Von der Dusche auf die Bühne

„Mikrofieber“ gibt Hobbysängern einen Profiauftritt

Jeder kann singen. Die Musiker Marie-Antoinette Lührs und Friedrich Hentze jedenfalls machen das seit 2008 in Halle, und seit zwei Jahren auch in Dresden, für jedermann möglich. Ein Song, eine Bühne, eine Band, ein Backgroundchor – und ein/zwei Proben. Fertig ist der eigene Sängerauftritt. Das Ganze firmiert unter dem einprägsamen Titel „Mikrofieber“ (Fotos: PR) und findet alle zwei bis drei Monate in der Scheune statt. In dieser Woche jedoch zieht die Dresdner „Mitsingshow“, wie Marie-Antoinette Lührs sie nennt, für ein Sommerspecial nach draußen: Am Freitag (21.8.) werden die Hobbysänger erstmals in der Sommerwirtschaft Saloppe ihren semiprofessionellen Auftritt haben.

„Das Prinzip ist ganz einfach: Wer einmal auf der Bühne stehen und vor Publikum singen möchte, der schickt uns eine MP3-Datei mit seinem Lieblingssong“, erklärt die Mikrofieber-Gründerin Marie-Antoinette Lührs. „Wir arrangieren den Song dann für die Bühne, vor dem Auftritt gibt es mit allen Sängern, die sich angemeldet haben, eine echte Probe im Probenraum“, sagt sie. Die Profimusiker geben den Teilnehmern dabei wertvolle Tipps, sodass beim Mikrofieber-Auftritt auch garantiert nichts schiefgeht. „Einen Tag später dürfen sie sich dann direkt auf der Bühne ausprobieren, bevor die richtige Show startet“, erklärt Marie-Antionette Lührs.

Vom Profi bis zum notorischen Duschensänger habe in den vergangenen Jahren alles schon auf der Mikrofieber-Bühne gestanden. Für die Teilnehmer wie das Publikum ist das riesiger Spaß. „Es ist kein Wettbewerb und geht nicht darum, der beste Sänger zu sein“, betont Lührs. Lediglich das Vergnügen stehe im Vordergrund. Die Teilnehmer dürfen jeweils eine Begleitperson zu ihrem großen Auftritt mitbringen. Für das Publikum gibt es zudem bei jeder Show einen sehr bekannten Song, den am Ende in bester Karaoke-Manier alle mitträllern dürfen. Unterstützt werden die mutigen Sänger auf der Bühne von zwei Backgroundsängerinnen, Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboard. Wie bei einer richtigen Band eben.

„Die Teilnahme ist kostenlos. Wichtig ist nur, dass die Sänger uns die MP3-Datei rechtzeitig vor der Show zuschicken“, erklärt Marie-Antoinette Lührs. Für die Open-Air-Ausgabe von Mikrofieber am Donnerstag ist das natürlich nicht mehr möglich. Doch der nächste Termin – es ist in Dresden der letzte für dieses Jahr – steht schon fest: Am 24. Oktober ist in der Scheune wieder Mikrofieber-Zeit. Wer mitsingen will, sollte seine MP3 mit dem Wunschtitel bis zum 10. Oktober bei den Organisatoren unter dresden[at]mikrofieber.de eingereicht haben. Wer mag, kann am Freitag ja schon einmal zuschauen und -hören. Der Eintritt kostet 8 Euro.

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