Herzbluttheater für freie Köpfe

Baba Jaga am Boulevardtheater Dresden
Rainer König alias Baba Jaga darf das neue Boulevardtheater eröffnen.

Das neue Boulevardtheater im Kurzfragebogen

Dresdens Theaterlandschaft bekommt in diesem Herbst Zuwachs. Mit dem Boulevard- und dem Centrumtheater (Foto: PR/Robert Jentzsch) eröffnen im September gleich zwei neue Spielstätten in der Stadt. Die Chefs von Comödie, Boulevard- und Centrumtheater haben daher zum Beginn der Theatersaison einen kleinen Fragebogen für uns ausgefüllt – mögen die Zuschauer die bunte Mischung erst hier und dann in den Sälen vergleichen. Im zweiten Teil der Interviewrunde steht Thomas Kaufmann vom Boulevardtheater Rede und Antwort:

Was bekommen die Dresdner im Boulevardtheater zu sehen?

Das, was draußen dran steht. Wir fühlen uns dem Boulevardtheater als Stilrichtung verpflichtet und möchten die hohe Kunst des Amüsements und der herzerfrischenden Unterhaltung pflegen. Komödie, Märchen und Konzerte – Comedy, Lesung und Shows – für Kinder und Familien, für Erwachsene jeden Alters, für Gruppen und Firmen – das ist unser ganzjähriges Unterhaltungsprogramm. Wer einmal zwei Stunden den Kopf ausschalten möchte, sich entspannen und unterhalten lassen will, der ist bei uns richtig.

Das kulturelle Angebot in der Stadt ist sehr groß. Womit stechen Sie aus dieser Fülle heraus?

Ob wir wirklich noch „fehlen“ in der üppigen Kulturlandschaft, das wird die Zukunft zeigen. Solche Prognosen sind vorab schwierig und unsere Motivation besteht auch nicht darin eine offene Lücke zu schließen. Wir tuen das, wofür wir brennen, was unsere Liebe und Leidenschaft ist. Wenn wir es schaffen, dass diese große Lust am Theater sich auf unser Publikum überträgt, dann sind wir mehr als glücklich und sicher auch gut ausgelastet.

Wie lautet Ihr Rezept, um trotz der doch großen Konkurrenz in der Stadt überlebensfähig zu bleiben?

Ein Rezept für Erfolg gibt es nicht. Erfolg ist immer eine Folgeerscheinung. Wenn man Hits am Reißbrett konstruieren könnte, dann gäbe es nur noch Hits. Wir tuen das, was wir lieben und werden versuchen es so gut es nur geht zu machen. Ein Theater zu schaffen, in welchem auch wir uns wohl fühlen würden, vom Service bis zur Inszenierung.

Wie gehen Sie mit dem Vorurteil um, eher „leichte Muse“ anzubieten?

Wir empfinden dies weniger als Vorurteil – mehr als Kompliment. Denn wenn wir es schaffen, das Publikum vom Fernseher ins Theater zu holen, sich an dem magischen Erlebnis zu erfreuen, wenn sich der Vorhang öffnet, dann haben wir unser Ziel erreicht. Möglichst viele Menschen zu begeistern ist für ein Privattheater nicht nur zwingend notwendig, es stellt auch eine Aufgabe dar, die man nicht mal eben aus dem Ärmel schüttelt. Dafür braucht es viel Arbeit, Kraft und Können, vor allem aber Leidenschaft und Herz. Wir jedenfalls freuen uns wahnsinnig darauf, diese Aufgabe zu meistern und unserem Publikum das Ergebnis zu präsentieren zu dürfen.

Es fragte: Nicole Czerwinka

Das Boulevardtheater Dresden eröffnet am 14. September mit der Premiere „Die Hexe Baba Jaga – Geburt einer Legende“, ab 11.9. öffentliche Proben/Voraufführungen.

Linktipp: www.boulevardtheater.de

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