Dresdner Stadtspaziergänge: Loschwitz

Loschwitz, das idyllische Viertel im Dresdner Osten, kann viele Geschichten erzählen. Hier lebte einst Friedrich Schiller, lange bevor Uwe Tellkamp in seinen Roman „Der Turm“ dem Stadtteil märchenhafte Mythen auf den Leib schrieb. Das ist kein Wunder: Denn ein Spaziergang durch Loschwitz kann der Phantasie Flügel verleihen.

Schon die Gegend am Fuße des Blauen Wunders ist ein wahres Kleinod der Individualität. Wo gibt es in der Stadt noch einen richtigen Plattenladen? Hier! Und wo eine Bücherei, die aussieht wie aus dem Märchenbuch geschnitten? Ebenfalls: in Loschwitz.

Schritt für Schritt kann man hier ein Stückchen mehr Geschichte entdecken, erzählt von Jahrhunderte alten Häusern und Winkeln, deren Erinnerungen auch die Elbeflut nichts anhaben konnte. Wo wohnte Friedrich Wieck, der Vater von Clara Schumann? In Loschwitz! Am Haus in der Friedrich-Wieck-Straße erinnert eine Tafel daran, dass er hier einst Hausmusikabende und musikalische Salons veranstaltete.

Und dann gibt es natürlich noch die Künstler von heute. Sie haben sich in den alten Häusern eingerichtet, gemütliche Sitzecken in Nischen davor aufgebaut. Wie aus der Zeit gefallen wirken die Kleinode, zum Beispiel die Loschwitzer Kunststube, wo man individuelle Geschenke finden kann.

Es gibt zahlreiche Restaurants und Gastwirte, die rings um den berühmten Körnergarten Köstlichkeiten servieren. Ein Italiener, eine Chocolaterie, ein Eiscafé … Der Blick für das Besondere scheint in Loschwitz zu Hause zu sein wie vielleicht nirgends sonst in Dresden. Schon deswegen ist dieser Stadtteil unbedingt mehr als nur einen Spaziergang wert!

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