„Ein bisschen Fröhlichkeit kann jeder gut gebrauchen!“

10 Jahre – 5 Fragen: Dirk Ebersbach im Jubiläumsinterview (13)

Das Onlinemagazin elbmargarita.de feiert Zehnjähriges – und schenkt sich selbst zum Jubiläum eine kleine Fragerunde. Die Künstler der Stadt gratulieren per Antwort. Heute mit dem Pianisten und Leiter der Dresdner Tastenschule Dirk Ebersbach (Foto: Marcel Costow Ebersbach):

Stelle dich in drei Sätzen selbst vor!
Mein Name ist Dirk Ebersbach. Ich bin begeisterter und bekennender Dresdner und habe das große Glück, ein immerhin schon längeres Leben mit meinem Klavier und der Musik in dieser so wunderschönen Stadt zu leben. Mit großer Lebensfreude genieße ich jeden Tag mit meiner Familie und den vielzähligen Projekten, die mich vorantreiben.

Dein Lieblingsort in Dresden ist …
… oh, da weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Da gibt es so viele! Ganz besonders gern bin ich in Hoppes Hoftheater, zu dessen Ensemble ich seit vielen Jahren gehöre. Der Dreiseithof ist absolut urig und die Zeit nach den Vorstellungen am Hof-Feuer mit dem Publikum zu verbringen, ist einfach einzigartig. Freizeit genieße ich aber auch sehr gerne mit meiner Frau und guten Freunden bei Lutz Müller im Weinberg auf Schloss Albrechtsberg. 

Was verbindet dich mit der Stadt?
Dresden ist im wahrsten Sinne des Wortes meine Heimatstadt. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Musikalisch geprägt durch meinen Vater, der als Kirchenmusiker viele Jahre beim Dresdner Kreuzchor gearbeitet hat. Das große Glück, einen der absolut raren Studienplätze an der Dresdner Musikhochschule zu bekommen, gehört dazu und dass ich mich nach der Wende als freischaffender Musiker und Pädagoge in Dresden etablieren konnte.

An welchem Projekt arbeitest du gerade?
Ganz konkret benötige ich sehr viel Kraft und Energie, um meine Musikschule, die in diesem Jahr den 25. Geburtstag feiert, durch die schwere Zeit zu bekommen. 15 Kolleginnen und Kollegen und knapp 600 Schüler sollen auch nach der Corona-Krise in der Dresdner Tastenschule ein und aus gehen können!
Künstlerisch bin ich mit meinen Klavierprojekten im Moment zu hundert Prozent ausgebremst. Hoppes Hoftheater ist geschlossen. Veranstaltungen, auch längerfristige, sind allesamt storniert oder werden ins nächste Jahr verschoben. Das gibt natürlich Freiraum für Neues! So bin ich gemeinsam mit meiner langjährigen Kollegin Josephine Hoppe gerade bei inhaltlichen Vorbereitungen für ein neues Hoftheater-Programm zum großen Thema WITZE, welches im Frühjahr 2021 Premiere haben soll. Ein bisschen Fröhlichkeit und unbekümmertes Lachen kann wohl jeder gut gebrauchen.

Was macht dir in der Corona-Krise Mut?
Mut macht mir der empathische und solidarische Umgang miteinander, den ich täglich erlebe. Ganz besonders glücklich bin ich über unsere Schüler und Schülereltern, die der Dresdner Tastenschule die Treue halten wollen und viele aus der Not geborene Varianten des Unterrichts in neuer Form wie z.B. dem Online-Unterricht mitgehen.
Das Innehalten, das Reflektieren und das Wahrnehmen des Gegenübers tut mir und uns allen, glaube ich, auch sehr gut in diesen Corona-Zeiten!

Danke für die schönen Antworten!

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