Ein Schwede auf der Schlössernacht

Songwriter Stefan Johansson im Interview

Stefan Johansson stammt aus Nordschweden und ist überall in der Welt als Musiker on Tour. Am Sonnabend (18.7.) tritt der 37-jährige Wahldresdner auf der Schlössernacht (Foto: PR/Sabine Mutschke) auf. Im Gespräch mit elbmargarita.de verrät er, wovon seine Songs beeinflusst sind und was ihm gerade am Herzen liegt.

Rockbandgründer, Nordschwede, schwedischer Tanzmeister, Straßenmusiker und jetzt als Unterhaltungsmusiker unterwegs – das klingt nach einer sehr vielseitigen Persönlichkeit. Wofür schlägt Dein Herz denn jetzt gerade?

Ja, das stimmt. Es gibt viele Sachen, für die mein Herz schlägt. Es ist schwierig, über Lieblingsprojekte zu reden, weil alle in irgendeiner Form wichtig waren, sind oder wieder sein werden. Im Moment bleibt mir wegen der Familie und meiner Touren aber nicht so viel Zeit für Neues, ich konzentriere mich musikalisch derzeit vor allem auf die eigenen Songs und mein Folkprojekt „Strömkarlen“, für das wir gerade mit unserer neuen CD auf Tour sind. Das Album heißt „Edda Sånger“, weil wir darauf auch Teile der Edda vertont haben.

Du bist viel auf Reisen, in Thailand, Japan, Neuseeland. Wirst Du die Besucher der Dresdner Schlössernacht musikalisch auch ein bisschen auf Weltreise entführen?

Ja, ich nehme mein Publikum tatsächlich mit auf eine kleine Reise – sowohl auf eine äußere als auch auf eine innere. Manche Songs handeln von Episoden, die mir unterwegs passiert sind. Oft erzähle ich in meinen Songs auch über ein Gefühl, was das Reisen oder eine Begegnung in mir ausgelöst hat.

Du bist von Schweden aus durch die Welt gereist, bleibst Deiner Heimat musikalisch aber treu. Wie funktioniert das? Ist es nicht so, dass die Umgebung auch die Musik beeinflusst?

Das stimmt. Es ist wohl von beidem etwas, obwohl es sich widerspricht. Ich merke, dass die Vorbilder, die mich beim Musikmachen von Anfang an begleiten, große Fußabdrücke hinterlassen haben. Ich merke auch, dass die nordschwedische Melancholie und Sehnsucht immer noch den roten Faden meiner Musik bildet. Dabei werde ich aber auch ständig von unterschiedlichen Musikern und Künstlerin inspiriert, die ich unterwegs kennenlerne. So gesehen, werde ich auch ganz klar von dem beeinflusst, was mich jeden Tag umgibt – und Dresden ist ein großer Inspirationspool, was das betrifft!

Du lebst seit 2001 in Dresden. Warum bist Du gerade hier „sesshaft“ geworden?

Obwohl ich sehr viele Monate im Jahr auf Tour verbringe, bin ich wirklich hier sesshaft geworden. Dresden war und ist mein Zuhause, ich habe mich hier von Anfang an wohl gefühlt. Seit ich eine Familie habe, möchte ich manches aber etwas langsamer angehen. Nächstes Jahr gehen wir daher in der Tat zurück nach Schweden, wo wir gerade ein süßes, rotes Holzhaus gekauft haben. Da wollen wir ein bisschen Outdoor-Tourismus betreiben, trotzdem soll dort aber die Ruhe im Vordergrund stehen, mit Bootsfahrten und Lagerfeuer mit Privatkonzert. Der musikalische Schwerpunkt wird dennoch Deutschland bleiben. Meine Fans bekommen, denke ich, fast genauso viel Stefan wie vorher.

Zu guter Letzt die Muss-Frage: Worauf freust Du Dich bei der Schlössernacht besonders?

Natürlich auf meinen eigenen Auftritt! Ich trete übrigens an diesen Abend mit dem Gitarristen Krishn Kypke auf. Ich freue mich aber auch sehr, viele Kollegen wiederzutreffen und zu erleben. Ich freue mich auf die neuen Künstler, die ich an diesem Abend kennenlernen werde.

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