälen beschreibt.

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Von oben gelenkt

Die Serkowitzer Volksoper mischt in „Orpheus in der Unterhose“ Gluck mit Offenbach

Wenn Götter sich ins irdische Glück einmischen, geht es hoch her. Denn „die da oben“ handeln aus sicherer Distanz zum Geschehen und wissen daher höchst selten, was den Menschen hier unten tief in seinem Herzen bewegt. Im besten Falle also wird aus einer derartigen Verstrickung ein ironisch launiges Sommertheater, an dem sich alle laben können. Ein solches ist Wolf Dieter Gööck und seiner Serkowitzer Volksoper auch im siebten Jahr geglückt. Erneut hat er für „Orpheus in der Unterhose“ (Fotos: Robert Jentzsch) zwei Musiktheaterstücke feinsinnig seziert und auf witzige freche Weise zu einem Neuen verwoben. Weiterlesen

Von der Verschwendung der Körper …

Ein Rundgang durch die Diplomausstellung der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Hell glänzt die Zitronenpresse auf dem Dach der Hochschule für Bildende Künste in der Sonne. Der Engel auf der Spitze reckt keck seine Flügel gen Himmel. Er zieht die Blicke der Vorübergehenden auf sich – und lädt von Oben dazu ein, das Gebäude unter der markanten Kuppel zu betreten: Denn im Oktogon der Kunstakademie kann man bis zum 3. September in der diesjährigen Diplomausstellung einen Blick auf die Kunst von morgen erhaschen.

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