Film ab!

In Dresden trifft sich vom 5. bis 10. April die Kurzfilmwelt

Der Kulturfrühling öffnet seine Tore weit. Heute (5.4.) beginnt das 34. Filmfest Dresden (Foto: Filmfest Dresden). Endlich wieder in voller Gänze, endlich wieder zur rechten Zeit.

Nach fast zwei Jahren Corona-Pause ist man fast schon überfordert von der Fülle des Filmfestprogrammes: In sechs Tagen flimmern 355 Produktionen aus 68 Ländern über die Leinwände. Darunter 34 Beiträge im Internationalen Wettbewerb und 29 im Nationalen Wettbewerb, der 2022 sein 25. Jubiläum feiert. Hinzu kommen zehn Filme, die diesmal im Regionalen Wettbewerb um die „Goldenen Reiter“ wetteifern. Sonderprogramme und Schwerpunkte wie das Thema „Geschlechtervielfalt“ packen gesellschaftliche Diskussionen ins kompakte Kurzfilmformat.
 

Dazu zählen auch jene Sonderveranstaltungen, die das Filmfest-Team als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine ins Programm genommen hat und auf die wir an dieser Stelle besonders gern verweisen: Am Samstag (9.4., 15 Uhr) gehört die Leinwand am Neumarkt ganz der Fantasia Trickfilm Schule Dresden, welche Ergebnisse aus dem internationalen ANIMA Workshop zeigt. Teilgenommen haben Kinder und junge Leute aus Polen, Deutschland sowie aus der Ukraine. Die Trickfilme der ukrainischen Teilnehmer sind dabei teils unter den Eindrücken der Flucht vor dem Krieg in der Heimat entstanden.

Das Kurzfilmprogramm „Ukraine. In Joy and Sorrow“ handelt vom täglichen Leben in der Ukraine, bevor der Krieg begann. Kuratiert wurde es von Olha Raiter, der Leiterin des Internationalen Kurzfilmfestivals in Lviv. Sie lebt momentan in Bautzen und wird am Sonntag (10.4., 20 Uhr) auch bei einem Filmtalk in Dresden zu erleben sein, wenn das Programm aus sechs Kurzfilmen in der Schauburg läuft.

Wo also nun anfangen? Welches Programm ist eignet sich für Einsteiger, welches für Fortgeschrittene Kurzfilmfans? Wer erst mal schnuppern mag, sollte unbedingt auf der Open-Air-Leinwand am Neumarkt vorbeischauen. Bei freiem Eintritt können sich die Besucher ganz ungezwungen mit der Kurzfilmszene vertraut machen. Am besten ist, man lässt sich einfach überraschen. Schließlich gleicht das Filmfest-Programm auch einer bunten, internationalen Wundertüte: Wo sie sich öffnet, hinterlässt sie staunende Gesichter, wer offen für Neues, Ungewohntes, Überraschendes und Skurriles ist, wird in jeder der insgesamt 199 Vorstellungen Perlen der Kurzfilmkunst entdecken. Film ab, dann läuft es schon!

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