Augenblick mal …!

Nicole Tschirner betreibt „Artwork“ in Dresden

Draußen ist es schon längst dunkel geworden und in der Wohnung kehrt so langsam Ruhe ein. Das einzige noch vernehmbare Geräusch kommt aus dem Wohnzimmer. Es ist das Hörbuch „Oneiros“ von Marcus Heitz, welches Nicole Tschirner (Fotos: Silvana Arndt) laufen lässt, während sie konzentriert vor ihren beiden Monitoren am Schreibtisch sitzt und sich durch die schier nicht enden wollende Auswahl an Bildern klickt. Welches soll sie als nächstes bearbeiten? Die Entscheidung fällt schwer. Erst einmal einen Schluck Cappuccino nehmen und ein Stückchen Schokolade knabbern, damit grübelt es sich leichter …

Woran arbeitest Du gerade?

Gerade bearbeite ich eine Engelsserie, die bald als Artwork in einem Magazin und Ende des Jahres auch in einem Buch abgedruckt werden soll. Sie ist in Kooperation mit zwei Models und einem Designer entstanden. Da ich dafür sehr viel auch selbst am Computer zeichne, dauert die Erstellung von solchen Bildern doch etwas länger. Hier sind zum Beispiel die Engelsflügel besonders aufwendig.

Was ist Dein Antrieb dabei?

Bevor ich zur Fotografie kam, habe ich schon immer gezeichnet. Es war mein Ausdrucksmittel für alles, was in mir vorging. Später erkannte ich, dass mir das Fotografieren noch leichter fiel. Inzwischen bin ich aber durch die Bildnachbearbeitung auch wieder zum Zeichnen zurückgekehrt. Ich hoffe, dass ich mit dieser Mischung Menschen erfreuen kann und dass gleichzeitig meine Bilder und dadurch auch ich später einmal weiterleben werden.

Welches Ereignis in Deinem Leben prägte Dich sehr?

Im Alter von etwa 14 oder 15 Jahren war ich einmal bei jemandem zu Besuch und habe dort im TV erstmalig den Anime „Angel Sanctuary“ gesehen. Das klingt vielleicht banal, aber der engelhafte, bittersüße Zeichen- und Erzählstil hat mich damals tief beeindruckt und geprägt – die Mangaka Kaori Yuki war danach lange mein Vorbild und ist auch heute noch für mich eine große Inspiration.

Teile ein kleines Geheimnis mit uns!

Tatsächlich fotografiere ich nur sehr ungern schöne Männer, da ich ganz schnell zu schmachten anfange. Das ist natürlich nicht ganz so optimal bei einem Shooting, wenn die Fotografin mit hochrotem Kopf vor dem Model steht …

Was verbindet Dich mit Dresden?

Die Liebe. Ich bin vor sechs Jahren von Chemnitz nach Dresden gezogen, weil mein Freund hier wohnte. Und dann habe ich mich in die Stadt verliebt und könnte mir heute nicht mehr vorstellen, wegzuziehen. Dresden ist einfach so malerisch und ruhig – und fotogen!

Artwork von Nicole Tschirner
Ein Artwork-Werk von Nicole Tschirner.

Name:             Nicole Tschirner (Lilif Ilane)

Alter:               28 Jahre

Beruf:              Fotografin

Link:                www.facebook.com/pages/Lilif-Ilane-Artwork

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