Vorfreude in der Stadt

Gedanken zur Striezelmarktzeit in Dresden …

Ein Spaziergang durch die Straßen der Dresdner Innenstadt: Ein Windstoß pfeift kalt in den Gassen. Regen tropft von den Dächern. Der Winter hat seine langen Finger ausgestreckt. Auf dem Altmarkt reckt die große Tanne ihren Wipfel in den grauen Himmel. Ein fahles Licht erfüllt den Platz, im flackernden Straßenlampenschein weht Nebel herauf. Doch abends, wenn das Tageslicht verglimmt, breiten schon die ersten Kerzen warme Schauer über die kühle Jahreszeit aus.

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12 Songs zum Genießen

Hörtipp im November: „Songs, Poems and Stars“ von Miss Rockester

Songs, Gedichte und die Sterne – der Name des zweiten Albums von Miss Rockester alias Silvana Mehnert aus Dresden ist Programm. Mit ihrem Soloprojekt ist die Sängerin der Dresdner A-cappella-Band „medlz“ seit 2014 auf den Bühnen präsent. Auf der neuen CD „songs, poems and stars“ erzählt sie mit eigenen Kompositionen ganz persönliche Geschichten aus ihrem Leben.

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Dresden-Skizze frei nach Carus

Herbstauslese: Uwe Tellkamp und seine Erzählung „Die Carus-Sachen“

Wie war das noch auf dem „Turm“, wo im Fenster von Haus Wolfsstein die Geschichtenlampe brannte? Erinnern wir uns an die verschlungenen literarischen Wege, die Uwe Tellkamp in seinem Roman märchenhaft auf dem Weißen Hirsch beschritt. Lang schon ist eine Fortsetzung der Geschichte des Dresdner Bürgertums versprochen, das der Autor in seinem preisgekrönten Werk durch die letzten sieben Jahre der DDR führte und mit der Friedlichen Revolution von 1989 aus aller Vergangenheitsseligkeit befreite.

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Zwei Seiten einer Medaille

Ein Essay über die ewige Rivalität der Städte Dresden und Leipzig

Dresden oder Leipzig? Wer ist besser? Die beiden Städte verbindet eine Jahrhunderte lange Rivalität. Das ist fast wie mit dem Karneval in Köln und Düsseldorf – nur, dass Fasching in Sachsen das ganze Jahr über ist. Auf der einen Seite die gestrige Residenz an der Elbe: Dresden, die Schöne mit den Schätzen, den Kunstsammlungen, der Musik, den barocken Fassaden. Im Kontrast dazu Leipzig: Die Stadt an der Pleiße, moderne Messestadt mit süßen Gässchen im Zentrum, dafür ohne Umland, mit tollen Kneipen, einer regen Bloggerszene, der Nikolaikirche und dem Gewandhaus.

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Abweichen von festgetretenen Pfaden

Wie zwei Dresdner Autoren bei Literatur Jetzt! die Zeit der Brücke-Künstler mit den 1968ern verbinden …

Die Dresdner Autoren Josefine Gottwald und Ralf Günther tun sich für ein Projekt zusammen: Ralf Günther liest aus seiner neuen Novelle „Die Badende von Moritzburg“ und Josefine Gottwald begleitet ihn an der Gitarre mit Liedern aus der Zeit der 1968er. Zu erleben ist das Programm am 11. November im Rahmen von „Literatur Jetzt!“, 19 Uhr im Japanischen Palais. Was es damit auf sich hat, erzählen die beiden im Interview. Weiterlesen

In bester Gesellschaft

Das Musical „Company“ hinterfragt das Modell Ehe an den Landesbühnen Sachsen

Heiraten – oder lieber frei bleiben? Das ist die Frage, um die sich in Stephen Sondheims Musical „Company“ (1970) alles dreht. Das Stück nach dem Buch von George Furth hat vom Broadway aus längst die Welt erobert, ist hier jedoch kaum bekannt. An den Landesbühnen Sachsen (Fotos: Hagen König) bringt Sebastian Ritschel mit seiner Inszenierung des Werkes New Yorker Großstadtcharme nach Radebeul.

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Poesie, Schwebebahn und Norwegenkino

Monatsrückblick auf Oktober 2017

Der Oktober ist jener Monat, der unausweichlich das Jahresende einläutet. Zwischen den letzten Sonnenstrahlen und den ersten stürmischen Mistwettertagen war jedoch jede Menge Platz für herrliche Spaziergänge, interessante Theaterstücke und die ersten gemütlichen Hausmusikabende – unser Rückblick auf den Oktober:

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Theater mit den Ohren sehen

„Der Gewitterbahnhofsstrand“ entführt am tjg auf eine akustische Entdeckungsreise

Wer würde nicht gern im Sommer das Zwitschern der Vögel oder das Rauschen des Meeres einfach einsammeln wie Muscheln am Strand? Der alte Maalra tut am Theater Junge Generation genau das. Er sammelt leidenschaftlich gern Geräusche: dunkles Gewittergrollen und dumpfe Bahnhofsdurchsagen, pfeifende Windböen oder klingelnde Straßenbahnen. Er ist der Protagonist im neuen Kinderstück „Der Gewitterbahnhofsstrand“ (Foto: PR/Robert Jentzsch) von Steffen Moratz und Lena Hach, das auf der Studiobühne in der Regie von Steffen Moratz Uraufführung feierte.

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Diese Show ist wie ein gutes Buch

Album des Monats Oktober: Bill Murray, Jan Vogler & Friends „New Worlds“

Konzert oder Lesung? „New Worlds“ ist keines von beiden. Das Programm von Hollywoodstar Bill Murray und Cellist Jan Vogler trägt eher die Züge einer Show. Allerdings ist es keine der Shows, die auf äußerlichen Glamour aus sind. Sie wirkt eher wie ein tiefsinniges Bühnenstück, das mitreißt, zum Träumen und Nachdenken anregt. Zusammen mit der Violinistin Mira Wang und Pianistin Vanessa Perez paaren die beiden in „New Worlds“ Texte von Mark Twain, Arthur Miller und Ernest Hemingway mit Kompositionen von Bach, Schubert oder Piazzolla. Entstanden ist das Ganze für die Dresdner Musikfestspiele, wo im Juni die Weltpremiere stattfand.

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Die Rebellin vom Dresdner Hof

Eine Ausstellung in Pillnitz widmet sich 70 Jahre nach ihrem Tod der Luise von Toscana

Der Luisenhof auf dem Weißen Hirsch oder das Café Toscana erinnern noch immer an sie – und doch scheint Luise von Toscana (1870 –1947) sonst kaum mehr präsent in Dresden. Viele Bücher sind über die einstige Kronprinzessin von Sachsen geschrieben worden. Unzählige Zeitungsartikel füllten die Blätter in ganz Europa mit dem Skandal, den sie im Jahr 1902 verzapfte, als sie mit ihrem Liebhaber André Giron kurzerhand in die Schweiz floh, auf gesellschaftliches Ansehen pfiff – und ihren Ehemann, den Thronfolger Prinz Friedrich August von Sachsen mit fünf Kindern sitzen ließ. Die Sonderausstellung „Skandal bei Hofe“ auf Schloss Pillnitz zeigt noch bis 5. November das Leben einer faszinierenden Frau, deren Freigeist wohl zu modern für die Dresdner Verhältnisse war.

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