Schumann, Dresden und ein europäisches Orchester

Dresdner Festspielorchester sucht Unterstützer für erstes CD-Projekt

Meeresrauschen, Felsen und eine CD mit Werken von Robert Schumann. Wie das zusammen passt, kann man derzeit auf der Facebook-Seite der Dresdner Musikfestspiele sehen. Dort wirbt Michael Neuhaus, Bassist und Vorstandsvorstand des Dresdner Festspielorchesters (Foto: PR/Oliver Killig), mit einem witzigen Handyvideo für eine besondere Aktion: Das Dresdner Festspielorchester möchte anlässlich seines fünfjährigen Bestehens in diesem Jahr seine erste CD aufnehmen. Damit das umfangreiche Projekt realisiert werden kann, sammeln die Musiker nun Geld über die Crowdfundingplattform „99 Funken“.

Bis Ende April benötigen sie rund 50.000 Euro, um die Aufnahme in der Dresdner Lukaskirche sowie die dafür notwendige Tontechnik, Mieten und Reisekosten zu finanzieren. Unterstützen kann man das Projekt auch mit kleinen Beträgen. Für alle, die mindestens 19 Euro geben, winken zudem als Dankeschön musikalische Prämien: Bei einer Spende in Höhe von 19 Euro gibt es die fertige CD, wer 4000 Euro gibt, darf die Musiker zum Hauskonzert in den eigenen vier Wänden begrüßen und für 500 Euro kann man sich als Dankeschön eine Cellostunde bei Jan Vogler sichern.

Jan Vogler © Jim Rakete

Der Cellist wird für die CD-Aufnahme zusammen mit dem Festspielorchester Robert Schumanns Cellokonzert einspielen. Jan Vogler (Foto: PR/Jim Rakete) war es auch, der das Orchester in seiner Funktion als Intendant der Dresdner Musikfestspiele 2012 aus der Taufe hob. Das Dresdner Festspielorchester vereint heute über 50 Musiker und Spezialisten für historische Aufführungspraxis aus ganz Europa. Auf historischen Instrumenten spüren sie jährlich zu den Dresdner Musikfestspielen dem Originalklang von Werken aus verschiedenen Epochen nach – und begeistern mit ihren energievollen Interpretationen regelmäßig Publikum und Kritiker in der Stadt.

„Das Festspielorchester schließt eine Lücke im Musikleben der Stadt und ist ein wichtiger Botschafter der Dresdner Musikfestspiele und der Kulturstadt Dresden geworden“, sagt Jan Vogler. Auf der ersten eigenen CD will der Klangkörper nun die 2. Sinfonie und das Cellokonzert von Robert Schumann (1810–1856) auf seine Weise neu entdecken. Beides Werke, die in Schumanns Dresdner Schaffensperiode zwischen 1844 und 1850 entstanden sind und damit eine schöne Verbindung zu der Gründungsstadt des Orchesters herstellen. „Schumann hat in Dresden sehr produktive Jahre verbracht. Es ist nicht die erste CD, auf der seine Werke mit Darmsaiten und alten Blasinstrumenten interpretiert werden, aber die Arbeit an Schumann mit diesem europäischen Orchester hier in Dresden erzeugt eine besondere Spannung“, ist der Cellist und Festspielintendant überzeugt.

*Die Autorin dieses Beitrags ist Pressereferentin der Dresdner Musikfestspiele, der Artikel entstand dennoch (so wie alle auf dieser Seite) unentgeltlich und unabhängig von dieser Aufgabe.

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